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Wasserbüffel auf der Pfaueninsel

23.05.2010 / 11:15 Uhr

Anlässlich des Luisenjahres gelangen erstmals nach 170 Jahren wieder Wasserbüffel auf die Pfaueninsel. Bereits ab 1803 bis vermutlich zur Auflösung der Menagerie im Jahr 1842 wurden Wasserbüffel am westlich der Meierei gelegenen Büffelteich gehalten. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat auch Königin Luise die mächtigen Tiere bewundern können.

Bei den Tieren handelt es sich um zwei Kühe und um zwei 5 Monate bzw. 3 Monate alte Kälber. Alle Tiere stammen aus Demeter-Zucht und werden von Sonja Moor aus Hirschfelde ( Landkreis Barnim )  zur Beweidung der ca. 3 Hektar großen Hechtlaichwiese zur Verfügung gestellt. Die Beweidung dient vor allem der Freihaltung der seit über 200 Jahren nahezu unveränderten Hechtlaichwiese von Gehölzen und der naturschutzverträglichen Entwicklung der artenreichen Feuchtwiesenbiotope, da bislang die Pflege der Feuchtwiese im Rahmen einer einschürigen Mahd maschinell erfolgte. Als Weidetiere wurden robuste Wasserbüffel ausgewählt, denn diese halten auch die naturnahen Gräben von Gehölzaufwuchs frei. Die Weidewiese wird von einem ca. 900 Meter langen Elektro-Weidezaun aus zwei Drahtlitzen umfasst.

Die Maßnahme wurde zwischen der zuständigen Obersten Naturschutzbehörde Berlin und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) abgestimmt und ist auf die Zeit vom 25.05. bis 31.10.2010 begrenzt.

Info zu den Wasserbüffeln

In der freien Natur gibt es zwei Arten Wildbüffel, der afrikanische und der asiatische Typ. Domestiziert wurde nur der asiatische Wildbüffel (Bubalus arnee) vor über 6000 Jahren in Indien.

Weltweit werden etwa 150 Mio. Wasserbüffel vor allem in Asien (97%) und Lateinamerika gehalten. In Europa gibt es über 400.000 Wasserbüffel, die meisten in Bulgarien, Rumänien und Italien. In Deutschland leben ca. 1.500 Tiere.
Der Wasserbüffel fällt durch seine Robustheit, Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, Klima- und Witterungseinflüsse, durch seine Genügsamkeit in der Haltung und Fütterung sowie Langlebigkeit und Vielseitigkeit in der Nutzung auf.

Der Vorteil des Büffels gegenüber anderen Nutztieren besteht darin, minderwertiges Pflanzenmaterial aus Grenzertragslagen besser zu verwerten. Er vermag sich von Pflanzen wie z.B. Binsen, Schilf, Seggen, Hochstauden und Blättern von Bäumen und Sträuchern zu ernähren, die für Rindermägen so gut wie unverwertbar sind. Dank der breiten Klauen und relativ weichen Fesseln kann der Büffel im Vergleich zu anderen Extensiv-Rinderrassen insbesondere auf Feuchtwiesen, in Sümpfen und Mooren, gehalten werden.
Das durchschnittliche Gewicht der Tiere liegt bei 450 – 550 kg.

Gegenüber den Menschen verhalten sich Wasserbüffel äußerst friedlich.

(Pressemitteilung STIFTUNG PREUSSISCHE SCHLÖSSER UND GÄRTEN )

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Kategorie: Kultur




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