Museum für Kommunikation - Wir müssen reden!

Eine der liebsten Beschäftigungen der Menschen ist die Kommunikation. Verbal,
Museum für Kommunikation in Berlin
Im Museum für Kommunikation kann man u.a. auch alte
Telefone besichtigen - Foto © Igor Podgorny
nonverbal, mit Händen und Füßen, mit Musik oder ganz still, mit wilden Grimassen; ganz nah oder tausende Kilometer voneinander entfernt. Der Austausch untereinander ist einfach eines unserer ganz großen Bedürfnisse. So ist es auch nur selbstverständlich, dass es in Berlin ein Museum gibt, welches sich allein dem Phänomen der Kommunikation widmet. Und sein Erfolg gibt ihm recht. Das große Haus in der Leipziger Straße in Berlin Mitte ist mit seinen wechselnden Ausstellungen immer wieder spannend - und das für junge und alte Menschen.

Erfolg über Jahrhunderte
1898 wurde das Haus zunächst als Postmuseum eröffnet. Und selbst damals schon konnte die Post auf eine mehrere hundert Jahre alte Geschichte zurückblicken; was
das Museum seinerzeit sicher schon zu einem der interessanten Berliner Orte machte. Doch die Zeit schreitet voran und inzwischen ist das Museum für Kommunikation nach vielen Wechselbädern und gesellschaftlichen Umbrüchen eine riesige Sammlung von Objekten, die in Zusammenhang mit Kommunikation stehen - von der Briefmarke bis zur Pferdekutsche. Der Fundus des Museums ist so gewaltig, dass immer nur ein kleiner Teil der eingelagerten Schätze gezeigt werden kann. Doch keine Sorge: Das ist immer noch sehr viel. Und wenn Sie irgendwann wieder einmal herkommen, können Sie neue faszinierende Exponate entdecken.

Die Ausstellungen - Telegrafen, Uniformen, Automaten und viel mehr
Besonders interessant neben den historischen Ausstellungsstücken sind sicher die Exponate aus den letzten sechzig Jahren. Es ist erstaunlich, in welchen Riesenschritten die technische Entwicklung voraneilt. Kameras, Telefone oder Handys, die gerade mal zwanzig Jahre auf dem Buckel haben, wirken auf den Betrachter seltsam altmodisch. Und gerade bei der jüngeren Generation dürften die ersten autobatteriegroßen Mobiltelefone aus den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts Erstaunen und ein süffisantes Grinsen hervorrufen.
Phantastisch ist die Fahrzeugsammlung des Museums: Postwagen der Bahn, Fährräder, Paketkarren, Postautos; liebevoll restauriert und in voller Lebensgröße sind sie hier zu bestaunen; daneben ziehen auch unzählige Fahrzeugmodelle die Blicke auf sich.
Sehr interessant sind auch die ausgestellten Postuniformen; und so mancher wünscht sich bei deren Anblick vielleicht ein wenig von der alten Pracht zurück. Richtig greifbar werden die versunkenen Zeiten dann, wenn die Gäste Möbel aus alten Postfilialen, historische Schilder, Automaten und Maschinen sehen.
In der Abteilung für Nachrichtentechnik werden alte Fernschreiber, Klappenschränke (die benutzte man früher für die händische Vermittlung von Telefonaten), Anrufbeantworter und natürlich auch Telefone präsentiert.
Und für alle, die immer schon mal wissen wollten, wie die Bilder eigentlich aus dem Fernsehstudio auf den heimischen Bildschirm gezaubert werden, sind die imposanten Ausstellungsstücke zum Thema Fernsehen sicher sehr spannend. Es ist schon beeindruckend, beispielsweise eine der riesigen Fernsehkameras zu bewundern, die manche der Gäste eventuell noch aus den TV-Shows der siebziger Jahre in Erinnerung haben.
Das Museum für Kommunikation ist voll mit tollen Objekten - soviel, dass Sie am besten gleich einen zweiten Besuch planen sollten.

Adresse:
Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16
10117 Berlin Mitte
Telefon: 030/ 20 29 40

Öffnungszeiten:
Dienstag von 9:00 bis 20:00 Uhr,
Mittwoch bis Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr,
am Wochenende und an Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr.

Öffentlicher Nahverkehr:
U-Bahn: U2, Bahnhof Mohrenstraße; U2, U6, Bahnhof Stadtmitte

Der Zugang zum Museum ist behindertengerecht.

Weitere Informationen: www.mfk-berlin.de/
Text: UG / 22.11.2011



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