Pressemitteilungen aus Berlin und Brandenburg

Nachrichten von Firmen, Behörden und Vereinen im Presseportal für Berlin und Brandenburg

15 auf einen Streich: Brandenburgs Naturlandschaften auf Berliner Umweltfestival

30.05.2011

Potsdam – Gleich auf zweierlei Weise kann man die Naturlandschaften Brandenburgs am Wochenende nach Himmelfahrt entdecken. Am Tag der Umwelt (5. Juni) alle 15 auf einmal in Berlin oder direkt vor Ort bei Touren und Veranstaltungen in den Naturparks, Biosphärenreservaten und im Nationalpark Unteres Odertal.

Auf dem Umweltfestival der Grünen Liga am Brandenburger Tor in Berlin am Sonntag (5. Juni), dem Tag der Umwelt, laden die 15 Nationalen Naturlandschaften von Brandenburg die Berliner und deren Gäste ein, artenreiche Natur zu entdecken, Leckeres aus der Region zu genießen und sich einfach gut zu erholen. Auch die Besucherzentren der Naturlandschaften öffnen auf der Festmeile symbolisch ihre Tore und machen neugierig auf Natur-Schau-Spiele in den einzelnen Großschutzgebieten.

Wer schon vorher Brandenburgs Natur vor Ort erleben will, dem sei der Konzertfrühling am Samstag, 4. Juni, im Naturpark Stechliner-Ruppiner Land empfohlen. Um beim Auftritt des stimmgewaltigen Chors der Kröten und Frösche in der Pöhle bei Zühlen dabei zu sein, muss man sich um 11 Uhr hinter dem Ortsausgang Zühlen auf der Straße Richtung Neuruppin am Abzweig zum großen Wiesenkomplex einfinden. Informationen zur zweistündigen Wanderung mit der Naturwacht, bei der festes Schuhwerk ein Muss ist, gibt es unter Tel. 033082 50214.

Im Besucherzentrum (BIZ) Raben des Naturparks Hoher Fläming startet am Samstag (4. Juni) ein Tag der Artenvielfalt. Zwischen 12 und 16 Uhr kann man bei Exkursionen rund um das BIZ erleben, welche Pflanzen auf den nahen Wiesen blühen, welche Vögel im Wald um die Burg Rabenstein leben, welche Schmetterlinge gaukeln… Informationen unter Tel. 033848 60004.

Zu einer Wanderung zu Fischadler, Bi ber und Fischotter lädt die Naturwacht des Naturparks Barnim direkt am Tag der Umwelt (Sonntag, 5. Juni) um 9 Uhr ein. Von der Prendener Kirche aus geht es am Strehlesee und Bauersee entlang, wo auch eine reiche Vogelwelt – zu beobachten ist. Das Fernglas sollte man also dabei haben. Informationen zur rund vierstündigen Tour unter Tel. 0175 7213079.

Obwohl der Name anderes verheißt, beherbergt der Buchenhain bei Schlepzig im Biosphärenreservat Spreewald ganz verschiedene Waldgesellschaften. Mehr darüber erfährt man am Sonntag (5. Juni) bei einer zweieinhalbstündigen Wanderung durch das Naturschutzgebiet. Sart ist um 10 Uhr am Informationszentrum Alte Mühle des Biosphärenreservates in der Dorfstr. 52 in Schlepzig, Informationen unter Tel. 035472 5230.
( Pressemitteilung Land Brandenburg )

EHEC in Brandenburg – Bislang ein EHEC-Verdacht in Brandenburg

25.05.2011

EHEC in Brandenburg – Bislang ein EHEC-Verdacht in Brandenburg ( 24.05.2011 )
Potsdam – Das Brandenburger Gesundheitsministerium verweist nach dem Auftreten eines ersten Verdachtsfalls einer EHEC-Infektion in Brandenburg noch einmal auf die Meldepflicht der Erkrankung. Alle 18 Gesundheitsämter wurden noch einmal sensibilisiert, entsprechende Erkenntnisse sofort zu melden. Derzeit ist dem Gesundheitsministerium im Zusammenhang mit dem aktuellen Geschehen in Norddeutschland ein Verdachtsfall in Brandenburg bekannt.

Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) weist darauf hin, dass sich besorgte Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums unter der Adresse www.mugv.brandenburg.de/info/ehec  über aktuelle Erkenntnisse, Übertragungswege, Vorsichtsmaßnahmen und Krankheitssymptome informieren können. Über einen Link erreicht man auch das Robert-Koch-Institut für weitere Informationen.

“In solcher Situation gilt natürlich immer zuerst regelmäßiges Händewaschen als wichtigste Vorsorgemaßnahme”, sagt Tack. Da nach wie vor die Herkunft des Keims unbekannt sei, empfiehlt die Ministerin darüber hinaus auch das gründliche Waschen von Obst und Gemüse sowie der Küchengeräte, die zur Zubereitung benutzt wurden.
EHEC in Brandenburg :
Es gibt in Brandenburg pro Jahr im Durchschnitt 18 bis 20 Erkrankungen mit dem Darmkeim EHEC. Eine derartige Häufung schwerer Krankheitsverläufe wie derzeit in Norddeutschland zu beobachten, war in den vergangenen Jahren in Brandenburg bislang nicht zu verzeichnen.
(Pressemitteilung  Land Brandenburg )

