Corona-Krise: Nur wenige Anträge auf Mietstundungen

Infos für Mieter in Berlin

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Hilfe für Mieter in der Corona Pandemie. / Foto: Tkni

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass zahlreiche Berliner entweder in Kurzarbeit gehen mussten oder ihr Einkommen verloren. Angesichts der Verdienstausfälle machen sich viele Mieter berechtigterweise Sorgen, wie sie ihre Miete weiter zahlen sollen. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften räumten daher die Möglichkeit ein, die Miete unbürokratisch zu stunden. Bislang haben jedoch nur wenige Mieter von dieser Option Gebrauch gemacht. Das berichtet der rbb unter Berufung auf eine repräsentative Erhebung der Wohnungsbaugesellschaften.

Nur ein halbes Prozent der Mieter hat eine Stundung beantragt

300.000 Wohnungen befinden sich im Besitz des Landes Berlin. Bis Ende Mai sind der Erhebung zufolge 1.157 Anträge auf Mietstundung eingegangen. 76 Mieter stellen Antrag auf Mietverzicht. Insgesamt macht dies weniger als ein halbes Prozent der Mieter aus. Die Wohnungsbaugesellschaften schließen daraus, dass die Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern greifen und es Mietern erlauben, ihren Mietverpflichtungen weiterhin fristgerecht nachzukommen. Die durch gewährte Stundungen entgangenen Mieteinnahmen belaufen sich derzeit auf 743.793 Euro.
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Gestundete Miete muss später nachgezahlt werden

Während der Corona-Krise soll kein Berliner seine Wohnung aufgrund von Mietschulden verlieren, sofern diese Schulden zwischen dem 1. April und 30. September angefallen sind. Daraus ergibt sich allerdings nicht, dass Mieter die Mietzahlungen einfach einstellen können, wenn das Geld fehlt. Sie sind nach wie vor dazu verpflichtet, sich bei Zahlungsschwierigkeiten mit den Wohnungsbaugesellschaften in Verbindung zu setzen. Diese versprechen, individuelle Lösungen zu finden. Wird die Miete gestundet, muss sie zu einem späteren Zeitpunkt gezahlt werden.
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