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Ausstellung: Das Kulturhaus Karlshorst – Gestern ∙ Heute ∙ Morgen

Berlin, den 01.04.2009

Abschied mit Ausblick

Am 18. April um 19 Uhr eröffnet Kulturstadträtin Katrin Framke die Ausstellung „Das Kulturhaus Karlshorst – Gestern ∙ Heute ∙ Morgen“. Anlass ist die Schließung des traditionellen Hauses an der Treskowallee 112.
Wegen seines inzwischen bedenklichen baulichen Zustandes wurde 2006 ein Interessenbekundungsverfahren für einen Neubau angeregt, und 2008 ist durch die BVV Lichtenberg das Ende für das alte Haus beschlossen worden. An gleicher Stelle soll ein Haus entstehen, das der traditionell mit diesem Ort verbundenen Kultur eine neue Heimstätte bietet. Ein Abschied, der einen vorläufigen Schlussstrich unter die Geschichte einer vielfältigen Kultur an diesem Ort zieht.

Das Gebäude wurde 1897 als Tanz- und Vergnügungslokal errichtet, diente nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vorübergehend als „Haus der sowjetischen Offiziere“ und wurde 1966 als Kreiskulturhaus des Bezirkes Lichtenberg eröffnet u.a. mit Kinderbibliothek, Studio für Schmalfilmamateure, Tanzveranstaltungen, Diskotheken, Club-Gaststätte, musikalisch-literarischen und populärwissenschaftlichen Programmen und dem Jugendkabarett „Laterna Satirica“. Hier traten populäre Künstler auf. Im Haus befand sich die erste Musikschule in Lichtenberg. Seit 1971 gibt Christa Braselmann Kurse zur bildenden Kunst. Und das Kulturhaus entwickelte sich seit 1974/75 zu einer Kultstätte für Jazz und Dixieland mit in- und ausländischen Bands.
Inzwischen zählt das Haus zu den letzten kommunalen Kulturhäusern in Berlin. Hier begegnen sich Bürger des Ortsteils, des Bezirkes und der Stadt. Das Kulturhaus offeriert nach wie vor zahlreiche Angebote, z.B. Ausstellungen, Konzerte und Lesungen sowie Dokumentarfilm- und Theatervorstellungen. Die Räumlichkeiten im Haus stehen vielen Lichtenberger Vereinen für ihre Proben und Aufführungen offen. 2005 wurde die “Galerie Carlshorst” als Fachgalerie für internationale Fotografie und Grafik eröffnet.

Die Ausstellung „Das Kulturhaus Karlshorst – Gestern ∙ Heute ∙ Morgen“ zeigt vom 20. April bis zum 9. Juni Bilder und Dokumente zur Geschichte und zur Zukunft des Hauses, außerdem Fotografien von Volkhard Kühl von zahlreichen Jazzkonzerten, von Manfred Krause aufgenommene Bilder aus dem Kulturleben 2005/06 und Malerei aus den Kursen von Christa Braselmann.
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 16 Uhr
(Pressemitteilung Land Berlin)

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Vattenfall plant Biomasse-Kraftwerk an der Rummelsburger Bucht

Berlin, den 12.03.2009

Lichtenbergs Wirtschaftsstadtrat Dr. Andreas Prüfer erklärt:

„Die Entscheidung der Vattenfall Europe Berlin, in Berlin-Lichtenberg am Standort des Kraftwerks „Georg Klingenberg“ kein riesiges Steinkohlekraftwerk zu bauen, kommt nicht überraschend.
Die vielen intensiven Gespräche des Senats, aber auch des Bezirksamtes mit Vertretern des Konzerns, in denen neben der Klimastrategie Berlins vor allem auch die Ablehnung des Projekts durch die Anwohnerinnen und Anwohner eine Rolle spielte, haben beim Konzern ein Umdenken bewirkt. Das deutete sich seit einem Jahr an.

Das ist ein Erfolg der Stadt und vor allem von engagierten Bürgerinnen und Bürgern in Lichtenberg.

Als Wirtschaftsstadtrat für Lichtenberg begrüße ich es, dass am Energie- und Industriestandort in Rummelsburg auch künftig Energie erzeugt werden soll – und das weitgehend auf Basis regenerativer Rohstoffe. Neben den schon angezeigten Gaskraftwerken in Marzahn und Lichterfelde sollen hier zwei Biomasseanlagen in Kraft-Wärme-Kopplung konzipiert werden.
Solch ein Plan entspricht augenscheinlich eher den Anforderungen der Gegenwart als ein stromgeführtes Steinkohlekraftwerk. Noch ist nicht klar, wann und wie dieses Konzept realisiert werden soll, so dass eine endgültige Bewertung nicht gegeben werden kann.

Das Bezirksamt kann die Forderung, planungsrechtliche Voraussetzungen für eine alternative Fernwärmeversorgung zu schaffen, nun konkret annehmen.

Pressemitteilung Bezirk Lichtenberg