3 von 13: Brandenburger Naturparks auf deutscher Bestenliste

23.05.2011

3 von 13: Brandenburger Naturparks auf deutscher Bestenliste

Potsdam – Zum Europäischen Tag der Parks am 24. Mai präsentieren alljährlich auch die Nationalen Naturlandschaften von Brandenburg, wie sie den Schutz artenreicher Landschaften und eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben. 2011 können drei Brandenburger Naturparks gleich deutschlandweit punkten. Denn Projekte aus den Naturparks Barnim, Niederlausitzer Landrücken und Stechlin-Ruppiner Land sind unter den 13 „best practice“-Beispielen für Naturschutzaktivitäten, die das Bundesamt für Naturschutz in den 103 deutschen Naturparken für den Erfahrungsaustausch der Naturlandschaften auswählte.
Beispielgebendes beim Fledermausschutz leistete der Naturpark Barnim. In einem grenzübergreifenden, vom Brandenburger Naturpark und dem polnischen Drawienski Nationalpark gemeinsam durchgeführten INTERREG III A Projekt entstanden innerhalb von drei Jahren beiderseits der Oder zahlreiche Sommer- und Winterquartiere für die geflügelten Säuger. So wurden die Kirchen im Projektgebiet, Wasserbehälter und 15 Bunkeranlagen gesichert und fledermausgerecht umgebaut. Nicht zuletzt gelang es in beiden Gebieten, Bevölkerung, Mitarbeiter in Kommunalverwaltungen und Bauträger für den Fledermausschutz zu gewinnen.

Welche Chancen die Sanierung ehemaliger Tagebauflächen für den Naturschutz bieten kann, beweist der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Obwohl der Abbau von Braunkohle hier teilweise schon seit den 1950er Jahren Geschichte ist, müssen immer noch Bergbauflächen saniert werden. Der Naturpark gestaltet diesen Prozess engagiert mit und sorgt unter anderem für die Bewahrung wertvolle Biotope, die mittlerweile in den vor 50 Jahren geschlossenen Tagebauen entstanden sind. Im ehemaligen Bergwerk Louise im Gebiet Tröbitz/Domsdorf wurden so bei der bergbaulichen Sicherung beispielsweise Moorflächen und ein Stück einer steilen Böschung mit markanten Erosionsrinnen erhalten und sogar für Touristen erlebbar. Auch bei den Arbeiten in den erst Anfang der 1990er Jahre geschlossenen Tagebauen setzte der südlichste Naturpark Brandenburg – ebenso wie der benachbarte Naturpark Niederlausitzer Landrücken – Maßstäbe. Gezielt wurden günstige Ausgangssituationen für die künftige Entwicklung der Natur geschaffen. Beispielhaft ist das im Naturschutzgebiet „Bergbaufolgelandschaft Grünhaus“ zu sehen, das zwischen 2004 und 2006 ausgewiesen wurde. Es wird heute vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft zusammen mit der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe, die das Gebiet erwarb, als Naturparadies Grünhaus entwickelt. Auf den unzerschnitten nährstoff- und schadstoffarmen Arealen der einstigen riesigen Abraumkippen, wo Naturkräfte wie Wind, Regen und aufsteigendes Grundwasser eine hohe Vielfalt an unterschiedlichsten Standorten formen, finden so Tier- und Pflanzenarten auf Jahrzehnte hinaus ideale Lebensräume, die in der sonst stark besiedelten Kulturlandschaft rar geworden sind.

Mit einem EU-Life-Projekt zum Schutz und zur Sanierung der Klarwasserseen, Moore und Moorwälder im Stechlinseegebiet hat sich der Maturpark Stechlin-Ruppiner Land den Platz auf der Bestenliste erarbeitet. Um den Landschaftswasserhaushalt zu stabilisieren wurden im Rahmen des 2-Mio-Euro-Projektes unter anderem 17 ha Moore und 15 ha Bruchwald wiedervernässt, 833 ha Seefläche angestaut oder deren Wasserstand gesichert. Und weil das Wanderwegenetz im Naturschutzgebiet Stechlin gleich mit überarbeitet wurde, gab das Projekt auch der Entwicklung des Naturtourismus einen Schub.
( Pressemitteilung Land Brandenburg)

Es gibt auch einen Nationalpark in Brandenburg ( den Nationalpark Unteres Odertal ) und Biosphärenreservate.

Probleme beim Wechsel von der City BKK in Brandenburg?

18.05.2011

Brandenburger Gesundheitsministerium schaltet Telefonhotline: 0331 – 866 7700

Potsdam – Bürgerinnen und Bürger, die Probleme beim Wechsel von der City BKK zur AOK Nordost, der IKK Brandenburg- Berlin oder der Brandenburgischen BKK haben, können ab sofort ihre Beschwerden unter der Telefonnummer 0331 – 866 7700 mitteilen. Das Brandenburger Gesundheitsministerium als Aufsichtsbehörde dieser drei Krankenkassen hat ab heute eine Telefonhotline geschaltet. Von Montag bis Freitag werden in der Zeit von 9.00 bis 18.00 Uhr Anrufe und Beschwerden entgegengenommen.

