Fort Hahneberg in Berlin

Was für eine Frustration. Da baut man jahrelang an einem Fort zur Verteidigung Berlins,
Foto Fort Hahneberg in Berlin
Das Fort Hahneberg in Spandau - Foto © P.H.
nach modernsten Richtlinien der Baukunst, tief eingelassen in einen Hügel, um dann kurz vor der Beendigung des Vorhabens feststellen zu müssen, dass alle Bemühungen vergebens waren. Denn die Einführung der so genannten Brisanzgranaten um 1890, also hochexplosiver Geschosse, machte sämtliche Forts obsolet. So auch das letzte auf deutschem Boden erbauten Fort, das Fort Hahneberg bei Spandau. Von den ursprünglich vier geplanten Forts um Berlin wurde nur das Fort Hahneberg gebaut. Von 1882 bis 1888 dauerten die Bauarbeiten. Dazu wurde der Hahneberg auf weiten Strecken abgetragen, das Fort errichtet und der Berg danach wieder aufgeschüttet. Was zur Folge hatte, dass das Fort nahezu "unsichtbar" wurde. Auch aus der Luft ist das sechseckige Gebäude so gut wie nicht zu erkennen. Diesem Umstand mag es zu verdanken sein, dass die Anlage selbst heutzutage nur wenigen Berlinern bekannt ist.

Nach seiner Fertigstellung wurde das Fort lange Zeit als Kaserne genutzt, zunächst von der Reichswehr, später von der Wehrmacht. Dazwischen, von 1925 bis 1934, war
das Fort Domizil des Flugtechnischen Vereins Spandau 1924. e V., der in den Räumen Segelflugzeuge baute. Im Zweiten Weltkrieg blieb das Gebäude, mittlerweile ein Lazarett, weitgehend unbeschädigt. Dennoch wurde drei Jahre nach Kriegsende beschlossen, das Fort abzureißen. Viele der ca. 28 Millionen zum Bau der Anlage verwendeten Klinker fanden Verwendung beim Wiederaufbau Berlins. Seltsamerweise blieb der Großteil der Anlage aber erhalten. Während der Zeit des Kalten Krieges lag der Komplex dann mitten im Sperrgebiet, dem Todesstreifen entlang der Berliner Mauer. Selbst den Angehörigen der NVA und der Volkspolizei war es nicht gestattet, die Ruine zu betreten, so dass das Fort in einen mehrere Jahrzehnte dauernden Dornröschenschlaf fiel. Nach der Wiedervereinigung gründete sich die "Arbeits- und Schutzgemeinschaft Fort Hahneberg e.V." (ASG), die seitdem über das denkmalgeschützte Relikt wacht, es restauriert und instand hält.

Besichtigung des Fort Hahneberg


Für abenteuerlustige Besucher veranstaltet die ASG jeweils an den Wochenenden und Feiertags Führungen durch das Fort. Jeden zweiten Sonntag im Monat gibt es eine Vorführung der einzigen funktionalen Klapphebelbrücke in Deutschland. Etwas ganz Besonderes hat sich die ASG für Kinder ausgedacht: Was kann es für einen Kindergeburtstag besseres geben, als eine Schatzsuche an so einem für manche Kinder recht unheimlichen Ort. Unter der Leitung eines ASG Mitarbeiters werden die Kinder durch unterirdische Gänge geführt, müssen Rätsel lösen und Aufgaben erfüllen. Und danach kann man das Erlebte bei einem Nachmittag am Grill den Eltern erzählen. Außerdem werden noch viele weitere Aktivitäten angeboten, Details hierzu unter http://www.forthahneberg.de

Adressen:
ASG Fort Hahneberg e.V.
Ernst-Bruch-Zeile 39
13591 Berlin
Tel.: 030/ 366 46 05

Fort Hahneberg
Hahneberg Weg 50

Führungszeiten:
Sa., So. und Feiertags 14:00, 16:00 Uhr

Preise:
Erwachsene: 5,00 €, Kinder (6 - 14 Jahre): 1,00 €, Kinder bis 5 Jahren: Eintritt frei.
Text: P.H.


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