Gericht bestätigt: Spätis in Berlin-Mitte müssen auf Ausschank im Freien verzichten

Berlin
Nachrichten aus Berlin / Foto: © styleuneed

Nach Feierabend noch kurz zum Späti und dort ein kühles Bier im Freien genießen: Im Sommer machen sich viele Betreiber von Spätverkäufen das schöne Wetter zunutze und stellen Tische und Stühle vor ihren Läden auf. Dort machen es sich die Berliner und auch einige Touristen dann gern gemütlich. Das stört allerdings Anwohner, denn wo viele Leute zusammensitzen, kann es auch schon einmal laut zugehen. In Berlin-Mitte müssen viele Spätis daher ihre Tische und Stühle wieder einräumen. Das Verwaltungsgericht hat eine neue Regel des Bezirksamt zum Ausschank im Freien bestätigt.

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„Partyähnliche Stimmung“ vor Spätis

Das Verwaltungsgericht wies den Eilantrag allerdings zurück. An der geänderten Praxis des Bezirksamts sahen die Richter nichts zu beanstanden. Gerade zu später Stunde würden Spätis ein Publikum anziehen, das vermehrt Alkohol konsumiere. So komme es zu Nachtzeiten zu partyähnlicher Stimmung – zu Lasten der Anwohner. Der Freiluftausschank von Spätis sei daher anders zu bewerten als die Schankvorgärten von Bäckereien, Fleischereien oder Feinkostläden. Dem Späti-Betreiber bleibt jetzt noch die Möglichkeit, gegen die Entscheidung Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einzulegen.
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