08.10.2009 16: 45 Uhr
Schwimmhalle Helene-Weigel-Platz nach Sanierung wieder geöffnet
Fast zwei Jahre Bauzeit und sechs Millionen Euro Kosten
Marzahn erhält ein runderneuertes Schwimmbad
Berlin, 8. Oktober 2009 – Nach fast zweijähriger Bauzeit öffnete heute die Schwimmhalle Helene-Weigel-Platz (-Helmut Behrendt-) in Marzahn wieder. Sportsenator Dr. Ehrhart Körting gab das Signal zum Anbaden in der rundum sanierten Halle geben. Diese Sanierung ist der bisher umfangreichste und teuerste Einzelposten im Rahmen des Bäder-Sanierungsprogramms des Senats. “Die insgesamt sehr schwierigen Bauarbeiten waren viel aufwändiger als angenommen”, erklärte Dr. Körting, zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats der Berliner Bäder-Betriebe (BBB). Knapp zwei Millionen Euro sollte die Sanierung kosten, jetzt sind sechs Millionen Euro verbaut.
“Die Ursache für die gestiegenen Kosten waren die großen Schäden an der Halle, die wir erst entdeckten, als die Handwerker loslegten”, sagte Dr. Klaus Lipinsky, Vorstandsvorsitzender der BBB. Die Schäden in der Stahlbetonkonstruktion der Halle waren so massiv, dass zwischenzeitlich sogar ein Abriss drohte. Erst nach eingehender Untersuchung der Bun-desanstalt für Materialprüfung (BAM) konnte grünes Licht für eine Sanierung gegeben werden.
Fast ein Jahr lag die Baustelle brach, einerseits wegen des Baustopps aufgrund der Einsturzgefahr, andererseits weil nicht klar war, woher das zusätzliche Geld kommen sollte. “Mit Unterstützung durch die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung, Sport und Finanzen erhielten wir Fördergelder aus dem Investitionspakt”, erläuterte Michael Schenk, Finanz-Vorstand der BBB, “sodass wir nun unseren Kundinnen und Kunden eine fast neue Halle präsentieren können.”
Auch energetisch ist das Bad nun auf dem neuesten Stand. Eine im Durchschnitt 16 Zentimeter dicke Dämmschicht klebt jetzt an den Wänden und liegt auf dem Dach. Sie trägt ganz wesentlich dazu bei, dass die Schwimmhalle künftig viel weniger Energie verbraucht. So soll der Verbrauch von Fernwärme um 25 Prozent sinken und der Ausstoß von 20 Prozent weniger klimaschädlichem Kohlendioxid ist möglich.
Nun können die Kundinnen und Kunden der Berliner Bäder-Betriebe wieder in dem 50-Meter-Becken ihre Bahnen ziehen und die Kinder im Nichtschwimmerbecken planschen. Die Bauarbeiten an der Sauna sind noch voll in Gang und werden erst im kommenden Jahr abgeschlossen sein. “Auch wenn noch weiter gearbeitet wird: Wir wollten die Marzahner nicht mehr länger auf dem Trockenen sitzen lassen”, sagt Dr. Lipinsky, “deshalb öffnen wir die Halle zum schnellstmöglichen Zeitpunkt.”
Mehr Schwimmhallen in Berlin
Tag der offenen Tür in Schöneberg
Stadtbad Mitte drei Wochen früher geöffnet
Die Sanierung der Berliner Bäder geht unterdessen weiter. Die Bauarbeiten laufen im Stadtbad Schöneberg, sowie den Schwimmhallen Zingster Straße (Hohenschönhausen) und Ernst-Thälmann-Park (Prenzlauer Berg). Im Stadtbad Schöneberg bieten die BBB am 7. November einen Tag der offenen Tür an, damit sich die Kundinnen und Kunden selber ein Bild von den Bauarbeiten machen können. Gute Nachrichten gibt es für die Gäste des Stadtbades Mitte: Die Bauarbeiter kommen deutlich schneller voran, sodass die BBB das beliebte Bad in der Gartenstraße bereits wieder am 9. November öffnen können – drei Wochen früher als zuletzt geplant.
(Eine Pressemitteilung der Berliner Bäderbetriebe!)
Tags: Gesundheit von Tkni
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