Von der Wohnmaschine zur Loock Galerie

Unweit des Hamburger Bahnhofs hat sich fast so etwas wie eine kleine Kunststadt in der Stadt entwickelt. Reisende, die am neuen Hauptbahnhof ankommen, können
Eine Galerie in Berlin
Kunst und Fotografie in der Loock Galerie
Foto © Ute Schwendt
sogleich in die Berliner Galerieszene eintauchen, wenn sie es wollen. Unweit des Bahnhofes befindet sich der Ausstellungsort Hamburger Bahnhof und dahinter die Halle am Wasser, die einige Galerien - unter anderem die Loock Galerie - beherbergt. Nicht nur moderne Kunst können sie in dieser Galerie erblicken, sondern auch ein Stück deutsche Geschichte erfahren - im besonderen etwas über Kreativität im Untergrund der Deutschen Demokratischen Republik - einige erinnern sich vielleicht noch an die größte DDR der Welt.

Loock Galerie - Wie eine Galerie zu ihrem Namen kam


Friedrich Loock, der Betreiber der gleichnamigen Galerie, wird seine Gründe gehabt haben, warum er selbige irgendwann umbenannt hat. Vielleicht, weil er die Räume
wechselte. Früher noch in der Tucholskystraße in Berlin/ Mitte ansässig, war die Galerie weder etabliert noch offiziell. Und sie trug einen Namen, der gleichermaßen originell wie zutreffend war: Wohnmaschine. Dieser Name bezieht sich natürlich auf die legendäre Erfindung Le Corbusiers. Der berühmte Bauhausarchitekt stellte seine Idee schon 1925 in Paris vor. In den vierziger bis sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts dann wurden mehrere dieser Wohnmaschinen gebaut; eine davon in Berlin. Noch heute kann man dieses 157 Meter lange Corbusierhaus in der Flatowallee 16 bestaunen.
Die Wohnmaschine, die seinerzeit eine Galerie beherbergte, hatte allerdings viel bescheidenere Ausmaße: Eine Ein-Zimmerwohnung wurde 1988 zur Galerie. Was zunächst nur als Spaß unter Freunden begann, entwickelte sich schnell zu einem Ausstellungsort mit festem Programm. Nach der Wende im Jahre 1989 bekam die kleine Galerie viel Presse und Friedrich Loock zog das erste Mal mit seiner Galerie in größere Räume - allerdings noch im selben Haus. Doch der Erfolg der Wohnmaschine erforderte schon bald wieder größere Räume. Und so ist die Galerie heute unter neuem Namen in der Halle am Wasser in der Invalidenstraße zu finden.

Künstlerinnen und Künstler
Besonders die japanische Kunst hat es dem Galeristen angetan. Yoshihiro Suda ist ein Künstler aus Japan, dessen Kunst eine gewisse Aufmerksamkeit und Sensibilität erfordert. Die Skulpturen Sudas können auf den ersten Blick wie Unkraut wirken, das aus dem Galerieboden wächst. Erst bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass es sich hierbei um aus Holz geschnitzte Blumen und andere Pflanzen handelt. Der Künstler spielt mit den Grenzen zwischen Dekoration und Kunst und überlässt es dem Betrachter, sein eigenes Urteil zu fällen.
Riesig hingegen sind die Frauenfotografien, die Miwa Yanagi schuf. Die gigantischen Portraits zeigen Frauen in unterschiedlichen Altersstufen. Die düsteren Kompositionen von Riesenfrauen in unwirtlichen Landschaften sind äußerst beeindruckend und werden so schnell nicht vergessen.
Anton Henning ist ein europäischer Künstler und ein wahres Multitalent; Maler, Bildhauer, Filmemacher, Möbeldesigner und Musiker. Er ist mit seinen Werken ebenso wie Natalia Stachon, Charlie White, Holly Zausner und anderen in der Loock Galerie vertreten.

Adresse:
Loock Galerie
Halle am Wasser
Invalidenstraße 50/ 51
10557 Berlin Mitte
Telefon: 030/ 394 09 68 50

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag von 11:00 bis 16:00 Uhr.

Öffentlicher Nahverkehr:
S-Bahn: S7, S75, Berlin Hauptbahnhof
Text: UG / 11.08.2012



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