Die Sehitlik Moschee in Berlin Neukölln
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die Rufe des Vorbeters einer vis-à-vis gelegenen oder ferneren Moschee zum indirekten Service zählen. Fünfmal hat man das "Allahu ạkbar" (Gott ist groß) aus dem Megafon im Minarett-Gesimse im Ohr. Stimmgewaltig dehnt der Muezzin die Worte solange der Luftvorrat reicht und fällt darauf meist in ein üppiges, die Melodie verzierendes Vibrato. Diese gesungene Ornamentik gibt trotz Klirrfaktor im Schallrohr dem mithörenden Ungläubigen zumindest eine Ahnung vom Reichtum der türkischen Musiklandschaft. Aber bei Allah, nicht jeder Muezzin ist wie der andere. Der britische Schriftsteller Thomas Edward Lawrence wurde Ohrenzeuge eines Vorbeters, dessen "Stimme rauh und so gebieterisch (war), daß wir uns aufgescheucht erhoben, sei es zum Beten oder Fluchen".