Berlin und Brandenburg: Mehr neue Schüler als andere Bundesländer

Viele Schüler in Berlin und Brandenburg

Berlin

Berlin und Brandenburg erreichen einen Spitzenplatz beim Schülerzuwachs. In keinem anderen Bundesland wurden für das Schuljar 2016/2017 mehr neue Schüler angemeldet. Die vorläufigen Zahlen gab das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden bekannt.

Berlin: 444.000 Schülerinnen und Schüler

In Berlin stieg die Zahl der Neuanmeldung an Schulen demnach um 2,8 Prozent, in Brandenburg 2,7 Prozent. Im Bundesdurchschnitt lag der Zuwachs nur bei 0,3 Prozent. In Zahlen ausgedrückt: In Berlin gehen derzeit rund 440.000 Kinder und Jugendliche zur Schule, 11.100 Schülerinnen und Schüler mehr als noch im vorangegangenen Schuljahr. Der Zuwachs bezieht sich vor allem auf allgemeinbildende Schulen, die ein Plus von 3,0 Prozent verzeichnen. An beruflichen Schulen liegt der Zuwachs bei 2,1 Prozent.
( Freizeitangebote für Kinder in Berlin )

Brandenburg verzeichnet derweil den höchsten Zuwachs an Berufsschülern, ein Plus von 3,4 Prozent. Insgesamt gehen in dem Bundesland 287.319 Kinder und Jugendliche zur Schule, ein Zuwachs von 7.550 Schülerinnen und Schülern.

Studie stellt der Integrierten Sekundarschule schlechte Noten aus

Bundesweit handelt es sich um den ersten Anstieg von Schülerzahlen seit dem Schuljahr 2000/2001. Mehr Schüler stellen die Schulen und Lehrer aber auch vor Herausforderungen. Insbesondere in Berlin gilt es derzeit, die Qualität der Schulen zu verbessern. Eine in dieser Woche vorgestellte Studie gibt den 2010/2011 eingeführten Berliner Oberschulen alles andere als gute Noten.

In den Integrierten Sekundarschulen (ISS) sind die bisherigen Haupt-, Real- und Gesamtschule aufgegangen. Die Zwischenbilanz zur Berliner Bildungsreform zeigt jedoch, dass dort bislang keine besseren Schulabschlüsse erzielt werden und sich auch die allgemeinen Leistungen der Schüler nicht verbessert haben. Vor allem haben die Oberschulen die Chancengleichheit der Berliner Schüler nicht verbessert. Genau das war das Hauptziel der ISS. Kinder und Jugendliche mit „ungünstigen familiärem Hintergrund“ besuchen den Bildungsforschern zufolge immer noch seltener das Gymnasium oder eine Schule mit eigener Oberstufe.
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(Foto: © JiSign )