02.02.2012
Die BAB 100 kann im Tunnel Innsbrucker Platz in beide Fahrrichtungen wieder auf jeweils allen drei Fahrspuren befahren werden. Die seit gestern, 30.01.2012, gesperrten Fahrspuren – die linke Spur der BAB 100 in Fahrtrichtung Nord, die rechte Spur in Fahrtrichtung Süden und die Einfahrt Wexstraße in Richtung Norden – sind seit heute ca. 14:00 Uhr wieder freigegeben. Eisbildung im Tunnel war der Grund, weswegen die die Spuren aus Sicherheitsgründen gesperrt werden mussten.
In der Unterführung Heckerdamm kommt es durch Eisbildung ebenfalls zu Spursperrungen, im Tunnel Tegel Ortskern führen Schadstellen zu Verkehrseinschränkungen.
Tunnel Innsbrucker Platz (TIP)
Im Tunnel Innsbrucker Platz konnte nach einer heutigen detaillierten Prüfung vor Ort der Wasserzutritt eindeutig einer Fuge zugeordnet werden. Durch eine provisorische Maßnahme wird nun das austretende Wasser direkt zu einem Straßenablauf (Gully) geleitet und so das vorherige Überfrieren weitestgehend vermieden. Im Tunnel können wieder alle drei Fahrspuren für den Verkehr freigegeben werden. Die Fehlstelle wird ständig beobachtet, auch für ggf. weitere Maßnahmen. Seit ca. 14.00 Uhr stehen in beiden Fahrtrichtungen wieder 3 Fahrspuren zur Verfügung, allerdings muss eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 60 km/h angeordnet werden.
Nach der heutigen Prüfung ist davon auszugehen, dass die Eisbildung durch eindringendes Grundwasser (Grundwasserstand bei 33m ü NN) im Bereich einer Bauwerksfuge entstanden ist. Das Tunnelbauwerk wurde 1978 in Betrieb genommen und nach dem damaligen Stand der Technik in Stahlbeton mit einer außen liegenden Abdichtung (Bitumen) ausgeführt. Es wird vermutet, dass aufgrund der Bauwerksbewegungen aus Temperatur oder/und durch unterschiedliche Setzungen über die Jahre eine “Ermüdung” der Materialien im Fugenbereich eingetreten ist. Die niedrigen Temperaturen führen außerdem zu einem Zusammenziehen der Tunnelblöcke was zwangsläufig eine Vergrößerung der Fugen nach sich zieht. Durch diesen Effekt dringt Wasser in den Tunnel ein und überfriert bei den anstehenden Temperaturen..
Nachfolgend wird eine genaue Schadensanalyse veranlasst, um nachhaltige Instandsetzungskonzepte zu entwickeln. Ggf. werden umfangreichere Instandsetzungsmaßnahmen unvermeidbar. Die Schadensanalyse gestaltet sich allerdings äußerst kompliziert, da die an der Tunnelaußenwand liegende bituminöse Abdichtung sich einer Begutachtung entzieht. Eine Erneuerung der Außenabdichtung ist in der Regel nicht möglich. Der Tunnel Flughafen Tegel ist deshalb auch mit innen liegenden neuen Fugenbändern instand gesetzt worden.
Unterführung Heckerdamm
Erhebliche Verkehrseinschränkungen entstehen zurzeit auch im Bereich der BAB A 111 AS Heckerdamm. Auch hier dringt Grund-/Schichtenwasser durch das Bauwerk. Trotz eines nahezu ununterbrochenen Eisbeseitigungseinsatzes durch die Autobahnmeisterei wurden und werden Spursperrungen unvermeidbar sein. Ein genauer Schadensort konnte nicht erkannt werden. Es scheint vielmehr, dass das Wasser durch diverse Blockfugen in der Bodenplatte eindringt.
Tunnel Tegel Ortskern
Hier führen die gegenwärtigen extremen Witterungsverhältnisse zu verstärkten Fahrbahnschäden mit hierdurch bedingten Verkehrseinschränkungen. Insgesamt 18 Schadstellen (Ausbrüche vermutlich durch frierendes Wasser) wurden verzeichnet. Gestern Nacht konnten 4 behoben werden. Heute Nacht gehen die Arbeiten weiter.
( PM : Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt)