5G-Testlauf: Forscher befürchten Gesundheitsgefahr durch Handystrahlung

G5 Ausbau in Berlin

Berlin
Nachrichten aus Berlin / Foto: © styleuneed

5G: So heißt der Nachfolger des LTE-Netzes. 5G zeichnet sich durch besonders schnelle Übertragungsgeschwindigkeiten, kurze Reaktionszeiten und stabile Verbindungen aus. Der Datentransfer erfolgt fast in Echtzeit, wodurch das 5G-Netz vor allem für die Industrie sehr interessant ist. Das sogenannte „Internet der Dinge“, das Geräte miteinander vernetzt, ist etwa auf die rasche und zuverlässige Datenübertragung angewiesen. Im Januar 2019 haben der Berliner Senat und die Telekom beschlossen, Berlin zur Modellregion für den 5G-Ausbau zu machen. Seitdem schreitet der Netzausbau in der Hauptstadt schneller voran. Forscher warnen nun allerdings vor einer möglichen Gesundheitsgefahr durch Mobilfunkstrahlung.

Höhere Strahlendosis durch 5G?

Bei der sogenannten Handystrahlung handelt es sich tatsächlich um elektromagnetische Wellen. Hochfrequente elektromagnetische Felder machen die drahtlose Datenübertragung erst möglich. Für das 5G-Netz werden nun kleinere Antennen eingesetzt als zuvor. Allerdings haben die verwendeten elektromagnetischen Wellen auch eine geringere Reichweite. Das 5G-Netz muss dadurch engmaschiger werden. Einige Forscher befürchten, dass dies die Strahlendosis ansteigen lässt, denen die Menschen jeden Tag ausgesetzt sind.

Offener Brief von Wissenschaftlern

Mehr als 230 Wissenschaftler und Ärzte aus 40 Ländern fordern in einem offenen Brief, die Ausbau des 5G-Netzes so lange auszusetzen, bis die Gesundheitsgefahr der Mobilfunkstrahlung eindeutig erforscht ist. Wie gefährlich die elektromagnetischen Felder tatsächlich sind, ist bislang umstritten. Fest steht, dass sie Wärme erzeugen. Ein Smartphone am Ohr lässt die Körpertemperatur zum Beispiel um 0,2 Grad steigen. Ob die Strahlung allerdings auch das Tumorrisiko steigert, ist nicht eindeutig erwiesen. Einige Studien weisen darauf hin, andere Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass Mobilfunkstrahlung nicht genügend Energie hätte, um DNA-Brüche und damit Krebs zu erzeugen.

Das Bundesamt für Strahlenschutz sieht derzeit keinen Handlungsbedarf. Man wolle aber erforschen, wie sich der Ausbau des 5G-Netzes auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirke.

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