Ministerin Anita Tack (Linke) macht noch einmal deutlich: „Wir nehmen jeden Anruf ernst und werden jedem einzelnen Fall nachgehen. Ein Abweisen von Versicherten ist auf keinen Fall hinzunehmen, sei es auch durch ein Verweisen auf eine andere Geschäftsstelle der gewählten Krankenkasse. Jede Geschäftsstelle muss ein entsprechendes Aufnahmeersuchen eines Versicherten annehmen und dann gegebenenfalls intern weiterleiten. Die Versicherten werden nicht Mitglied einer Geschäftsstelle, sondern einer Krankenkasse.“ Beschwerden über Krankenkassen, für die das Bundesversicherungsamt zuständig ist, werden vom Ministerium direkt dorthin weitergeleitet.

Die Schließung der City-BKK zum 30. Juni 2011 durch das Bundesversicherungsamt führt dazu, dass sich rund 168 000 Versicherte innerhalb von zwei Monaten um eine neue Krankenversicherung bemühen müssen, davon alleine ca. 90 000 in Berlin und damit auch im Einzugsbereich der unter Aufsicht des Brandenburger Gesundheitsministeriums stehenden oben genannten Krankenkassen.

Der Gesetzgeber hat für den Fall einer Kassenschließung weitreichende Regelungen geschaffen, die grundsätzlich einen reibungslosen Übergang auf die neue, vom Versicherten gewählte Kasse ermöglichen. Hierzu zählt nicht nur das Wahlrecht des Versicherten sondern vor allem die Annahmeverpflichtung der gewählten Kasse. Lediglich die Personen, die auch zwei Wochen nach Schließungstermin nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben, werden bei einer beliebigen Krankenkasse angemeldet. Mit § 175 Abs. 3 S. 3 SGB V ist hierfür eine Regelung über den Spitzenverband Bund festgelegt worden.

Dennoch werden Versicherte in der Praxis mit einer ablehnenden Haltung der gewählten Krankenkasse konfrontiert. „Dies ist aufsichtsrechtlich nicht zu tolerieren. Die der Aufsicht des Landes unterstehenden Krankenkassen wurden vom Gesundheitsministerium nochmals nachdrücklich darauf hingewiesen, dass Versicherte nicht abgelehnt oder gar in entlegene Geschäftsstellen verwiesen werden dürfen. Jeder Versicherte muss seine Wahl uneingeschränkt ausüben dürfen“, sagt Tack.

Entsprechende Hinweise ergingen auch an die Träger für Grundsicherung, Job-Center und Optionskommunen sowie die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit.
( Pressemitteilung Land Brandenburg )

Gutes Wasser: Brandenburgs Badestellen starten mit guter Wasserqualität in die Saison 2011

14.05.2011

Brandenburgs Badestellen starten mit guter Wasserqualität in die Saison

Brandenburgs Badestellen starten mit guter Wasserqualität in die Saison ( 13.05.2011 )Potsdam – Traditionell ist am 15. Mai der offizielle Start in die Badesaison. Das gilt für alle von den Gesundheitsämtern ausgewiesenen Badestellen in Brandenburg. Für ungetrübten Freizeitspaß ist wie immer vor Saisoneröffnung umfangreiche Vorsorge getroffen worden. Die strengen EU-Vorgaben zur Überwachung und zur Wasserqualität der Badegewässer werden an allen 255 Badestellen im Land eingehalten. Es ist die vierte Badesaison, in der die neue Badegewässerrichtlinie gilt. „Brandenburg ist auf heiße Badetage sehr gut vorbereitet und hält regelmäßig aktuelle Informationen für die Öffentlichkeit bereit. Die ersten Überwachungs- und Untersuchungsergebnisse bestätigen erneut die gute bis ausgezeichnete Wasserqualität der Vorjahre“, erklärte Brandenburgs Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Anita Tack (Linke) heute in Potsdam.
Pünktlich zum Start in das offizielle Badevergnügen am kommenden Wochenende hat das Brandenburger Umwelt- und Verbraucherschutzministerium die aktuelle Badestellenkarte im Internet veröffentlicht. Sie umfasst alle von den Gesundheitsämtern innerhalb der Badesaison überwachten 255 Badestellen im Land. Das sind drei weniger als im Vorjahr. Abgemeldet wurden zwei Badestellen an der Talsperre Spremberg (Landkreis Spree-Neiße) wegen der Sanierung der Talsperre und eine Badestelle am Reethsee (Landkreis Märkisch-Oderland), wegen einer zu geringen Besucherzahl. In keinem Fall war die Wasserqualität Anlass für die Abmeldung der Badestelle bei der EU.

In der interaktiven Badestellenkarte werden unter anderem wieder aktuelle Informationen zur Wasserqualität sowie zur Ausstattung und Erreichbarkeit der Badestellen veröffentlicht. Neu ist in dieser Badesaison, dass jedes Badegewässer mit einem sogenannten „Badegewässerprofil“ ausgestattet wird. Dieses vermittelt einerseits eine allgemeine Beschreibung des Badegewässers hinsichtlich der physikalischen, hydrologischen und geografischen Eigenschaften, andererseits werden potenzielle Verschmutzungsquellen des Badegewässers und anderer Oberflächengewässer seines Einzugsgebietes durch regelmäßige Fortschreibung erfasst.

Die Gesundheitsämter sorgen dafür, dass alle ausgewiesenen Badestellen regelmäßig und entsprechend dem Überwachungsplan, der im Vorfeld der Badesaison festgelegt wird, kontrolliert und hinsichtlich der Wasserqualität überprüft werden. Durch Vor-Ort-Kontrollen können Auffälligkeiten schnell erkannt, Wasserproben genommen und Untersuchungen schnell veranlasst werden. Erforderlichenfalls werden umgehend geeignete Maßnahmen ergriffen. Bereits kurz vor Beginn der Badesaison nehmen die Gesundheitsämter die Badestelle bei der Erstbegehung und Begutachtung des Badestrandes genau unter die Lupe. Erst nach Vorliegen der ersten Untersuchungsergebnisse wird die Badestelle zum Baden für die Badesaison „frei gegeben“.

