Vorsicht vor Blaualgen am Tegeler See

Badeverbot am Tegler See in Berlin

Berlin

Vorsicht sollten derzeit Hundebesitzer walten lassen, die mit ihren Tieren am Tegeler See unterwegs sind. In der vergangenen Wochen waren in der Gegend 14 Hunde überraschend verstorben. Wenige Kilometer entfernt wurden zudem 15 tote Wildtiere entdeckt. Bei einem der toten Hunde hat die tierärztliche Untersuchung nun Blaualgengift als Todesursache nachgewiesen.

Ob das Blaualgengift Anatoxin A für den Tod aller verstorbenen Hunde am Tegeler See verantwortlich ist, steht nicht fest. Auch Hitzschlag oder Herzinfarkt könnten als Todesursache in Frage kommen. Die Wildtiere waren durch Giftköder verendet, die direkt am See jedoch nicht nachgewiesen werden konnten.

Badeverbot an betroffenen Stellen

Für Passanten, insbesondere für Familien mit kleinen Kindern und eben Hundebesitzer, gilt am Tegeler See jetzt erhöhte Aufmerksamkeit. Bereits am vergangenen Freitag warnte das Landesamt für Gesundheit und Soziales vor Blaualgenbefall im See. Baden sollten Passanten hier derzeit nicht, Algenansammlungen sind zu meiden, zudem sollte man kein Wasser schlucken. Eltern sollten Kinder nicht direkt am oder im Wasser spielen lassen. ( Freibäder in Berlin )

Blaualgen sind Cyanobakterien von charakteristisch blauer Farbe. Sie enthalten neben Anatoxin A noch eine Reihe weiterer Giftstoffe. Bei warmem Wetter vermehren sie sich rasend schnell. Hautkontakt mit den Bakterien kann zu Reizungen und Übelkeit führen. Wird mit Blaualgen belastetes Wasser verschluckt, kann das Gift die Lunge lähmen und zum Ersticken führen.
( Strandbad Tegeler See und mehr Strandbäder in Berlin

(Foto: © JiSign )