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Das Rätsel bleibt

14.02.2010 11:15 Uhr

Das Rätsel bleibt mit Arbeiten von
Christiane Meyer, Matthias Müller, Björn Warwas
26. Februar – 3. April 2010
Eröffnung: Freitag, 26. Februar, 19 Uhr

Wie entsteht Kunst? Mit dieser ebenso naheliegenden wie komplexen Frage haben sich Christiane Meyer, Matthias Müller und Björn Warwas in einem Zeitraum von über einem Jahr auseinandergesetzt. In der gemeinsam konzipierten Ausstellung »Das Rätsel bleibt« zeigen die drei KünstlerInnen erste Einblicke in ihre jeweiligen Zugangswege zu diesem Thema und die verschiedenen Konzepte einer vorwiegend malerischen und zeichnerischen Annäherung.

Die Frage, wie die Entstehung von Kunst in der Kunst selbst thematisiert werden kann, hat bereits Generationen von Künstlern, Schriftstellern und Musikern beschäftigt. Dabei spielt nicht nur die Beschäftigung mit Kunst- und Geistesgeschichte eine zentrale Rolle, sondern ebenso die Befragung der eigenen Wahrnehmungsstrukturen und subjektiver Reflexionsschritte sowie die analytische Durchdringung verschiedensten Materials und künstlerischer Formate.

Wesentlich an den Arbeitsansätzen von Christiane Meyer, Matthias Müller (beide Preisträger Deutscher Kritikerpreis 1998) und Björn Warwas sind ihre konzeptionellen und seriellen Arbeitsmethoden, in denen der Prozess der Entstehung selbst zum Gegenstand der Bildfindungen wird. Material und Tücke, Alltag und Poesie, Physik und Biologie, »Zufall« und Vergänglichkeit sind exemplarische Bereiche, die sich als »Wurzeln der Ideen« auf die künstlerische Arbeit ebenso auswirken können wie der Einsatz von Pinsel und Zeichenstift, von Ölfarbe oder Graphit. Die aufmerksame Beobachtung der eigenen Gedanken und Ideen, der sowohl intuitiven wie assoziativen Vorgänge, die den Arbeitsprozess begleiten, wird in Form einer komplexen Versuchsanordnung als wesentlicher Teil der Arbeit selbst verstanden und führt zu einer ebenso analytischen wie poetischen Gesamtsicht.

Christiane Meyers Serie »Der Mensch ist ein feinfühliges Wesen« begreift die menschliche Figur als Thema eines Arbeitsansatzes, in dem eine Reihe von äußerst reduzierten Zeichnungen multipler Figurenkonstellationen entwickelt wird. Gerade die Unmittelbarkeit des Zeichnens und das bewusste Ausschalten jeglicher Kontrollmechanismen lassen außerordentlich deutliche Bilder der inneren Vorstellung entstehen, in denen tiefenpsychologische Phänomene und »objektiver Zufall« als Co-Autoren bei der Hervorbringung einer »gedanklichen Materie« offengelegt werden. Strenge Motivbeschränkung und konsequent serielles Arbeiten entwerfen einen bemerkenswert anschaulichen Diskurs vielfältiger künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten.

Matthias Müllers jüngste Werkgruppe »Die Wurzeln der Ideen oder Türen sind aus der Mode« thematisiert die Wechselwirkungen zwischen gedanklich-poetischer Idee, dem Unbewusst-Spontanen und dem Malmaterial selbst. Immer wieder ist es das beziehungsreiche Verhältnis zwischen Wort und Bild, das Arbeiten in jenem Assoziationsraum von Gedankensplittern, Wortkombinationen und Bildzeichen, in dem Matthias Müller der nicht zu leugnenden Entstehung von Sinn und Bedeutung als evidentem Geheimnis einer »gespannten Leere« gerade durch den Einsatz sprachlicher Alltagsbegriffe nachgeht. Daraus entstehen poetische Annäherungen an Sinnstrukturen, ohne deren Geheimnisse preiszugeben.

Die jüngsten Malereien von Björn Warwas setzen sich mit der Bedeutung des Zufalls in Hinblick auf Bildaufbau, Komposition und Malprozess auseinander und verbinden dieses stochastische Interesse mit der Aufmerksamkeit auf die Rolle des Beobachters bei der Veränderung des Beobachteten. Mit thematischen Anleihen aus mechanischer Physik und Quantenmechanik entwickelt Warwas künstlerische Versuchsanordnungen, in denen er sich spielerisch mit verschiedenen Aggregatzuständen der Masse beschäftigt. Die Bildmotive generieren sich dabei aus unterschiedlichsten Quellen und können sowohl organischen als auch physikalisch-mathematischen Ursprungs sein.
Freitag, 5. März, 19 Uhr:

Rundgang durch die Ausstellung »Das Rätsel bleibt« mit Christiane Meyer, Matthias Müller und Björn Warwas. Der Eintritt ist frei.
Pressemitteilung des 
Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord
Turmstraße 75
10551 Berlin
Fon 030/ 9018-33453

Verstärkte Alkohol- und Drogenkontrollen im Straßenverkehr am Karnevalswochenende in Berlin

14.02.2010 – 11:10 Uhr

Anlässlich des bevorstehenden Höhepunktes der Karnevalszeit nahm die Berliner Polizei gestern am Tage sowie in der vergangenen Nacht im gesamten Stadtgebiet Schwerpunktkontrollen zur Verfolgung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr vor und überprüfte dabei Fahrzeugführer gezielt auf ihre Fahrtüchtigkeit.

Ziel war es, gerade am diesem Wochenende, das erfahrungsgemäß – inzwischen auch in Berlin – von einer Vielzahl karnevalsbezogener Veranstaltungen und Feierlichkeiten geprägt ist, mit verstärkter Verkehrsüberwachung einen Anstieg der Alkohol- und Drogenunfälle zu verhindern.

Insgesamt sind bei den Kontrollen 5.961 Fahrzeugführer überprüft worden. 39 Fahrer waren deutlich alkoholisiert, 23 von ihnen galten mit einem Alkoholwert von mehr als 1,1 Promille sogar als absolut fahruntüchtig – der höchste Promillewert betrug 1,70.

Darüber hinaus erkannten die besonders geschulten Beamten bei 46 weiteren Fahrern eine Drogenbeeinflussung. Den betroffenen Fahrzeugführern wurde die Weiterfahrt untersagt. Sie müssen nun mit empfindlichen Geldbußen, Führerscheinentzug und Fahrverboten rechnen.

Insgesamt wurden 31 Fahrzeugführer angetroffen, die nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis waren, bei weiteren sechs kontrollierten Fahrzeugen bestand kein Versicherungsschutz. In 761 Fällen schrieben die Beamten Ordnungswidrigkeitsanzeigen.

Der 33-jährige Fahrer eines „Opel Vectra“ fiel den Beamten gestern Abend gegen 20 Uhr 45 an der Kreuzung Müller- Ecke Gerichtsstraße in Wedding auf, weil er während der Fahrt mit einem Handy telefonierte. Als die Polizisten den Mann und dessen Fahrzeug kontrollierten, fanden sie rund ein Kilogramm Cannabis und eine größere Summe Geld. Nach der Beschlagnahme musste sich der Kreuzberger einer erkennungsdienstlichen Behandlung sowie einer Blutentnahme unterziehen und sieht nun einem Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln entgegen.
( Pressemitteilung der Berliner Polizei vom 13.02.2010!)