Eine Mauerstraße - die Oderberger Straße in Berlin-Prenzlauer Berg :

Eine Straße, die ihr Antlitz seit dem Mauerfall völlig gewandelt hat, ist die Oderberger Straße. Wer also nach Berlin kommt,
Das alte Stadtbad in Berlin-Prenzlauer Berg
Foto © York
darf, ohne seine Schritte einmal durch diese Straße gelenkt zu haben, nicht nach Hause fahren. Eine "Touri-Meile", wie der Berliner zu sagen pflegt, ist sie dennoch nicht. Um den Wandel der "Mauerstraße" so richtig auszumachen, beginnt man mit der Erforschung am besten von der Choriner Straße aus.
An diesem Ende der Oderberger stehen die Bäume noch dicht. Und wenn man den Blick zu dem kleinen Cafe wandern lässt, über dessen Eingang noch aus uralten Zeiten, lange vor dem Mauerbau, "Möbel" steht und dann zum alten Stadtbad Oderberger Straße weiterschaut, hat man eine Ahnung wie dunkel und düster diese Straße in DDR-Zeiten war.
Das Haus mit dem "Möbel"-Cafè hat noch DDR-Charme, nicht mal die Fenster haben einen neuen Anstrich bekommen. Die zerfallene Bausubstanz lässt ermessen, mit wie viel Innovationsgeist und Liebe die Häuser hier neu gestaltet worden sind.
Dem Stadtbad droht der Abriss. Es hat eine wunderschöne Innenarchitektur, die man hin und wieder noch besichtigen kann. In der DDR haben alle Schulkinder der Umgebung in diesem alten Bad schwimmen gelernt. Wer weder Dusche noch Bad sein eigen nennen konnte, ging hier baden und am Wochenende war die Sauna übervoll.
Weiter vorbei am Frisör und einigen Designer-Modeläden, die Kastanienallee überquerend, wird die Oderberger Straße heller und auch irgendwie fröhlicher. Manchmal ist sie auch richtig laut, nämlich dann, wenn die Feuerwehr gerade ausrückt.

Die Oderberger Straße in Berlin


Die Feuerwehr ist neben dem Stadtbad sozusagen die zweite Adresse am Platz. Sie ist eine der ältesten Feuerwehren der Stadt.
Wer seinen Kindern etwas bieten will, der kann die Feuerwehrleute ruhig einmal um einen Rundgang bitten. Die Feuerwehrleute sind stolz und lassen sich recht gern zu einer Besichtigung überreden. Mit etwas Glück kann man am Freitagnachmittag auch beobachten, wie die große Feuerwehrleiter fachmännisch in den alten Hallen eingeparkt wird.
Will man etwas aus DDR-Zeiten sein eigen nennen, geht man beim VEB Orange einkaufen. Ein Schild am Eingang mit der Aufschrift "Sperrgebiet" gibt den letzten Hinweis auf die Mauer, die an diesem Ende der Straße die Stadt von 1961 bis 1989 teilte. Heute beginnt dort der Mauerpark.
Kulinarisch hat man in der Oderberger Straße wirklich die Qual der Wahl. Es riecht zwar nicht wie auf einem orientalischen Markt oder wie beim Bäcker, aber diese Straße lädt zum Schlemmen ein.
Hungergefühl stellt sich unweigerlich ein, wenn man einen Blick auf die unterschiedlichsten Speisekarten und Angebote aus aller Welt wirft. Soll man frische japanische Speisen mit nordischem Akzent im Oki probieren oder frisches Sushi schräg gegenüber? Oder vielleicht doch die Vorzüge der thailändischen Küche genießen? Oder die der indischen? Oder libanesisch - oder vielleicht doch lieber anatolisch essen? Oder soll man gleich frische Nudeln aus dem Teigwarengeschäft für zu Hause mitnehmen? Oder doch so richtig süße Pfannkuchen naschen, zum Glücklichessen und danach gleich noch ein Fahrrad ausleihen (weil die Pfunde wieder runter müssen!)? Oder vielleicht nur hausgemachten Kuchen schnabulieren? Oder doch vielleicht lieber griechisch essen oder ...
Ja wohin denn nun? Entweder - oder? Na wenn es so ist: dann doch gleich ins EntwederOder. Das ist einfach Kult hier seit den Wendetagen, und wer noch länger bleiben will, geht in den Oderkahn, schließlich gibt es noch viel zu entdecken in der Oderberger Straße.

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