Eine Vorstellung im
Puppentheatermuseum - Foto © jakezc
Neukölln? Ein kleines Häuflein Unerschrockener leistet weiterhin tapfer Widerstand, verschanzt in einem Hinterhof,in der der Karl-Marx-Straße 135. Natürlich kämpfen sie mit den Mitteln der Poesie.
Ich komme um 11 Uhr, weil per Internet verheissungsvoll eine "Taschenlampenführung" angekündigt ist. Am Empfang sitzt eine freundliche Dame mit Mütze, die 3 € Eintritt verlangt ("es kostet aber Eintritt"), obwohl im Internet € 2,60 ausgeschrieben sind. Ich möchte nicht verhandeln und bezahle.
Bei einer Taschenlampenführung würde die normale Beleuchtung ausgeschaltet, und all die Hexen und Zauberer nur mit Taschenlampe ins rechte, schauerliche Licht gesetzt.
Leider, leider bin ich der einzige Interessent. Ab etwa acht Besuchern erst mache man eine solche Führung, zu der zwei Theaterpädagogen antreten würden. Während wir sprechen, endet eine - normal beleuchtete - Führung für eine Gruppe Jugendlicher. Anschließend bin ich der einzige Besucher. Die Poesie hat es nicht leicht, wahrlich.