Bis zum Saisonende am 15. September werden nach dem für 2011 festgelegten Überwachungsplan mindestens einmal pro Monat Wasserproben mikrobiologisch untersucht. An einigen Badestellen werden auch in diesem Jahr die Frequenzen der Überwachung vorsorglich erhöht, weil Erfahrungswerte mikrobiologische Auffälligkeiten zeigten, für die die Ursachen bisher nicht geklärt werden konnten. Werden allerdings „hohe Einzelwerte“ bestimmter mikrobiologischer Indikatoren festgestellt, wird eine erneute Kontrolle mit weiterführenden Untersuchungen zur Ursachenermittlung durchgeführt. Die Öffentlichkeit wird über die Ergebnisse durch das Gesundheitsamt, über regionale Medien, die Internetbadestellenkarte des Landes und mit deutlichen Warnhinweisen an der Badestelle informiert.

„Jeder sollte durch sein Verhalten am Badestrand und im Badegewässer dazu beitragen, dass keine Beeinträchtigungen erfolgen, eine gute Wasserqualität und saubere Strände erhalten werden können“, erklärte Tack.

Im Jahr 2010 wurde für 249 der damals insgesamt 258 Brandenburger Badegewässer die Einhaltung aller Qualitätsanforderungen der EU am Ende der Badesaison bestätigt. Drei Badestellen am Beetzsee (Brandenburg Stadt), Wusterwitzer See (Landkreis Potsdam Mittelmark) und Heidesee (Landkreis Dahme-Spreewald) wurden als nicht konform bewertet, obwohl das Baden zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt werden musste. Temporäre mikrobiologische Grenzwertwertüberschreitungen führten zu dieser Einstufung. Die Badestelle am Mellensee (Landkreis Teltow Fläming) wurde präventiv wegen baulicher Mängel in der Nähe der Badestelle in der Badesaison vorzeitig geschlossen. Die Wasserqualität war zu jeder Zeit ausgezeichnet. Fünf Badestellen wurden nicht eingestuft, weil es zur einmaligen Überschreitung der Überwachungsfrequenz gekommen war. Blaualgenwarnungen wurden witterungsbedingt zeitweilig für 10 der 258 Badestellen bekannt gemacht. An 4 Badestellen wurde vorsorglich durch ein Warnschild auf gehäuftes Auftreten von Zerkarien hingewiesen und zeitweilig vorsorglich vom Baden abgeraten.

Die Badestellen werden am Ende der Badesaison mit den Stufen “ausgezeichnet”, “gut”, “ausreichend” oder “mangelhaft” bewertet. Die Bewertungen dienen der Beurteilung ggf. erforderlicher Maßnahmen zur Verbesserung der Badegewässerqualität und insbesondere der Gewährleistung eines optimalen Gesundheitsschutzes von Badenden.
( Pressemitteilung  Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg)

Auch in Berlin gibt es schöne Badestellen auch einige FKK Badestellen gibt es in der Hauptstadt!

Deutsche Flippermeisterschaften 2011 in Zossen bei Berlin

04.05.2011

Deutsche Flippermeisterschaften 2011 in Zossen bei Berlin

Die Deutschen Flippermeisterschaften 2011 gehen am 4. Juni in Zossen ( Landkreis Teltow-Fläming ) südlich von Berlin über die Bühne. Veranstalter ist der 1. Verein Deutscher Flipperfreunde, der zu dem Event Spitzenspieler aus Deutschland, aber auch aus ganz Europa erwartet. Besucher, die mal wieder eine mehr oder minder entspannte ruhige Kugel schieben wollen, haben dazu an über 100 Topflippern die Gelegenheit. Weitere Turniere für Kinder und an klassischen Flippern stehen am 5. Juni auf dem Programm.

Termin: 4. und 5. Juni 2011, Samstag 10 Uhr – 24 Uhr, Sonntag ab 10 Uhr. Ort: Sporthalle Dabendorf, Jägerstraße 13 in 15806 Zossen, Ortsteil Dabendorf.

Eintrittspreise: 5 Euro für Erwachsene, Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt, Turnierteilnahme 10 Euro zusätzlich.

( Pressemitteilung vom 1. Verein Deutscher Flipperfreunde )

Informationen über den 1. Verein deutscher Flipperfreunde:

Der 1. Verein Deutscher Flipperfreunde e.V. hat sich in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts gegründet und vereint Flippersammler und -spieler. Der Verein verfolgt als wesentliches Ziel, den Flipper als Kult- und Kunstobjekt sowie Unterhaltungs- und Sportgerät in der Öffentlichkeit wieder bekannter zu machen und seine Verbreitung zu fördern. Alljährlich im Frühjahr richtet der Flipperverein die Deutschen Flippermeisterschaften aus.

