Popkomm in Berlin, 19.09-21.09.2007: die Musikbranche trifft sich Seit 2004 findet die Popkomm, früher in Köln ansässig, nun in Berlin statt.
Popkomm 2007 in Berlin
Foto © Pressefoto Popkomm GmbH
Sie hat sich als wichtiger Branchentreff der weltweiten Musik- und Entertainmentindustrie etabliert und lockt jährlich neue Interessenten an. Kein Wunder, schließlich hat sie einiges zu bieten. Neben einem qualitativ hochwertigen internationalen Kongress und einem Festival in 25 Berliner Clubs, ist die Popkomm nicht nur eine ideale Plattform für Musiker und Interpreten, sondern auch ein Pflichtevent für alle Fachleute, die an der Zukunft der Musikbranche mitarbeiten wollen. Die Messe gliedert sich in die Ausstellung, den Kongress, die IMEA und das Festival. Dazu eine kurze Übersicht:

Die Ausstellung
Man glaubt es kaum, aber mit über 800 Ausstellern aus 55 Ländern ist die Messe zum internationalen Treffpunkt der Branche weltweit geworden. Obwohl der Fokus auf Europa liegt, kommen zunehmend Aussteller aus den USA, Australien und Südamerika. Dank der Nähe zu den mittel- und osteuropäischen Staaten, sind auch viele Firmen aus den "neuen" Ländern vertreten, die sich so über die Musikbranche Westeuropa öffnen können.

Der Kongress
Drei Tage lang werden hier die brisantesten Themen der Branche diskutiert. Das Kongressprogramm teil sich in drei Themengebiete: 1.Pop und Wirtschaft, 2. Pop und Politik, 3. Pop und Kommunikation. Dabei nimmt der letzte Punkt die ursprüngliche Namensgebung des Kongresses, "Populäre Musik und Kommunikation", auf. Stellt sich die Frage, was die Veranstalter unter populärer Musik verstehen...? Ganz einfach, alles was populärer Vermarktung unterliegt. In Diskussionsrunden, Vorträgen und Workshops werden dann Themenbereiche, wie Live Entertainment, Mobile und Digital Music, neue und alte Medien oder die Künstler Perspektive, beleuchtet. Internationale Branchenexperten sprechen über Urheberrecht und Creative Industries, Vertreter der EU-Kommission berichten anschließend wie Letztere auf europäischer Ebene gefördert werden. Doch das sind noch lange nicht alle Themen. Das Spektrum ist weit gefächert, und versucht so gut wie möglich verschiedenste Inhalte abzudecken.

Popkomm IMEA
IMEA steht für "Innovation in Music and Entertainment Award". Dieser Preis wird jungen Unternehmern für kreative, innovative Business-Ideen in der Musikbranche verliehen. Leider können nur zwei Einrichtungen gewinnen. Diese bekommen einen kostenlosen Stand inklusive Freiakkreditierungen im Wert von je 1.200 EUR auf der Popkomm 2008, sowie eine besondere Berichterstattung durch die Popkomm-Medienpartner.

Popkomm Festival
Das Festival ist für die meisten besonders attraktiv. Es ist nicht nur das internationalste Business Music Festival Europas, sondern auch eines der wichtigsten Showcase Festivals weltweit. Beginn ist der 19. September und endet mit der letzten Nacht am 22. September. Künstlern aus aller Welt wird damit die Gelegenheit gegeben, sich vor einem Publikum aus Musikinteressierten und internationalen Fachleuten zu präsentieren. Bands mit Vertrag sowie Künstler, die bisher noch keinem Label angehören, können sich bewerben. In 25 offiziellen Popkomm Locations wird zum feiern eingeladen. Als Zentrum des Festivals hat sich die Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg, mit 8 zur Verfügung stehenden Clubs und der Delegates Lounge für ausschließlich Fachbesuchern und VIPs, etabliert.

Partnerland Deutschland
Jedes Jahr wird einem Land die Möglichkeit gegeben, sich auf der Popkomm der internationalen Branche vorzustellen. Es bekommt u. a. einen großen Länderstand in den Messehallen und ist mit zahlreichen Showcases in der Kulturbrauerei vertreten. Pressemitteilungen und eine ganzjährige Promotion heben die Präsenz des Partnerlandes in den Vordergrund. 2006 war das Partnerland Brasilien, dieses Jahr ist es…Deutschland.

Preise
Wer nun Lust bekommen hat die Messe zu besuchen, muss jedoch etwas tiefer in die Tasche greifen. Fachbesucher können sich noch über das Internet ein 3-Tages Ticket für 285,-€ bestellen. Vor Ort muss man dann 160,-€/ Tag bezahlen, um die Popkomm besuchen zu können. Kein günstiges Vergnügen, aber letztlich ist die Messe auch hauptsächlich für Fachbesucher konzipiert. Alle anderen profitieren vom Festival mit vielen internationalen und neuen Music- Acts in den verschiedenen Clubs.

Text: S.H.


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