Steigende Schülerzahlen in Berlin

Berlin braucht neue Schulen

Kind in der Schule
Es gibt zu wenige Schulen in Berlin. / Foto © Monkey Business - stock.adobe. com

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Berlin steigt weiter – wenn auch nicht so stark wie von der Bildungsverwaltung noch im Frühjahr prognostiziert wurde. Im laufenden Schuljahr 2020/21 sind insgesamt 331.049 Schüler an den allgemeinbildenden Schulen in der Hauptstadt angemeldet. Das sind 5.524 mehr als im vergangenen Schuljahr.

Durchschnittliche Klassengröße an den Grundschulen bei 22,2 Schülern

Die aktuellen Zahlen teilte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie am Montag mit. In der Modellrechnung im März war man von noch höheren Zahlen ausgegangen. Der Prognose zufolge sollten noch einmal 1.500 Kinder und Jugendliche mehr die öffentlichen allgemeinbildenden Schulen besuchen.
Dennoch setzt sich der Aufwärtstrend bei den Schülerzahlen fort. Während Berlin vor zehn Jahren noch Schulen schließen musste, gibt es nun einen neuen Spitzenwert. Damit kommen auch neue Aufgaben auf die Hauptstadt zu. Dringend werden etwa neue Schulplätze benötigt. Aktuell liegt die Klassenstärke in der Grundschule bei durchschnittlich 22,2 Schülern.
Der Anteil der Schüler, die von der Zuzahlung zu Lernmitteln befreit sind, liegt in diesem Schuljahr bei 31,5 Prozent – ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (32,2 Prozent). Leicht gestiegen ist die Zahl der Schüler mit nichtdeutscher Herkunftssprache, von 40,6 auf 41,0 Prozent.

Corona: Vier-Stufen-Plan gilt seit Donnerstag

Die hohen Schülerzahlen treten in einem alles andere als gewöhnlichem Schuljahr auf. Die Corona-Pandemie stellt Schulen und das Lehrpersonal vor große Herausforderungen. Aktuell gilt der sogenannte Vier-Stufen-Plan, der aufgrund der steigenden Infektionszahlen in Kraft getreten ist.

Jeden Donnerstag werden die Schulen hinsichtlich des Infektionsgeschehens beurteilt und in eine von vier Stufen eingeteilt:

  • Grün bedeutet Regelunterricht.
  • Gelb bedeutet Regelunterricht mit verstärkten Hygienemaßnahmen.
  • Orange heißt eingeschränkter Regelunterricht mit abermals verstärkten Hygienemaßnahmen wie Maskenpflicht im Unterricht. Freiwillige Angebote wie AGs werden nicht mehr als Präsenzveranstaltungen angeboten.
  • Rot bedeutet Unterricht im Alternativszenario, als Mischung aus Präsenzunterricht in der Klasse und Lernen zu Hause.

Die Stufe Grün gilt nach Einstufung vom vergangenen Donnerstag an keiner Berliner Schule. 702 Schulen stehen auf der Stufe Gelb, 170 auf Orange. Als Rot wurden zwei Berliner Oberstufenzentren eingestuft. Eine Grundschule in Frohnau musste derweil aufgrund von Corona-Infektionen komplett schließen, die Schüler werden bis zum 12. November zu Hause unterrichtet.
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