Martin-Gropius-Bau - einer der schönsten Ausstellungsorte in Kreuzberg

1877 als Kunstgewerbemuseum gebaut, war der Martin-Gropius-Bau nach den schweren Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges jahrzehntelang eine Ruine. Doch
Dauerausstellung Topographie des Terrors
Die Dauerausstellung Topographie des Terrors
Foto © Josef Müller/Stiftung Topographie des Terrors
seit 1981 werden in dem wiederhergestellten Gebäude wechselnde Ausstellungen aus dem In- und Ausland präsentiert.
Außerhalb des Martin-Gropius-Baus, auf dem Freigelände, befindet sich die Dauerausstellung "Topographie des Terrors". Diese erinnert eindringlich an ein düsteres Kapitel der deutschen Geschichte. Dort wo jetzt die Ausstellung ist, befand sich früher die Gestapo-Zentrale.
Gegenüber dem Martin-Gropius-Bau befindet sich ein fast ebenso schönes Gebäude: das Parlament des Landes Berlin.

Die Architektur des Martin-Gropius-Bau


Schon von außen stimmt der imposante Martin-Gropius-Bau auf den zu erwartenden Kunstgenuss in seinen Hallen ein: Die rötliche Fassade ist im oberen Bereich mit
Terrakotta-Reliefs und Mosaiken reich verziert. Über eine große Treppe - flankiert von prächtigen Skulpturen - können Sie das Gebäude betreten.
Beeindruckend sind nicht nur die internationalen Ausstellungen, die den Martin-Gropius-Bau berühmt gemacht haben, sondern auch seine Architektur. Der zentrale Lichthof, der sich über die volle Höhe des Gebäudes erstreckt, wird Sie staunen machen. Zwischen den Fenstern können Sie die Wappen der deutschen Länder und wunderschöne Mosaiken entdecken.
Und überhaupt: Besonders beim ersten Mal, aber auch bei jedem weiteren Besuch verblüfft das Haus durch die Großzügigkeit seiner Räume, die Exklusivität seiner Ausstellungen und nicht zuletzt durch den im Untergeschoß befindlichen Art Shop, in dem Sie nach der Ausstellung in Tausenden von Kunst- und Designbüchern stöbern können. Das Angebot ist wirklich grandios!

Spektakuläre Ausstellungen im Gropiusbau


Seit der Gründung als Kunstgewerbemuseum bis heute machte der Martin-Gropius-Bau durch spektakuläre Ausstellungen Kunstgeschichte. Bereits die Exposition "Der Schatz des Priamos" die von 1881 bis 1885 lief, zog scharen von Besuchern an.
Doch auch heute werden hier Ausstellungen präsentiert, die dem Gebäude zu Recht einen hohen Rang unter den Kunsttempeln dieser Welt beschert hat. Legendäre Ausstellungen der Vergangenheit waren beispielsweise "Ägyptens versunkene Schätze" im Jahr 2006. 450.000 Kunstinteressierte wollten die Wunder einer längst vergangenen Welt mit ihren eigenen Sinnen erfahren. Doch auch andere Präsentationen mehrten den Ruhm des Martin-Gropius-Baus: Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006 fand die Ausstellung "Rundlederwelten" statt.
Und 2009 lief anlässlich des Geburtstages der Bundesrepublik die Schau "Sechzig Jahre. Sechzig Werke. Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland".
2010 wurden zwei weitere Highlights präsentiert: Eine retrospektive Ausstellung der berühmten mexikanischen Malerin Frida Kahlo und "Teotihuacan - Mexikos geheimnisvolle Pyramidenstadt".
Spektakulär im Jahre 2011 ist ohne Zweifel diese Ausstellung für alle Freunde der
modernen Kunst: "Kompass. Zeichnungen aus dem Museum of Modern Art New York". Zum ersten Mal wurden in Berlin 250 Arbeiten von 120 Künstlerinnen und Künstlern des MoMA präsentiert. Darunter beispielsweise Cy Twombly, Jasper Johns, Ed Ruscha, der Berliner Martin Kippenberger, Donald Judd und Lucy McKenzie.

Die legendäre Vergangenheit der Ausstellungen des Martin-Gropius-Baus lässt großen Kunstgenuss für die Zukunft erahnen. Hätte Berlin nur dieses Haus, um Kunst und Kultur aus aller Welt zu präsentieren: Ein Besuch würde sich dennoch lohnen!

Adresse:
Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7/ Ecke Stresemannstraße 110
10963 Berlin
Tel 030 254 86-0
Fax 030 254 86-107
E-Mail post@gropiusbau.de
www.gropiusbau.de

Sie erreichen den Bau am besten mit den Öffentlichen:
U-Bahn Linie 2 (Haltestelle: Potsdamer Platz), S-Bahn Linien 1, 2, 25 (Haltestellen: Potsdamer Platz oder Anhalter Bahnhof), Busse: M29 (S Anhalter Bahnhof), M41 (Abgeordnetenhaus)
( Text: UG, 23.06.2011 )


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