Erneute Warnstreiks: Viele Kitas bleiben wieder zu

Wieder Streiks in den Berliner Kitas

Berlin
Nachrichten aus Berlin / Foto: © styleuneed

Am Dienstag und Mittwoch, 26. und 27. Februar, werden wieder zahlreiche Kitas in Berlin geschlossen bleiben. Und nicht nur das: Der über zwei Tage angesetzte Warnstreik im öffentlichen Dienst betrifft auch Jugendämter und Hochschulen. Für Mittwoch sind auch alle anderen Angestellten, die unter einem Tarifvertrag der Länder arbeiten, zum Streik aufgerufen.

Geschlossene Kitas und Schulen, längere Wartezeiten auf den Ämtern

Zum Streik aufgerufen haben die Gewerkschaften GEW Berlin, Verdi und für Mittwoch auch die Polizeigewerkschaft GdP. Am Dienstag sollen laut Gewerkschaft Verdi die Erzieher und Angehörige der Sozialberufe in landeseigenen Kitas und am Pestalozzi-Fröbel-Haus die Arbeit niederlegen. Am Mittwoch sollen die Behördenmitarbeiter folgen. Zu den landeseigenen Betrieben gehören 270 Kitas, zum Pestalozzi-Fröbel-Haus noch einmal neun. Es wird erwartet, dass zahlreiche Kitas geschlossen bleiben. Auch an den Schulen streiken die angestellten Lehrkräfte und Erzieher, Grundschulen sind jedoch dazu verpflichtet, zumindest eine Notbetreuung anzubieten.

Arbeitende Eltern müssen sich nun nach Alternativen zur Kinderbetreuung umsehen. Einen Vorgeschmack  gab es bereits am 13. Februar. Mehr als 100 Kitas blieben beim ersten Warnstreik komplett geschlossen, darüber hinaus streikten auch Lehrer an etwa 600 Schulen in Berlin. Wenn am Mittwoch auch die Angestellten in den Behörden die Arbeit niederlegen, müssen sich BerlinerInnen zudem auf längere Wartezeiten auf den Ämtern einstellen.

Was sollen die Warnstreiks erreichen?

Mit dem Streik wollen die Gewerkschaften ihrer Forderung nach mehr Lohn und verbesserten Lohngruppen Nachdruck verleihen. Sechs Prozent mehr, mindestens 200 Euro zusätzlich pro Monat, soll es für Angestellte der Länder geben. Außerdem fordern die Gewerkschaften, die Bezahlung für Berliner Beschäftigte im Erziehungs- und Sozialdienst an den kommunalen Tarifvertrag TVöD anzupassen. In anderen Bundesländern ist dies bereits üblich. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 28. Februar angesetzt.

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