Sylvester-Bilanz der Berliner Polizei Die Berliner Polizei ist auch in diesem Jahr mit dem Verlauf der Sylvesternacht zufrieden, die Zahl der Einsätze ist gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich gestiegen: Nach den ersten Auswertungen ist die Polizei zwischen 18 Uhr und 6 Uhr zu insgesamt 2203 Einsätzen gerufen worden. Im Vorjahr lag das Einsatzaufkommen mit 1676 etwa 31 % niedriger. Den Großteil der Einsätze stellten wie im Vorjahr Einsätze im Zusammenhang mit Pyrotechnik dar, 359 Mal kamen Polizisten in diesem Fällen zum Einsatz, das sind 124 Einsätze mehr als im Vorjahr. Insgesamt verletzten sich in der vergangenen Nacht nach Kenntnis der Polizei ca. 31 Menschen beim Umgang mit Feuerwerkskörpern, das sind 10 weniger als im Vorjahr. Auch zu Streitigkeiten und Schlägereien wurde die Polizei häufig gerufen: Insgesamt 321 Einsätze dieser Art hatten die Beamten zu bewältigen. Gegenüber den 235 Fällen vom Vorjahr stellt auch dies eine Steigerung von 36% dar. Zu verletzten Personen wurden Streifenwagen in 99 Fällen geschickt, im Vorjahr waren 64 Einsätze dieser Art gekommen, auch hier liegt eine Steigerung von 54% weniger. Auch wegen Trunkenheit musste die Polizei tätig werden, 12 Einsätze wurden in der vergangenen Nacht verzeichnet, im Vorjahr waren sechs.

Ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit lag auch bei diesem Jahreswechsel wieder bei den Feierlichkeiten am Brandenburger Tor und auf der Straße des 17. Juni. Hier waren etwa 750 Polizisten im Einsatz, um in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter zu einem sicheren und gelungenen Fest zu sorgen. „Wir hatten ein durchweg friedliches Publikum, das uns die Arbeit erleichterte“, sagte der Leiter der Polizeidirektion 3, Michael Krömer, am Mittag auf einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium. Insgesamt wurden 29 Anzeigen bei dem Fest erstattet, hierbei ging es fast ausschließlich um Taschendiebstähle und Körperverletzungen sowie um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

In mehreren Fällen kam es in der vergangenen Nacht zu Bränden, die in den meisten Fällen durch Feuerwerkskörper ausgelöst wurden: Kurz nach Mitternacht flog eine Sylvesterrakete auf den Balkon einer Dachgeschosswohnung eines Hauses in der Jessnerstraße in Friedrichshain. Die Rakete setzte nicht nur den Balkon in Brand, die Flammen griffen auch auf den Dachstuhl des Hauses über. Die Feuerwehr löschte das Feuer, Menschen kamen nicht zu Schaden. Gegen 1 Uhr 25 gerieten abgestellte Möbel und Müll im Treppenhaus eines Wohnhauses in der Neuköllner Warthestraße in Brand. Das Feuer griff auf weitere Teile des Gebäudes über und setzte unter anderem das Treppengeländer in Brand. Durch den starken Rauch wurden die Mieter des Hauses aufmerksam und flüchteten aus ihren Wohnungen auf den Dachboden. Ein zwei Monate alter Säugling und vier weitere Bewohner erlitten eine Rauchgasvergiftung und kamen ins Krankenhaus. Lebensgefahr besteht jedoch nicht. Die Polizei hat Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen. Gestern Abend gegen 23 Uhr 15 setzte vermutlich ebenfalls ein Feuerwerkskörper die Dachbalken eines Hauses am Kurfürstendamm in Wilmersdorf in Brand. Das Feuer griff auf eine Dachgeschosswohnung über und wurde von den Mietern des Hauses bemerkt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Während der Löscharbeiten evakuierte die Feuerwehr die Wohnungen des Hauses. Gegen 0 Uhr 55 brannten mehrere Gegenstände auf dem Balkon einer Wohnung in der Neuköllner Sanderstraße. Die 68-jährige Mieterin konnte ihre im dritten Stock gelegene Wohnung jedoch rechtzeitig verlassen. Die Feuerwehr löschte die Flammen, ein Raum der Wohnung ist jedoch wegen zerstörter Fenster zurzeit unbewohnbar. Auf dem Rückweg von einem anderen Einsatz bemerkten Feuerwehrleute kurz nach 1 Uhr Flammen von einem Balkon einer Wohnung in der Hochstraße in Mitte. Mieter waren zu diesem Zeitpunkt nicht in der Wohnung anwesend, so dass die Tür aufgebrochen werden musste, bevor der Brand gelöscht werden konnte. Auch hier wurde niemand verletzt.

Bereits gestern Morgen gegen 8 Uhr stellte ein Anwohner des Dannenwalder Wegs in Reinickendorf fest, dass eine vor seinem Haus stehende Telefonzelle, vermutlich durch einen Sylvesterknaller nahezu vollständig zerstört wurde. Auch zwei in der Nähe stehende Autos wurden durch herumfliegende Trümmer beschädigt. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Auch Gitta Huwe, die Leiterin des für die Gewerbeüberwachung zuständigen Dezernats beim Landeskriminalamt zeigte sich insgesamt zufrieden. Während der Verkaufszeiten für Feuerwerkskörper hatte ihre Dienststelle mehr als 2000 Händler und Betriebe überprüft. Dabei achteten die Polizisten besonders auf die Einhaltung der Vorschriften zur Lagerung und dem Verkauf der Pyrotechnik. In diesem Zusammenhang beschlagnahmten die Beamten mehr als drei Tonnen Feuerwerkskörper. Im letzten Jahr waren es noch ca. 10 Mal so viele gewesen. „Der Rückgang ist mit Sicherheit auch auf unsere erfolgreichen Präventionsmaßnahmen zurückzuführen. Es zeigt sich, dass die Geschäftsleute immer mehr nach den gesetzlichen Vorschriften richten“, sagte die Kriminaloberrätin.

Pressemitteilung der Berliner Polizei


Links zum Thema : - Hautarzt in Berlin
- Detekteien in Berlin
- Wohnungsbaugesellschaft
Kulinarisches: - Getränke Lieferservice
- Sushi Restaurants in Berlin
- Lieferservice in Berlin



 
Wohnen in Berlin Jobs in Berlin Urlaub Freizeit Sonstiges Wörterbuch Veranstaltungen in Berlin Berlin Blog Berliner Bezirke
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
Ä
Ö
Ü
Sitemap
 
Ärzte in Berlin Rechtsanwälte Shops LKW Vermietung Internes Werbung buchen AGB's