Bären für den Weltfrieden: Die Berliner Buddy Bären

Sie stehen in Metropolen rund um den Globus, in Los Angeles, New York, Peking, Warschau, Hong Kong - und natürlich in Berlin.
Die Berliner Buddy Bären
Die Buddy Bären in Berlin - Foto © Diezer
Meist stehend, aber manchmal auch liegend oder sitzend bevölkern sie Gehsteige und Plätze, Vorgärten und die Eingangsbereich großer wie kleiner Unternehmen. Viele hundert Buddy Bären haben es inzwischen auf alle Kontinente geschafft. Prominente, Künstler und Kinder haben sie bemalt. Sie sind Touristenattraktion und "modernes Wappentier Berlins", wie Initiatorin Eva Herlitz sagt, die die Buddy Bären seit Jahren zu Gunsten der Hilfe für notleidende Kinder auf Welttournee schickt.

Was sind die Buddy Bären?


Im Juni 2001 tauchten die individuell gestalteten Bären aus Glasfaser zum ersten Mal auf Berlins Straßen und Plätzen auf. Mal tragen sie nur ganz wenige Farbspritzer im Fell, mal sind sie knallbunt angemalt. Aber vor allem ist er immer fröhlich, immer freundlich, immer witzig. Kein Wunder, dass sie von Berlinern und Berlin-Besuchern schnell in ihr Herz geschlossen wurden. Und jeder, der etwas von sich hält, will einen Buddy Bären vor seiner Tür haben. So entstand die Idee, die Bären nicht nur an vielen Orten in Berlin zu verteilen, sondern darüber hinaus für ein weltweit einmaliges Projekt
zu Toleranz, Völkerverständigung und einer friedlichen Koexistenz aller Nationen zu nutzen: den "United Buddy Bears". 120 verschiedene Künstler, jeder aus einem anderen Land, gestalteten im Jahr 2002 jeweils einen Buddy Bären, der ihr Heimatland repräsentiert. Alle zusammen in Kreisformation aufgestellt ergeben sie ein einzigartiges Gesamtkunstwerk, welches die unterschiedlichen Stilrichtungen der Künstler verbindet: 120 Buddy Bären stehen friedlich Hand in Hand und repräsentieren 120 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen. Gleichzeitig wird mit der Symbolik des Kreises für Liebe, Frieden und Völkerverständigung geworben.

Weit über eine Million Euro kamen bis jetzt für Kinderhilfsorganisationen zusammen, denn in jeder Stadt, in der der Kreis der "United Buddy Bears" gezeigt wird, wird über Aktionen wie z.B. Versteigerungen Geld für hilfsbedürftige Kinder gesammelt. Eine Berliner Aktion etwa unterstützte den Aufbau von Schulen in Angola, eine Versteigerung in Hong Kong brachte rund 150 000 Euro für Unicef-Hilfen in Kambodscha. Ganz neu war die Idee mit den rund 2 Meter großen Bären aus Hartplastik allerdings nicht.
Buddy Bären in Berlin
Ein Buddy Bär in Berlin - Foto In-Berlin-Brandenburg.com
In Zürichs Innenstadt standen 1998 über 800 Kunststoff-Kühe auf den Bügersteigen, in Toronto gab eine eine ähnliche Aktion schon mit Elchen.

Doch wie kommt es eigentlich, dass Berlin so sehr der "Bär-o-manie" verfallen ist? Schließlich heißt Berlin ja nicht Bärlin, oder? Tatsächlich bleibt das Geheimnis um Berlin und seine Bären bis heute ungelüftet. Dennoch steht Berlin seit alters her im Zeichen eines Meisters namens Petz. So war beispielsweise schon auf einem Berliner Siegel von 1280 ein Bär zu sehen. Im Stadtsiegel von 1338 war er gemeinsam mit einem Adler abgebildet. Im Verlauf dieser Siegelikonographie krallte sich der Adler um 1500 dann ins Genick des Bären. Später trug das pelzige Wahrzeichen der Stadt eine fünftürmige Mauerkrone, doch mit dem Ende der Monarchie musste er die nach wenigen Jahrzehnten auch schon wieder ablegen. Doch das tat Meister Petz keinen Abbruch. Auch heute noch erfreut sich der Berliner Bär noch großer Beliebtheit - hauptsächlich allerdings als Wegweiser, Werbeträger oder plüschiges Knuddel-Souvenier. Favorit der Berlin-Touristen bleibt aber nach wie vor der Buddy Bär. Als beliebtes Schnappschuss-Motiv dürfte er mittlerweile tausende Fotoalben rund umd en Globus zieren. Nur einer hat es bislang geschafft, den Buddies die Show zu stehlen: Knut.
Text: A.K.


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