Verbraucherpreise im Land Brandenburg im April 2011 gegenüber April 2010 um 2,2 Prozent gestiegen

27.04.2011

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex im Land Brandenburg von März 2011 bis April 2011 um 0,2 Prozent auf einen Indexstand
von 109,9 (Basis 2005 ≙ 100) gestiegen. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat April 2010 betrug +2,2 Prozent.
Von März 2011 bis April 2011 sind die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent gestiegen. Vor allem die Preise für Heizöl (+2,4 Prozent) und für Kraftstoffe (+2,1 Prozent) haben sich erhöht. Bei den anderen Energieprodukten wurden unterschiedliche Preisbewegungen ermittelt. Während feste Brennstoffe (+1,4 Prozent) sowie Zentralheizung und Fernwärme (+1,0 Prozent) im Vergleich zu März 2011 ebenfalls teuer wurden,
blieben die Preise für Strom (+0,1 Prozent) nahezu unverändert und für Gas sogar gleich. Insgesamt erhöhten sich die Energiepreise gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent. Die Nahrungsmittelpreise gingen dagegen leicht zurück (–0,2 Prozent).

Im Einzelnen wurden unterschiedliche Preisentwicklungen beobachtet. Günstiger gegenüber März 2011 waren insbesondere Obst (–1,3 Prozent) und Gemüse (– 1,1 Prozent). Teurer waren dagegen Speisefette und -öle (+2,0 Prozent), Fische und
Fischwaren (+1,1 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+0,7 Prozent). Auch alkoholfreie Getränke wie beispielsweise Limonade (+2,7 Prozent), Kaffee (+2,6 Prozent) und Cola (+1,3 Prozent) wurden teurer.
Binnen Jahresfrist erhöhten sich die Verbraucherpreise im April 2011 insgesamt um 2,2 Prozent. Damit ist das Niveau der jährlichen Veränderung erneut gestiegen und hat den für die Geldpolitik wichtige Schwellenwert von zwei Prozent überschritten.
Wie in den Vormonaten wurde die Gesamtentwicklung gegenüber dem Vorjahr maßgeblich durch die Energiepreise bestimmt (+10,7 Prozent). Ohne deren Berücksichtigung hätte der Verbraucherpreisindex lediglich bei 1,2 Prozent gelegen. Besonders
stark wirkte sich dabei der Preisanstieg für Mineralölprodukte aus (+16,6 Prozent). Heizöl kostete 27,9 Prozent und Kraftstoffe 13,4 Prozent mehr als im April 2010. Aber auch für feste Brennstoffe (+9,3 Prozent), Zentralheizung und Fernwärme (+7,7 Prozent), Strom (+ 5,2 Prozent) und Gas (+4,4 Prozent) musste mehr aufgewendet werden. Weitere Preissteigerungen im Jahresvergleich wurden auch wieder für Nahrungsmittel (+1,0 Prozent) und alkoholfreie Getränke (+ 7,3 Prozent) festgestellt. Vor allem Bohnenkaffee (+22,2 Prozent), Speisefette und -öle (+20,1 Prozent), Fische und Fischwaren (+5,7 Prozent), Mineralwasser, Säfte, Limonaden (+5,5 Prozent)
waren erheblich teurer. Gemüse wurde wieder günstiger angeboten (–7,3 Prozent).
Erwartungsgemäß zogen zu Ostern auch die Preise für Pauschalreisen (+10,5 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (+4,1 Prozent) deutlich an und schlugen sich auf die Gesamtentwicklung nieder. (Pressemitteilung Amt für Statistik Berlin-Brandenburg )

Machen Sie doch mal Urlaub in Brandenburg!

Gartenwelt 2011 auf Schloss Diedersdorf

07.04.2011

Die Gartenwelt 2011

16. – 17. April 2011 auf Schloss Diedersdorf Frühlingserwachen für Ihre grüne Oase zu Hause.

Besuchen Sie am 16. und 17. April die Gartenwelt auf Schloss Diedersdorf und genießen Sie die farbenfrohe Blütenpracht der Fachaussteller.
An zwei Tagen wird hier eine vielfältige Auswahl an Pflanzen, Möbeln und Zubehör in schönster Umgebung präsentiert.
Probieren Sie die gemütlichen Gartenmöbel aus Holz, Teak, Rattern und Edelstahl aus.
Lassen Sie sich die einzelnen Funktionen der Grillkamine vorführen für die bevorstehende
Grillsaison. Testen Sie die diversen Gartengeräte und lassen Sie sich von der Bewässerungstechnik für den Garten begeistern.
Schauen Sie sich die Möglichkeiten der Gewächs- und Gartenhäuser an und lassen Sie sich in entspannter Atmophäre die Vorüge eines Whirlpools erklären. Züchter und Gartenlandschaftsgärtner beraten Sie hier gern bei der Entscheidung welche Pflanzen, Rosen, Stauden, Kräutern oder Blumenzwiebeln die Richtigen für Ihren Garten
oder Balkon sind. Garten- und Wohnaccessoires sowie Keramik für Drinn & Draußen und vieles mehr ist in
der Produktpalette der Gartenwelt.

Farbvielfalt auf der Gartenwelt  Schloss Diedersdorf
Lassen Sie sich von der exotischen Farbvielfalt der bezaubern. Orchideen sind die derzeit beliebtesten Pflanzen. Sie faszinieren immer wieder aufs Neue durch Ihr vielfältiges
Erscheinungsbild und gehören zu den artenreichsten Pflanzenfamilien überhaupt.  Bestaunen Sie die japanische Kunst des Blumenarrangierens – Ikebana-. Durch das Arrangement stellt der Gestalter sowohl sein Verhältnis zur Natur als auch seine jeweiligen Gefühle dar, die ihn während des Gestaltens bewegen. Genießen Sie die Vielzahl des Sortiments auf der Gartenwelt und lassen Sie sich für ihren Garten, Balkon oder Ihre Terrasse insperieren. Gönnen Sie sich eine Pause im Schlossgarten mit leckeren Köstlichkeiten und schauen Sie dem Koch der „Bio-Show-Küche“ über die Schulter und verkosten seine lukullischen
Experimente.
Ihre Einkäufe können Sie in der „Pflanzengarderobe“ zwischenlagern um dann weiter unbeschwert über die Gartenwelt zu bummeln.

