Pegel von Neiße und Spree sinken fast überall
11.08.2010
Potsdam – Die Wasserstände von Neiße und Spree gehen fast überall in Brandenburg weiter zurück. Die Deiche entlang der beiden Flüsse bleiben aber weiter gesperrt, wie der Landeskatastrophenschutzstab am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Die Einsatzkräfte mussten immer noch Sickerstellen an den Deichen besonders entlang der Spree sichern. Mehrere hundert Helfer waren weiterhin im Einsatz.
Innenstaatssekretär Rudolf Zeeb informierte sich in Cottbus, Forst und an der Talsperre Spremberg über die Lage. Viele zuvor überflutete Straßen konnten wieder für den Verkehr freigegeben werden. Einzelne Straßen sind jedoch noch wegen Überflutung gesperrt. An mehreren Stellen begannen erste Aufräumarbeiten.
An der Neiße sanken die Wasserstände bis zum frühen Nachmittag (14.00 Uhr) in Klein Bademeusel und Guben mit 3,26 Metern bzw. 5,19 Metern auf Werte im Bereich der untersten Alarmstufe 1. Etliche Kräfte entlang der Neiße konnten im Verlauf des Mittwochs aus dem Einsatz entlassen werden. Vor allem in Guben kam es bei den Aufräumarbeiten immer wieder zu Behinderungen durch Schaulustige.
Der Landkreis Spree-Neiße erhielt unterdessen weitere 100.000 Sandsäcke aus dem Katastrophenschutzlager Beeskow zur Sicherung von Gefahrenpunkten entlang der Spree. Sie werden zur Deichstabilisierung und Sicherung von Bauwerken in der Gemeinde Neuhausen und im Amt Burg eingesetzt. In der Spree wurde zunehmend Treibgut gesichtet. An vereinzelten Stellen trat der Fluss über die Ufer. Betroffen waren nur Grünflächen. Im Spremberg lag der Pegel der Spree mit 2,85 Metern nur noch knapp oberhalb des Richtwertes für die Alarmstufe 1.
An der Spree wurde der Abfluss aus der Talsperre Spremberg auf 70 Kubikmeter je Sekunde erhöht. Dadurch stieg der Pegel in Cottbus weiter an, blieb aber bis zum frühen Nachmittag (14.00 Uhr) mit 2,26 Metern knapp unter dem Richtwert der Hochwasseralarmstufe 1. Einzelne tiefer gelegene Uferwege standen unter Wasser.
Zum Hochwasserschutz wurden in Cottbus bereits 60.000 Sandsäcke verbaut, um Sickerstellen an Deichen zu sichern oder Deiche zu erhöhen. Probleme gab es mit Fußgängern und Radfahrern, die immer wieder die Sperren von Fußgänger- und Fahrradbrücken entfernten. Zur Hochwasserabwehr waren allein in Cottbus bis zu 500 Kräfte von Feuerwehren, Hilfsorganisationen, THW und Polizei im Einsatz.
Der Landkreis Dahme-Spreewald bereitet sich unterdessen auf mögliche höhere Wasserstände der Spree vor. Seit Dienstagabend sind dort vorsorglich Deichläufer an der Spree im Einsatz. Im Spreewald wurden zur besseren Aufnahme der erhöhten Wassermenge alle Wehre geöffnet. ( Pressemitteilung Land Brandenburg )