Das Deutsche Historische Museum Berlin im Zeughaus
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Aufgabe des Museums sollte die eines Nationalmuseums im Sinne der "Aufklärung und Verständigung über die gemeinsame Geschichte von Deutschen und Europäern" sein. Mit der Wiedervereinigung wurden dem DHM das Grundstück und die Sammlungen des Museums der Deutschen Geschichte der DDR übertragen, sodass das Haus seine erste Ausstellung im September 1991 im ältesten Gebäude Unter den Linden, dem Zeughaus, eröffnen konnte. Das Zeughaus wird nach einigen Jahren jedoch wieder geschlossen, um das Gebäude zu restaurieren und es durch einen Anbau für Wechselausstellungen zu erweitern. Den Auftrag erhält der chinesisch-amerikanische Architekt Ieoh Ming Pei, ein Schüler von Martin Gropius und Marcel Breuer, der zu diesem Zeitpunkt bereits mit Museumsbauten in Washington und Paris Berühmtheit erlangt hatte. Pei schließt an das Zeughaus einen dreieckigen Bau als weiteres Ausstellungsgebäude an, den er mittels eines spiralförmig vertikal geschwungenen Glasfoyers mit dem Barockgebäude verbindet. Mit dem Foyer bekommt das Deutsche Historische Museum in seiner Architektur eine spektakuläre Note (und die Stadt Berlin ein neues Wahrzeichen), während der neue Ausstellungsbau selber durch schräge Verschränkungen und Perspektivwechsel
innerhalb einer großzügigen räumlichen Umgebung eine verblüffend gelungene architektonische Interpretation der modernen Sichtweise auf die Komplexität der deutschen Geschichte bekommt.