Termine der Gartenwelt:
16. – 17. April 2011, Schloss Diedersdorf, Kichplatz 5 – 6, 15831 Diedersdorf
21. – 22. Mai 2011, Schloss & Gut Liebenberg, OT Liebenberg, 16775 Löwenberger Land
25. – 26. Juni 2011, Stadtgut Leipzig Mölkau, Kelbestr. 3, 04316 Leipzig

Öffnungszeiten: Sa + So 10 – 18 Uhr
Eintritt: 6 Euro, Kinder bis 12 Jahre frei

A10 Center in Wildau bei Berlin – Neubau eröffnet am Mittwoch

05.04.2011

Neubau  vom A10 Center mit zusätzlicher Einkaufspromenade eröffnet am Mittwoch

Rund 200 Fachgeschäfte, Cafés und Restaurants am südlichen Berliner Ring
60-Mio.-Euro-Investition +++ über 1.000 Arbeitsplätze

Das A10 Center bei Berlin

Wildau, 5.4.2011 –
Premiere in Wildau bei Berlin: Am Mittwoch, 6. April 2011, um 8 Uhr eröffnet die neue Einkaufspromenade des A10 Centers am südlichen Berliner Autobahnring mit mehr als 60 zusätzlichen Shops, Cafés und Restaurants. Damit verfügt das modernisierte A10 Center jetzt über insgesamt rund 200 Fachgeschäfte, Gastronomie- und Servicebetriebe auf ca. 66.000 qm Verkaufsfläche. Mehr als 1.000 Menschen werden zukünftig in der Einkaufsgalerie arbeiten – etwa 400 mehr als bisher. Das Investitionsvolumen für den Neubau und die Modernisierung des Bestandscenters beträgt rund 60 Millionen Euro. Das 1996 eingeweihte A10 Center befindet sich seit Anfang vorigen Jahres im Eigentum der Deutschen EuroShop und wird seitdem von der europäischen Shopping-Center-Marktführerin ECE gemanagt. Es zählt zu den größten und bekanntesten
Einkaufszentren in Berlin und Brandenburg.

Feierlich eröffnet wird der neue Centerbereich am Mittwochmorgen (6.4.2011, 8 Uhr) mit dem Durchschneiden des roten Bandes. Mit dabei sein werden der Landrat des Dahme-Spreewald-Kreises, Stephan Loge, Wildaus Bürgermeister Dr. Uwe Malich sowie Centermanager Lutz Heinicke.

Viele neue Ladenkonzepte im A10 Center

Mit dem Neubau und der Modernisierung des Bestandscenters, das noch bis zum Herbst dieses Jahres schrittweise umstrukturiert wird, präsentiert sich der Branchen- und Mietermix im A10 Center ganz neu ausgerichtet. Neben den bereits ansässigen Fachgeschäften wie Real, Karstadt sports, P&C, C&A, H&M, Esprit, MediMax und Bauhaus bereichern jetzt viele neue Ladenkonzepte das Angebot. Bei der Neuvermietung hat die ECE besonderen Wert auf junge und hochwertige Mode gelegt. Zu den Neumietern gehören im Modebereich u. a. Tommy Hilfiger, Jack Wolfskin, Jack & Jones, Kookai, Mexx, Marc O’Polo, S.Oliver, Street One, Cecil, G-Star Raw, Bench und Zero. Dazu kommen weitere neue Fachgeschäfte wie zum Beispiel Tamaris (Schuhe), Triumph (Lingerie), Rossmann (Drogerie), Fielmann (Optiker), myToys (Spielwaren), Depot (Wohn-Accessoires), Blume 2000 sowie ein Nordsee-Restaurant und Eis Hennig.

Von den bereits im A10 Center ansässigen Mietern haben einige ihre Geschäftsflächen zum Teil erheblich vergrößert – so zum Bei-spiel die Buchhandlung Thalia, das Schuhhaus Görtz, die Parfümerie Douglas, der Juwelier Christ oder der Optiker Apollo.
 
Neben Einzelhandel verfügt das „A10“ über vielfältige Freizeitangebote wie beispielsweise ein Kino (12 Säle), ein Bowling-Center (32 Bahnen), ein Fitness-Center sowie das „Bam-booland“ für Kinder.

Modernes Mall-Design

Besonders spektakulär ist die moderne Innengestaltung des neuen Centerbereichs mit einer großen ellipsenförmigen Eingangshalle und zwei eleganten Ladenstraßen, in denen stilisierte Bildmotive Sehenswürdigkeiten aus Berlin und Brandenburg zeigen. Ein innovatives Farb- und Lichtkonzept sowie gemütlich gestaltete Verweilzonen runden das moderne Mall-Design ab.

