Das medizinhistorische Museum der Charité in Berlin

Schon mal ein menschliches Skelett mit zwei Köpfen gesehen? Oder was ist eigentlich ein
 medizinhistorische Museum der Charité in Berlin
Ein Ausstellungsstück im medizinhistorischen Museum Berlin
Foto © fux
"Sanduhrmagen"? Wie seziert man den menschlichen Körper? Und wie kommt es zu einem Herzinfarkt? Entweder man hat jetzt eine Gänsehaut und gruselt sich ein wenig, oder das Interesse ist geweckt.

Die Rede ist hier nicht von einem Gruselkabinett, sondern vom medizinhistorischen Museum der Charité in Berlin. 1899 wurde die damals noch als "pathologisches Museum" betitelte Sammlung vom Professor für Pathologie, Rudolf Virchow, eröffnet. Sein Ziel war es alle Krankheiten des menschlichen Körpers, mit allen damals bekannten Krankheiten und Sonderformen auszustellen und somit den Weg für eine Lehre ohne Aberglaube und Unverständnis zu ebenen. Sein persönliches Ziel lautete: "jeden Tag ein neues Präparat." So gelang es ihm innerhalb von zwei Jahren 23.000 Ausstellungsstücke zusammen zu tragen. Leider wurde der größte Teil seiner außergewöhnlichen Sammlung während des zweiten Weltkrieg zerstört, nur knapp 2000 Stücke blieben erhalten, an eine Ausstellung war zunächst nicht zu denken.

Das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité

Bis zum Jahre 1998, da wurde das Museum unter neuem Namen wieder eröffnet und lehrt seinen Besuchern seit dem vieles über die Entwicklung der Medizin in den letzten drei Jahrhunderten und zeigt unterschiedlichste Aspekte der modernen Medizin auf.
Heute sind ca. 1000 Präparate ausgestellt. Es wird die normale Anatomie der Organe demonstriert sowie verschiedene krankhafte Veränderungen wie Tumore oder Geschwüre, selbstverständlich mit ausführlichen Erläuterungen. Ein weiteres Highlight ist der Hörsaal des ehemaligen pathologischen Museums.

Nachdem er im zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört wurde, wurde er in den folgenden Jahren mit einem neuen Dach und einigen Fenstern versehen, leider verkam er zunächst als Abstellraum. Heute dient er als historisches, jedoch nützliches "Anschauungsmaterial". Er wird unter anderem als Konferenzraum, für Meetings, Seminare, Präsentationen oder auch diverse Feiern, Konzerte und Lesungen genutzt. Der Hörsaal kann für bis zu 100 Personen gemietet werden und verfügt über moderne Technik wie eine Mikrofonanlage, Leinwand, Overheadprojektor, Beamer und CD-Player.

Zum Museum gelangt man am Besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Vom Hauptbahnhof läuft man ca. zehn Minuten - zunächst Richtung Invalidenstraße und
medizinhistorische Museum Berlin
Ein alter Apothekerschrank
Foto © Marco2811
dann über die Sandkrugbrücke an der Spree entlang zum Museum. Vor dem S-Bahnhof Friedrichstraße befindet sich eine Bushaltestelle der Linie 147 Richtung U-Bahnhof Leopoldstraße. Mit diesem kann man bis zur Haltestelle "Deutsches Theater" fahren und läuft dann geradeaus Richtung Schumannstraße zum Eingang des Geländes der Charité auf der linken Seite. Entweder fragt man dann die Wachleute, oder folgt einfach den Schildern, die einen direkt zum Museum führen. Die Eintrittspreise betragen 4€ für Erwachsene, ermäßigt 2€ und für eine Familienkarte zahlt man 8€. Gruppen ab zehn Personen zahlen jeweils 3,50€ bzw. 1,50€ für ermäßigten Eintritt. Diese Preise beziehen sich aber auf Rundgänge ohne Führungen.
Führungen sind für Gruppen ab zehn Personen bei vorheriger Anmeldung möglich. Schüler sollten im zehnten Schuljahr sein und mindestens 16 Jahre alt sein. Grundsätzlich ist Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren der Zutritt nur in Begleitung eines Erwachsenen gestattet. Das Museum öffnet seine Türen dienstags, donnerstags, freitags sowie am Wochenende von 10.00 - 17.00 Uhr und mittwochs von 10.00 - 19.00 Uhr. Montag und an Feiertagen bleibt das Museum geschlossen.
( Text: K.B. )

Das Wichtigste zusammengefasst:

Adresse:
Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité
Campus Charité Mitte
Charitéplatz 1 (ehemals Schumannstr. 20/21)
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 450-536156


Medizinhistorisches Museum auf einer größeren Karte anzeigen

Öffnungszeiten vom Berliner Medizinhistorische Museum der Charité


Di, Do, Fr 10 - 17 Uhr
Mi 10 - 19 Uhr
Sa, So 10 - 17 Uhr
Mo geschlossen
an Feiertagen geöffnet

