Lange Nacht der Museen in Berlin

Die "Nacht der Langen Museen" gibt es mittlerweile an vielen Orten in Deutschland, doch die Berliner Version
Ein Museum in Berlin
Tipp für die Lange Nacht der Museen in Berlin:
Das Alte Museum Foto: © seewhatmitchsee
des nächtlichen Ausstellungs-Hoppings ist das Original. In der Hauptstadt feierte das Konzept 1997 auf bundesdeutschem, ja sogar europäischem Boden Premiere. Erst später zogen auch andere europäische Metropolen wie beispielsweise Paris mit der "Nuit Blanche", Kopenhagen mit der "Kulturnatten" oder Amsterdam mit der "museums n-8" nach.
Das Prinzip ist simpel: eine Reihe von Museen schließen sich zusammen, um gemeinsam kulturinteressieretn Gästen die seltene Gelegenheit zu bieten, auch weit über die regulären "Sperrzeiten" hinaus die Exponate zu bestaunen. In Berlin öffnen bei dieser Veranstaltung von 18 Uhr abends bis 2 Uhr nachts unzählige Museen und Institutionen ihre Türen und präsentieren ein speziell für diesen Abend organisiertes Programm. Mit dabei ist alles, was Rang und Namen hat, aber auch kleinere Museen, angefangen bei A wie Anti-Kriegs-Museum über das Pergamonmuseum bis Z wie Zuckermuseum.
Für die perfekte Logistik sorgt ein eigens für diesen Anlass eingerichteter Shuttle-Service, der im Kombi-ticket enthalten ist.
Eigentlich, so möchte man meinen,
müsste man doch auch im normalen Alltag zumindest an dem einen oder anderen Wochenende Zeit finden, ein Museum zu besuchen, wenn man sich denn dafür interessiert.Aber wie das nun einmal bei vielen Großstädtern ist: man schätzt die Gewissheit, dass man jeden Tag kulturell aus dem Vollen schöpfen könnte, belässt es dann aber doch zumeist beim Konjunktiv. So war es auch, als sich die Westberliner in den 80er Jahren immer lauter darüber beschwerten, die Museen hätten nicht lange genug geöffnet. Schließlich richtete man den langen Donnerstag ein, doch gekommen ist so gut wie niemand und das Museumspersonal fühlte sich einsam - bis man Ende der Achtziger auf die Idee kam, aus dem Museumsbesuch einen Event zu machen. Im Rahmen des "Festival Schauplatz Berlin" integrierte man erstmals Vorführungen und Lesungen in Ausstellungen und siehe da: die Häuser füllten sich.

Das Erfolgsrezept Langen Nacht der Museen in Berlin:


Das ist auch das Erfolgsrezept der "Langen Nacht der Museen". Während
Blick auf die Museumsinsel in Berlin bei Nacht.
Blick auf die Museumsinsel in Berlin bei Nacht.
© jrmedien_de
sich echte Kunstfreaks angesichts der Massen, die sich durch die Ausstellungen drängen, nur kopfschüttelnd fragen, wie man sich unter diesen Umständen überhaupt noch mit den Inhalten ernsthaft auseinandersetzen kann und abfällig monieren, das Ganze sei ohnehin nur ein Fast-Food-Kultur-Marathon ohne jeglichen Nährwert, verkennen die Bedürfisse einer ganz bestimmten Zielgruppe. Klar gibt es viele, die angesichts des günstigen All-Inclusive-Angebots Schnäppchenjäger-Instinkte entwickeln. Dennoch dürften jene nicht so ganz Unrecht haben, die augenzwinkernd von der "Langen Nacht der Singles" sprechen. Denn der typische Besucher der langen Nacht der Museen ist nicht nur über 30, hochgebildet und gut verdienend, sondern vor allem auch weiblich. Viele Frauen nehmen gerade dieses Veranstaltungsformat zum Anlass, um einen gebildeten Mann in ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen, einen, der auch jenseits der 25 noch Nachtschwärmer-Tauglichkeit besitzt. Natürlich erklärt das nicht allein den ungemeinen Erfolg der "Langen Nacht der Museen". In erster Linie ist die typische Zielgruppe gar nicht darauf aus, sich innerhalb weniger Stunden am all you can see-Buffet reizüberfluten zu lassen, sondern schätzt vor allem das besondere Rahmenprogramm, das den Museumsbesuch erst richtig attraktiv macht: Direktoren, Autoren und Künstler bieten vor Ort Führungen oder Gespräche an, Musiker und DJ's sorgen für inspirierenden Rhythmen, extravagante Installationen rücken die Kunstwerke in ein neues Licht. Und nicht zuletzt können die Besucher auf ihren nächtlichen Streifzügen nicht nur Ungewohntes erleben, Bekanntes neu zu entdecken, Zahlreiches selbst auszuprobieren sondern auch Kulinarisches genießen.
Das Gesamtkonzept spricht alle Sinne an: Party, Flirten, Musik, Essen und Bildung - der Mix macht's!

Der große Erfolg der Veranstaltungsform "Lange Nacht der Museen" hat übrigens bereits die gemeinschaftliche Öffentlichkeitsarbeit anderer Bereiche inspiriert. So haben sich inzwischen beispielsweise die "Lange Nacht der Wissenschaften", die "Lange Nacht der Bibliotheken" oder auch die "Lange Nacht der Kirchen" etabliert. ( Text: A.K. )
Weitere Informationen unter: www.lange-nacht-museen.de

Die nächste Langen Nacht der Museen ist am
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Museen in Berlin
  • Alliierten Museum
  • Alte Museum
  • Alte Nationalgalerie
  • Anti-Kriegs-Museum
  • Archäologische Promenade
  • Bauhaus Archiv / Museum für Gestaltung
  • Beate-Uhse Museum
  • Blinden-Museum
  • Bode-Museum
  • Computerspielemuseum
  • DDR-Motorrad-Museum
  • DDR Museum
  • Deutsche Historische Museum
  • Digital Art Museum
  • Domäne Dahlem
  • Ethnologische Museum
  • Fernsehmuseum
  • Friedrichswerdersche Kirche
  • Gaslaternen Museum
  • Gründerzeitmuseum Mahlsdorf
  • Hamburger Bahnhof
  • Hanf Museum
  • Historiale Berlin Museum
  • Jüdische Museum
  • Käthe-Kollwitz-Museum
  • Knoblauchhaus
  • Liebermann-Villa
  • Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett
  • Märkisches Museum
  • me Collectors Room
  • medizinhistorische Museum
  • Mitmach Museum
  • Museum Berggruen
  • Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
  • Museum Europäischer Kulturen
  • Museum für Fotografie
  • Museum für Kommunikation
  • Museumsinsel
  • Naturkundemuseum
  • Neues Museum
  • Pergamonmuseum
  • Mauermuseum am Checkpoint Charlie
  • Puppentheater-Museum
  • Sammlung Hoffmann
  • Schwule Museum
  • Technikmuseum
  • Verborgene Museum
  • Werkbundarchiv - Museum der Dinge
  • Bröhan-Museum
  • Zucker-Museum

  • Einige Museen in Brandenburg:
  • Das Museum Seelower Höhen / Gedenkstätte Seelower Höhen
  • Das Filmmuseum Potsdam: Pfeiffer faselt, Olsen plant, Zucker patzt
  • Glas & Geschichte: Das Museumsdorf Glashütte im Baruther Urstromtal
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