Rund 4.000 Besucher-Parkplätze

Im Einzugsgebiet des A10 Centers, das nach der Gesamtfertigstellung über ca. 4.000 kostenlose Pkw-Stellplätze verfügen wird, leben insgesamt mehr als 3,8 Millionen Menschen. In unmittelbarer Nähe der Einkaufsgalerie entsteht der neue Hauptstadt-Airport „Berlin Brandenburg International“ (BBI).
 
Kundenfreundlichkeit und Service

Kundenfreundlichkeit und Service stehen bei der ECE im Mittel-punkt. Um den Besuch im „A10“ immer wieder zu einem inte-ressanten Erlebnis werden zu lassen, organisieren Centermanager Lutz Heinicke und sein Team vielfältige Veranstaltungen, hochwertig inszenierte Aktionen, Events und Ausstellungen. Zu den Serviceangeboten im A10 Center zählen u. a. eine Kundenin-formation in der Ladenstraße, eine Kundenlounge mit Internetzugang, eine Touristeninformation, ein Kinder-Buggy-Verleih, Center-Gutscheine und eine Center-Zeitung.

Deutsche EuroShop – die Shoppingcenter AG

Die Deutsche EuroShop ist Deutschlands einzige Aktiengesell-schaft, die ausschließlich in Shoppingcenter an erstklassigen Standorten investiert. Sie ist zurzeit an 18 Einkaufscentern in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn beteiligt. Der Markt-wert der überwiegend in Innenstädten liegenden Center beläuft sich auf 3,3 Milliarden Euro.
ECE – ein starker Partner
Die ECE entwickelt, plant, reali¬siert, vermietet und managt seit 1965 große Shopping-Center und ist mit 132 Einkaufsgalerien im Management und Aktivitäten in 15 Ländern europäische Marktführerin auf die¬sem Gebiet. In allen ECE-Centern zusammen erwirt-schaften ca. 14.000 Einzelhandelsmieter auf einer Verkaufsfläche von insgesamt ca. 4,2 Millionen qm einen Jahresumsatz von rund 15,3 Milliarden Euro. Zu diesen Centern zählen in Berlin u. a. die Potsdamer Platz Arkaden, das Ring-Center, das Eastgate, das Gesundbrunnen-Center und das Linden-Center. Weitere ECE-Ein-kaufsgalerien sind die Promenaden im Hauptbahnhof Leipzig, das Stern-Center in Potsdam, der Limbecker Platz in Essen und die Altmarkt-Galerie in Dresden. 20 weitere Shopping-Center sind europaweit in Bau oder Planung, darunter u. a. die Thier-Galerie in Dortmund, das Forum Mittelrhein in Koblenz, das Skyline Plaza in Frankfurt am Main, das Quartier am Mailänder Platz in Stuttgart, die Galeria Kaskada in Stettin (Polen), das Árkád in Szeged (Un-garn) und der Marmara Park in Istanbul (Türkei).
( Pressemitteilung)

Brandenburger Polizei steigert Aufklärungsquote

03.03.2011

In Brandenburg sind im vergangenen Jahr mehr Straftaten aufgeklärt worden. Wie Innenminister Dietmar Woidke heute in Potsdam erläuterte, konnte die Polizei die Ermittlungen zu mehr als 110.300 Straftaten erfolgreich abschließen. Die Aufklärungsquote erhöhte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 54 Prozent. Insgesamt wurden fast 73.000 Tatverdächtige ermittelt; das bedeutete einen Anstieg um 0,5 Prozent. Die Zahl der Straftaten erhöhte sich leicht um 1,9 Prozent auf gut 204.000 (2009: 200.474) Fälle. Im Bereich der politisch motivierten Kriminalität (PMK) sank die Zahl der Straftaten um rund 28 Prozent auf 1.466 (2.040) Fälle. Das ist der niedrigste Stand seit Einführung des neuen PMK-Definitionssystems im Jahr 2001.

Keine Trendumkehr bei allgemeiner Kriminalitätsentwicklung

Woidke betonte: „Die leichte Zunahme der Gesamtstraftaten ist kein Zeichen einer Trendumkehr. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass es derartige Schwankungen immer wieder gibt. Grundsätzlich ist nicht mit einer Änderung der langjährig rückläufigen Entwicklung zu rechnen. Seit 1994 verzeichnen wir einen Rückgang von 37,8 Prozent bei der Gesamtzahl der Straftaten. Das ist ein Minus von gut 124.000 Straftaten.“

Ausschlaggebend für die leichte Zunahme der Straftaten war nach Angaben Woidkes die Entwicklung bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten mit einem Plus von rund 7.000 Straftaten. Eine Steigerung um ein Prozent auf 81.240 (80.450) Straftaten gab es auch bei der Diebstahlkriminalität. Dagegen waren die Kinder- und Jugendkriminalität, Gewaltkriminalität sowie Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung rückläufig.

Zuwachs bei Vermögens- und Fälschungsdelikten sowie Diebstahl

Jede fünfte Straftat war 2010 ein Vermögens- oder Fälschungsdelikt. Zu dem deutlichen Anstieg trug insbesondere ein Großverfahren mit 2.100 Einzelfällen von Urkundenfälschung bei. Vermehrt musste sich die Polizei aber auch mit Betrugsfällen befassen. Der Anstieg von 20,1 Prozent auf 28.263 (23.532) Fälle folgte hier einem bundesweiten Trend. „Die Ausweitung des Internethandels spielt hierbei eine wichtige Rolle. Die Zahl der Straftaten, bei denen das Internet als Tatmittel benutzt wurde, hat sich in den vergangenen sechs Jahren fast verdoppelt“, sagte Woidke. Er rief die Bürger zu einem sorgsamen Umgang mit ihren Daten im Internet auf. „Viele Nutzer machen es Betrügern zu leicht.“ Im Jahr 2010 verzeichnete die Polizei 8.851 (6.827) Fälle von Internetkriminalität.

