Internationaler Frauentag: Zum ersten Mal Feiertag in Berlin

Der 8. März in Berlin

Berlin
Nachrichten aus Berlin / Foto: © styleuneed

Zum ersten Mal machen die Berliner am 8. März frei. Seit diesem Jahr ist der Internationale Frauentag gesetzlicher Feiertag in der Hauptstadt. Wie verbringen die Berliner den Tag? Und was sagen Menschen aus anderen Bundesländern zum neuen regionalen Feiertag?

Shopping in Brandenburg, Demonstrationen in Berlin

Viel Zeit, sich an die Idee eines neuen Feiertags zu gewöhnen, hatten die Berliner nicht. Erst im Januar fiel der Beschluss, den 8. März zum arbeitsfreien Tag zu erklären. Einen Tag zuvor erinnerten daher in vielen Geschäften Aushänge die Kundschaft daran, dass am Freitag die Läden geschlossen bleiben. So einige Berliner verbrachten ihren freien Tag aber trotzdem mit Shopping, im benachbarten Brandenburg. ( Geöffnet ist zum Beispiel das A10 Center, der Kaufpark Eiche und auch die Geschäfte im Gewerbegebiet Waltersdorf)
Andere zog es auf die Straße: Gleich mehrere Organisationen hatten Demos zum Internationalen Frauentag angesetzt.

Um 12:00 Uhr startete die feministische Fahrraddemo „Purple Ride“ am Mariannenplatz in Kreuzberg und zog zum U-Bahnhof Magdalenenstraße in Lichtenberg. Eine Stunde später hatte das FrauenNetz Marzahn-Hellersdorf zur Demo am S-Bahnhof Ahrensfelde geladen. Um 14:00 Uhr begann schließlich die Demo des „Frauen*kampftags Bündnis Berlin“ am Alexanderplatz und setzte sich in Richtung Oranienplatz in Kreuzberg in Bewegung.

Mehrheit der Deutschen möchte 8. März nicht als bundesweiten Feiertag

Berlin ist das erste und bislang einzige deutsche Bundesland, das den Internationalen Frauentag zum gesetzlichen Feiertag erklärte. Damit gibt es jetzt zehn offizielle Feiertage in Berlin. Doch sehen die Menschen in anderen Bundesländern Berlin als Vorbild? Soll der 8. März zum deutschlandweiten Feiertag werden? Die Mehrheit der Deutschen ist tatsächlich dagegen. Einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des Tagesspiegels zufolge lehnen 55 Prozent den 8. März als bundesweiten Feiertag ab. 34 Prozent wären dafür, den arbeitsfreien Tag auch bundesweit einzuführen.