Kitas in Berlin: Ab dem 1. August zahlen Eltern keine Gebühren mehr

Kostenlos und Qualität egal ?

Silhouette von Berlin
(Foto: © JiSign )

Als erstes Bundesland schafft Berlin die Kita-Gebühren komplett ab. Vom 1. August 2018 ist auch die Betreuung von Kleinkindern unter einem Jahr gebührenfrei. Das gilt für Kitas und Tagesmütter. Bereits ab 2007 waren die Gebühren für die Betreuung der weiteren Jahrgänge schrittweise abgeschafft worden.

Berlin als Vorreiter für andere Bundesländer

Berlin soll damit Vorreiter für die anderen deutschen Bundesländer sein. Geht es nach Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), sollen Kitas in ganz Deutschland beitragsfrei werden. Einige Bundesländer sind schon auf dem Weg dahin: In Rheinland-Pfalz werden Kinder ab zwei Jahren seit 2010 beitragsfrei betreut. In Niedersachsen und Hessen gibt es ab dem 1. August für Kinder ab drei Jahren kostenfreie Betreuungsplätze. Und in Brandenburg wird ebenfalls ab dem 1. August zumindest das letzte Kita-Jahr vor der Einschulung beitragsfrei.


Freizeitangebote für Kinder in Berlin :

  • Sehenswürdigkeiten für Kinder in Berlin
  • Museen für Kinder in Berlin
  • Ausflugstipps für Familien in Berlin
  • Spaßbäder in Berlin
  • Kinderbäder in Berlin

  • Obergrenze für Zuzahlung zu zusätzlichen Angeboten

    Für Eltern bedeutet der Wegfall der Betreuungsgebühren eine spürbare finanzielle Entlastung. Vor allem einkommensschwache Familien in Berlin können aufatmen. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hatte früher in diesem Jahr kritisiert, dass Haushalte unterhalb der Armutsgrenze überproportional hohe Beiträge für die Kinderbetreuung zahlen. Eine weitere Entlastung gilt ab dem 1. September 2018: Dann tritt eine Obergrenze für den Betrag in Kraft, den Eltern für zusätzliche Angebote beisteuern müssen. Wünschen Eltern Sportangebote, Musik- oder Sprachunterricht oder Bio-Essen, müssen sie dafür höchstens 90 Euro im Monat zahlen. Weiterhin müssen Familien jedoch für das Essen in den Kitas aufkommen. Die Kosten betragen monatlich 23 Euro.

    Es fehlt weiterhin an Betreuungsplätzen

    Alle Probleme sind mit dem Wegfall der Kita-Gebühren allerdings nicht vom Tisch. Im Gegenteil: Betreuungsplätze sind in Berlin nach wie vor knapp, es fehlt an Erzieherinnen und Erziehern. Etwa 170.000 Kita-Plätze gibt es derzeit in der Stadt. Das reicht lange nicht aus, um den Bedarf zu decken. Berlin wächst jährlich um mehrere Tausend Menschen, darunter viele Familien. Die Zahl der Kinder in der Stadt beträgt etwa 220.000 und liegt damit auf einem Rekordhoch. Der Senat hat versprochen zu reagieren und 25.000 neue Kita-Plätze bis zum Jahr 2021 schaffen. Doch auch das wird noch nicht ausreichen, damit alle Familien Betreuungsplätze für ihre Kinder finden. (Foto: © JiSign)


    Kinderbetreuung in Berlin:

  • Kindergärten in Berlin
  • Waldkindergärten in Berlin

  • 1 Kommentar

    1. Berlin Berliner Senat gibt das Geld der Geberländer (Länderfinanzausgleich) aus und gibt mit seinen „Wohltaten“ an!

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