Führungen gegen Aufpreis und nur für Gruppen ab 10 Personen nach Vereinbarung.
Die Teilnehmer sollten das 16. Lebensjahr erreicht haben; Schulklassen können ab Klassenstufe 10 angemeldet werden.
Wir bitten, Gruppen möglichst vorher anzumelden.
Kontakt: jane.kaminski@charite.de
Tel.: 030 - 450-536122

Eintrittspreise (ohne Führung)
Erwachsene 4,00 €
Gruppen ab 10 Personen 3,50 € / Person
Ermäßigt 2,00 €
Gruppen ab 10 Personen 1,50 € / Person
Familienkarte (2 Erwachsene, 3 Jugendliche) 8,00 €
Eine Bezahlung mit EC-Karte ist leider nicht möglich.

ermäßigungsberechtigt sind:
Schüler, Studenten, Auszubildende, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Schwerbehinderte, Rentner

Altersbeschränkung
Kindern und Jugendlichen zwischen 12 - 16 Jahren ist der Zutritt zur Präparatesammlung nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten gestattet.

Fotoerlaubnis
Das Fotografieren für private Zwecke in den Räumen des BMM ist nicht gestattet.

Anreise
Deutsche Bahn
Sie erreichen unser Museum mit der Deutschen Bahn entweder über den Hauptbahnhof und einen Fußweg oder über den Bahnhof Berlin - Zoologischer Garten oder Berlin - Ostbahnhof und wechseln dann auf das S-Bahn-System.

S-Bahn / U-Bahn
Mit allen S-Bahnen, die auf der zentralen Ost-West-Bahnachse verkehren, gelangen Sie zu den S-Bahnhöfen Hauptbahnhof und Friedrichstraße. Die S-Bahnen S 1, S 2 und S 25 sowie die U-Bahn U 6, die in Nord-Süd-Richtung verkehren, halten lediglich am Bahnhof Friedrichstraße. Die U-Bahn U 6 stoppt überdies an den Stationen Zinnowitzerstraße und Oranienburger Tor.

Vom Hauptbahnhof sind Sie zu Fuß in ca. 10 Minuten in unserem Museum. Sie verlassen den Bahnhof durch den Ausgang "Europaplatz", gehen über diesen und sind auf der Invalidenstraße. Hier wenden sich nach Osten (nach rechts) und gehen bis zur Sandkrugbrücke. Hinter der Brücke, rechts führt ein Fussweg an der Spree entlang direkt zu unserem Museum.

Vom Bahnhof Friedrichstraße können Sie mit der Buslinie 147 in Richtung "U Leopoldplatz" in wenigen Minuten (3 Stationen) den Charité-Zugang Luisenstraße erreichen. Zu Fuß gelangen Sie von der Friedrichstraße in ca. 15-20 Minuten über Reinhardtstraße und Luisenstraße an den (Charité-Zugang Schumannstr.20/21) (Hauptwache mit Auskunftsmöglichkeit). Sie folgen der Zufahrtsstraße (Virchowweg) in Richtung Norden bis Sie links auf das Institut für Pathologie stoßen. Hier folgen Sie den Schildern die auf das Berliner Medizinhistorische Museum verweisen.

Von den U-Bahnstationen Zinnowitzerstraße und Oranienburger Tor (U 6) erreichen Sie über die Invalidenstraße und Hannoversche Straße in Richtung Westen zu Fuß in ca. 15 Minuten den (Charité-Zugang Luisenstraße).

Bus
Das Museum ist gut an das Berliner Busnetz angebunden. Den Zugang über Schumannstraße (1) erreichen Sie mit der Buslinie 147, den Zugang über Luisenstraße (2) ebenfalls mit der Buslinie 147 und den Zugang über Invalidenstraße (3) mit den Bussen 147, 240 und 245.

Auto
Von der Anreise mit dem privaten PKW wird abgeraten, da sich kaum Parkmöglichkeiten um das Gelände der Charité befinden. Lediglich der Parkplatz Phillipstraße/Hannoversche Str. bietet gebührenpflichtige Parkplätze.

Vom Flughafen Berlin - Schönefeld: Mit der S 9 fahren Sie bis Zum Bahnhof Friedrichstraße; von dort aus begeben Sie sich zu Fuß oder mit dem Bus zum Zugang Schumannstraße (1).

Vom Flughafen Berlin - Tegel: Mit dem Bus 128 erreichen Sie die Station Kurt-Schuhmacher-Platz der Linie U 6, fahren bis zum Bahnhof Friedrichstraße und gelangen von dort zu Fuß oder mit dem Bus zum Zugang Schumannstraße (1).

Vom Flughafen Berlin - Tempelhof: Mit der U-Bahnlinie U 6 fahren Sie bis zum Bahnhof Friedrichstraße und erreichen von dort zu Fuß oder mit dem Bus den Zugang Schumannstraße (1).

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