Hohe Stickoxid-Belastung in Berlin

Berlin

Die sprichwörtliche Berliner Luft ist dieser Tage vor allem dick – dick mit Stickoxid. Die Luftverschmutzung in der gesamten Stadt sei noch deutlich höher als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Messreihe, die der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) in Kooperation mit der Technischen Universität (TU) durchgeführt hat.

EU-Grenzwert wird deutlich überschritten

Stickoxide sind verschiedene Gase, die sich aus den Stickstoff- und Sauerstoffatomen zusammensetzen. Zu den wichtigsten dieser Verbindungen zählen Stickstoffmonoxide und Stickstoffdioxide. In Städten gelangen sie vor allem aus Straßenverkehrsabgasen in die Luft. Stickoxide tragen zur Feinstaubbelastung bei. Vor allem für Asthmatiker und andere Allergiker können sie gefährlich werden, aber auch gesunden Menschen macht eine sehr hohe Stickoxidbelastung das Atmen schwer. Die Abgase belasten das Herz-Kreislaufsystem.

Die EU hat einen Grenzwert von im Jahresmittel höchstens 40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft festgelegt. In Berlin liegt die Stickoxid-Belastung laut aktueller Messung jedoch deutlich darüber. rbb und TU haben in drei Messzyklen von jeweils vier Wochen im Oktober und November die Luftverschmutzung an verschiedenen Standorten gemessen. Die höchste Belastung stellten sie am Görlitzer Bahnhof in Kreuzberg fest. Dort lag der Stickoxid-Gehalt bei 77 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Mehr Messtationen, höhere Werte

Auch in anderen Berliner Bezirken zeigt die Messung eine Stickoxid-Belastung zwischen 61 und 74 Mikrogramm. 110 Standorte haben sich rbb und TU vorgenommen – dreimal so viel wie das Land Berlin im Jahr 2016. An vielen Messstationen liegen die Werte zudem über denen, die das Land Berlin im Vorjahr ermittelt hat. Damals wurde im Jahresmittel höchstens 66 Mikrogramm Stickoxide festgestellt.

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