Bei den Diebstahldelikten stechen vor allem Kfz-Diebstahl mit einem Plus von 22,6 Prozent auf 4.068 Fälle und Tageswohnungseinbrüche mit einem Plus von gut 50 Prozent auf rund 1.300 Fälle, 2009 = 865, besonders hervor. Woidke betonte, die Polizei nehme die Entwicklung bei Tageswohnungseinbrüchen „sehr ernst“. „Die Straftaten berühren das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger in besonderer Weise, denn sie stellen eine erhebliche Verletzung der Privatsphäre dar“, sagte der Minister. Er verwies auf die Arbeit einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe (GEG) mit Berlin, denn die nach Polizeiermittlungen zumeist bandenmäßig arbeitenden Straftäter agieren grenzübergreifend in beiden Ländern. Die Polizei biete zudem fachkundige und unabhängige Beratung, wie die eigene Wohnung gegen Einbrecher geschützt werden könne.

Wie Woidke weiter erläuterte, beschränkt sich die Zunahme des Kfz-Diebstahls nicht allein auf den Grenzbereich, sondern erstreckt sich auf das gesamte Land. „Dabei haben wir es mit organisierten, geplanten und gut vorbereiteten Straftaten von Tätergruppen zu tun, die grenzüberschreitend operieren. Objekte des Diebstahls sind bevorzugt deutsche Volumenmodelle.“ Der Minister versicherte, die Polizei werde alle Möglichkeiten nutzen, um die Entwicklung zu stoppen. Wichtig seien dafür eine gute Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden über das Zentrum der gemeinsamen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Swiecko sowie die Kooperation mit Bundespolizei und Zoll.

Kinder- und Jugendkriminalität geht zurück

Als „erfreulich“ bezeichnete der Innenminister den Rückgang der Kinder- und Jugendkriminalität. Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen unter 21 Jahren sank um 8,5 Prozent auf 16.282 (17.798) Personen. Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen sank auf 22,3 (24,5) Prozent. Vor zehn Jahren (2000) hatte der Anteil noch 33,7 Prozent betragen.

Auch weniger Gewaltstraftaten und Sexualdelikte

Auch die Zahl der Gewaltstraftaten insgesamt ging weiter um 1,8 Prozent auf 5.067 Fälle (5.161) zurück und sank damit auf das niedrigste Niveau seit 1994. Hier erhöhte sich zugleich die Aufklärungsquote auf fast 80 (77,7) Prozent. Auch die Fälle von Straßenkriminalität verringerten sich um 2,1 Prozent auf gut 43.759 (44.728) Fälle. Einen Rückgang gab es ebenso bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Ihre Zahl nahm um knapp 12 Prozent auf 1.547 (1.755) Fälle ab. Die Aufklärungsquote lag mit 83,4 Prozent (83,9) in etwa auf Vorjahresniveau. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Vergewaltigungen mit 25 Prozent auf 188 Fälle (2009: 251) aus.

Abwärtstrend bei politisch motivierter Kriminalität

Im Bereich der politisch motivierten Kriminalität gab es im vergangenen Jahr Rückgänge sowohl bei rechts- wie linksmotivierten Straftaten. Rechtsmotivierte Straftaten sanken um ein Fünftel auf 1.141 (1.422) Fälle. Dabei handelte es sich zum deutlich überwiegenden Teil (knapp 70 Prozent) um so genannte Propagandadelikte wie das Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen oder Verwendung von deren Kennzeichen. Die Zahl der linksmotivierten Straftaten sank von 260 auf 181 Fälle. Der größte Teil dieser Straftaten, nämlich 140 Fälle, war dem Themenfeld ‚Konfrontation gegen Rechts’ zuzuordnen.

Die Zahl politisch motivierter Gewaltstraftaten blieb mit 96 (97) Fällen in etwa auf Vorjahresniveau. Rechtsmotivierte Gewaltdelikte gingen leicht um drei auf 66 Fälle zurück. Damit setzte sich die seit 2004 anhaltende rückläufige Entwicklung fort. Linksmotivierte Gewaltdelikte erhöhten sich um vier auf 30 (26) Fälle). 86 Prozent der rechtsmotivierten Gewaltdelikte und 80 Prozent der linksmotivierten Gewaltstraftaten wurden aufgeklärt.

„Die nachhaltige Bekämpfung politisch motivierter Kriminalität bleibt eine vorrangige Aufgabe der Polizei. Der Rechtsextremismus ist und bleibt dabei erkennbar die Hauptherausforderung“, unterstrich Woidke. Die Polizei werde den Aufklärungs- und Verfolgungsdruck gegenüber den extremistischen Szenen hoch halten. „Das konsequente Handeln der Polizei gegen politisch motivierte Straftäter – und hier insbesondere gegen Gewalttäter – ist auch eine wichtige Unterstützung des zivilgesellschaftlichen Engagements für Demokratie und Toleranz. Der Staat unterstreicht damit deutlich die demokratische Werteordnung“, fügte der Innenminister hinzu.
( Pressemitteilung Land Brandenburg / Foto: © Andrea Seemann  )