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Ausstellung informiert über EFRE-Förderung

25.08.2010

Die Wanderausstellung „EFRE. Brandenburg in Bestform.“ informiert an 30 Standorten in Brandenburg über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Ausstellung wird ab 26. August 2010 in Beeskow zu sehen sein.

Wie stärkt eigentlich die EU-Förderung Brandenburg? Welche Ziele werden bei der Förderung in den nächsten Jahren verfolgt? Diesen und weiteren Fragen widmet sich eine Wanderausstellung des brandenburgischen Wirtschaftsministeriums, die von der ILB organisiert worden ist. Anhand von Förderbeispielen aus der Region wird in der Ausstellung erklärt, wie europäische Fördermittel – und damit auch deutsche Steuergelder – in Brandenburg eingesetzt werden.

Ort:                 Landkreis Oder-Spree, im Atrium, Breitscheidstrasse 7, 15848 Beeskow
Ausstellungsdauer:         26.08.2010 – 28.09.2010

Die Ausstellung tourt bis Oktober 2010 und wird an 30 öffentlichen Orten im Land Brandenburg zu sehen sein. Großformatige Fotografien illustrieren Förderbeispiele auf den eigens für die Ausstellung entworfenen Aluminiumtafeln. So wie die Tafeln – angelehnt an Scharniere – ineinander greifen, sind auch die einzelnen Ziele und Handlungsschwerpunkte eng miteinander verbunden: Regionale Entwicklung funktioniert nicht ohne Wirtschaft, Forschung, Stadtentwicklung oder Kultur.

„In der aktuellen Förderperiode 2007–2013 stehen Brandenburg rund 1,5 Milliarden Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Davon wurden bereits mehr als 600 Millionen Euro für rund 2.300 Projekte zugesagt. Diese Mittel sind eine wichtige Säule zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes. Die Ausstellung zeigt ganz plastisch, welche Wirkung die europäische Förderung in unserer Region entfaltet. Möge sie dazu beitragen, Brandenburg noch enger mit Europa zu verbinden und noch mehr Menschen in Brandenburg zu inspirieren, das Land ebenfalls mit guten Ideen voranzubringen“, erklärt Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten,anlässlich der Ausstellung.

Die Wanderausstellung ist Teil der Informationskampagne „EFRE. Gute Perspektiven für starke Ideen.“ Diese informiert über die Möglichkeiten der EFRE-Förderung in Brandenburg. Initiiert vom Ministerium für Wirtschaft, wird sie von der Europäischen Union und dem Land Brandenburg finanziert und von der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) umgesetzt. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
(Pressemitteilung)

Blindes Vertrauen – Bilder als Seismographien des Unsichtbaren

10.09.-16.10.2010

(Pressemitteilung)
Eröffnung: Freitag, 10. September, 19 Uhr
Preview für die Presse: Freitag, 10. September, 17 Uhr

Francesc Abad, Jumana Emil Abboud, Monika Anselment, Renaud Auguste-Dormeuil, Antonia Bisig, Pep Dardanyà, Toni Giró, Mira Bernabeu, Simeon Saiz Ruiz, Quim Tarrida, Anna Simone Wallinger

Die Ausstellung »Blindes Vertrauen – Bilder als Seismographien des Unsichtbaren« thematisiert die sog. »blinden Flecken« in der historischen, politischen und sozialen Selbstwahrnehmung moderner Gesellschaften. Elf internationale KünstlerInnen verhandeln jene neuralgischen Punkte des Verbergens bzw. der Unsichtbarkeit zentraler Problematiken, deren kollektive Ausblendung signifikant für den Zustand einer Gesellschaft und ihre innere und äußere Positionierung ist. Im Rahmen legitimierter offizieller Bildpraktiken von Staat, Gesellschaft, Medien und Kunst finden sowohl bewusste als auch unbewusste Selektionsprozesse statt. Diese räumen bestimmten Kontexten eine prominente und umfassende Sichtbarkeit ein, während sie anderen diese dezidiert entziehen und so eine Korrektur von Lesbarkeiten und Sichtbarkeiten vornehmen. Gerade in zunehmend sich medial artikulierenden Gesellschaften fordern großenteils ökonomisierte Bilderpolitiken deshalb zu einer eingehenden Analyse von Aus- und Überblendungen auf.
Den elf Künstlerinnen und Künstlern gemeinsam ist ihre Fokussierung auf spezifische Themen und die Entwicklung experimenteller Arbeitsansätze an der Schnittstelle zwischen Analyse und Dokumentation. Sie begreifen ihre künstlerische Produktion als gesellschaftliche Forschungsarbeit, die prozesshaft entsteht und in visuell und haptisch erfahrbaren Ergebnissen repräsentiert wird. In den versammelten Arbeiten der Ausstellung findet man insofern seismographisch genau die Aufdeckung jener Punkte, die in der Selbstwahrnehmung der jeweiligen gesellschaftlichen Identitäten nicht vorkommen oder dezidiert ausgeblendet werden. Dazu gehören z. B. militärische und strukturelle Gewalt, der Umgang mit Flüchtlingen und MigrantInnen oder historische (Dis-)Kontinuitäten. Ausgehend von den subjektiven Erfahrungen der KünstlerInnen sind dabei insbesondere die Untersuchung der Gründe und Ursachen für den Prozess des gesellschaftlichen Verbergens und ihre erfahrbare Offenlegung von Interesse.
Insofern stellen die künstlerischen Arbeiten der Ausstellung den Versuch dar, diesen »blinden Flecken« zu einer neuen Sichtbarkeit zu verhelfen, sie zu dekodieren und sie aus interdisziplinärer Perspektive zu untersuchen. Gleichwertig zu den bildkünstlerischen Arbeiten steht deshalb die enge Verbindung mit einem diskursiv angelegten Begleitprogramm, das literarische und wissenschaftliche Perspektiven in die zentralen Fragenkomplexe der Ausstellung einbindet.

Kuratiert von Monika Anselment und Magdala Perpinyà.

1. Termin der begleitenden Veranstaltungsreihe »Legendäre Wahrheiten«:
Di 14. 9., 20 Uhr: »Kunst und Krieg« Diskussion mit Àngel Quintana und Simeón Saiz Ruiz
Weitere Temine werden wir Ihnen gesondert zuschicken.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog (196 Seiten).

Gefördert durch das Institut Ramon Llull, das spanische Außen¬ministerium, das spanische Kultusministerium, SEACEX Sociedad Estatal para la Acción Cultural Exterior, die Botschaft von Spanien, das Institut français – Bureau de la création artistique – Arts plastiques und Culturesfrance.