Mietendeckelrechner des Berliner Senats geht online

Berliner Mietendeckel

Berlin
Nachrichten aus Berlin / Foto: © styleuneed

Der 23. November ist ein Tag, den sich sowohl Mieter als auch Vermieter merken sollten. Dann tritt nämlich die zweite Stufe des Berliner Mietendeckels in Kraft. Für Vermieter bedeutet dies: Sie müssen Mieten absenken, die über der festgelegten Obergrenze liegen. Wer wissen möchte, ob seine Wohnung zu teuer ist, kann das nun mit dem Mietendeckelrechner des Senats nachprüfen.

Liegt die eigene Wohnung über der Mietobergrenze?

Ab dem 23. November treten die gesetzlich definierten Obergrenzen für den Mietendeckel in Kraft. Die sind vom Baujahr des Hauses und von der Ausstattung der Wohnung abhängig, ebenso vom Zeitpunkt der letzten Modernisierung und von der Wohnlage. Ab dem Stichtag darf die Wohnungsmiete nicht mehr als 20 Prozent über dieser Obergrenze liegen. Vermieter müssen überhöhte Mieten absenken. Halten sie sich nicht daran und verlangen weiterhin zu hohe Mieten, handeln sie gesetzwidrig und können mit einem Bußgeld belangt werden.
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Doch wie finden Mieter heraus, ob ihre Wohnungsmiete innerhalb der Obergrenze liegt? Dafür hat der Senat am Montag, dem 16. November, den Mietendeckelrechner vorgestellt. Über das Online-Formular können Mieter Angaben zur eigenen Wohnung, zur Miete und zur Ausstattung eingeben und sich das Ergebnis ausrechnen lassen.

Ab Dezember müssen zu hohe Mieten gesenkt werden

Stellen Mieter nun fest, dass sie zu viel bezahlen, sollten sie im Dezember genau auf ihren Kontoauszug schauen. Vermieter müssen spätestens dann die Mieten absenken. Die großen Wohnungsunternehmen haben die Mietsenkungen bereits im November berücksichtigt. Wer selbst überweist, reduziert die Mietzahlung gemäß Gesetz.

Allerdings: Direkt ausgeben sollte man das durch eine eventuelle Mietsenkung gesparte Geld nicht. Noch besteht die Möglichkeit, dass das Gesetz zum Berliner Mietendeckel gekippt wird. Das Bundesverfassungsgericht will im zweiten Quartal 2021 darüber entscheiden, ob das Gesetz verfassungsgemäß ist. Bis dahin sollten gesparte Mietzahlungen zurückgelegt werden.
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