Rekord: So heiß war der Sommer in Berlin

Zu trocken in Berlin und Brandenburg

Silhouette von Berlin (Foto: © JiSign )

Am 1. September ist meteorologischer Herbstanfang. Der Sommer legt aber wohl nur eine kleine Pause ein. Nach einem kühleren Wochenende soll es schon ab Montag wieder wärmer werden. Schon jetzt steht fest: Der Sommer 2018 in Berlin und Brandenburg war der sonnigste und wärmste seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen. ( Tipps für den Sommer in Berlin )

Rund drei Grad wärmer als normal

Die Monate Juni, Juli und August waren im Schnitt rund drei Grad wärmer als normal. Wie der Deutsche Wetterdienst (DW) berichtet, lagen die Durchschnittstemperaturen in Brandenburg bei 20,3°C – und damit deutlich über dem langjährigen Mittel von 17,3°C. In der Stadt ist es für gewöhnlich immer etwas wärmer als im Umland und so kommt auch Berlin auf eine Durchschnittstemperatur von 20,8°C. Das langjährige Mittel liegt bei 17,7°C.

Rekorde gibt es auch bei der Sonnenscheindauer zu vermelden: In Berlin zeigte sich die Sonne 825 Stunden lang, in Brandenburg schien sie sogar 830 Stunden. Zum Vergleich: Die Sonnenscheindauer im langjährigen Mittel beträgt in Berlin 664 Stunden, in Brandenburg 662 Stunden. Rechnet man die Sonnenscheindauer von April bis Ende August, kommt man sogar auf 1490 Stunden Sonne in Berlin.

Die Zahl der Hitzetage, an denen die Temperatur auf über 30°C stieg, lag bei 22. An 55 Tagen zeigte das Thermometer mehr als 25°C an. In Berlin und Brandenburg war es damit noch wärmer und sonniger als der Rest von Deutschland. Dort wurde der Hitzerekord von 2003 nicht eingestellt.

Warm und sonnig – aber auch sehr trocken

Warme Temperaturen und viel Sonnenschein: Schüler und Schülerinnen in Berlin und Brandenburg haben sich darüber natürlich gefreut. Genauso wie viele andere Menschen, die sonnige Tage und laue Sommerabende beim Baden, in den Cafés und Bars oder einfach auf dem Balkon verbracht haben. Der Rekord-Sommer lässt auch die Betreiber der Berliner Bäder-Betriebe lachen. Rund 1,95 Millionen Gäste verzeichneten die 17 Berliner Freibäder bislang.

Anderen machte die Hitze dagegen zu schaffen. Für die Natur war vor allem der ausbleibende Regen problematisch. Sowohl in Berlin als auch in Brandenburg fiel unterdurchschnittlich wenig Niederschlag. Berlin kommt von Juni bis Ende August auf 110 Liter Regen pro Quadratmeter, Brandenburg auf 105 Liter pro Quadratmeter. Das langjährige Mittel liegt für Berlin bei 182 Litern, in Brandenburg bei 177 Litern. Damit regnete es aber immer noch ein wenig mehr als im Dürrejahr 2011. Die Wettermessstation in Dahlem verzeichnete damals nur 64 Liter Regen pro Quadratmeter in Berlin.

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