Das Ende für Be Berlin: Die Hauptstadt bekommt ein neues Marken-Design

Das ist Berlin ....

Berlin
Nachrichten aus Berlin / Foto: © styleuneed

Zwölf Jahre lang warb die Hauptstadt mit dem Slogan „Be Berlin“ für Kulturveranstaltungen und um Touristen. Damit ist ab sofort Schluss. Ende August 2020 stellte die Werbeagentur Jung von Matt/Spree das neue Marken-Design vor, zusammen mit Moritz van Dülmen, Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin GmbH, Burkhard Kieker, Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft visitBerlin, und Stefan Franzke, Kopf der Wirtschaftsfördergesellschaft Berlin Partner, die an der Erstellung des neuen Markenauftritts beratend beteiligt waren. Für das neue Logo wählte man dabei einen alten Bekannten aus: den Berliner Bär.

Berliner wünschen sich mehr Wir-Gefühl

Der Markenauftritt soll nicht nur Besucher und Unternehmen in die Stadt locken, er soll auch das Selbstverständnis der Berliner widerspiegeln. Vor zwei Jahren hat der Berliner Senat daher untersuchen lassen, wie die Berliner eigentlich ihre Stadt sehen, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, was sie sich wünschen und erhoffen. Das Ergebnis: Vor allem sehnen sich die Berliner nach mehr Gemeinschaft und Zusammenhalt, nach einem größeren Solidaritätsgefühl. Statt ständig von einer „Failed City“ zu hören, möchten sie auch etwas Positives wahrnehmen.

Aus „Be Berlin“ wird „Wir sind ein Berlin“

Der neue Markenauftritt möchte sich an diesem Wunsch orientieren und geht zum Start gleich mit einer Kampagne einher, die die Berliner stärker zusammenbringen soll. Statt „Be Berlin“ heißt es nun programmatisch „Wir sind ein Berlin“. Auf Plakatwänden und Werbetafeln soll die Kampagne in den nächsten Wochen erscheinen und mit Texttafeln in „Ich so – Du so“ Manier das Wir-Gefühl stärken.

Neues Logo mit altbekanntem Bären

Das Design greift dagegen auf ein Logo mit großem Wiedererkennungswert zurück. Statt einem markigen Spruch gibt es lediglich den Schriftzug „Berlin“ in knallig roten Großbuchstaben, mit dem Berliner Bär rechts daneben. Auf offiziellen Werbemitteln und Dokumenten ist der Bär in Schwarz gehalten, im Internet sollen die Berliner aber auch die Möglichkeit haben, das Maskottchen nach eigenen Wünschen zu gestalten. Das Ergebnis lässt sich dann auf Taschen, Tassen oder T-Shirts drucken und in die Welt hinaustragen.