Zum Tag des Artenschutzes: Wie steht es um bedrohte Arten in Berlin?

Bedrohte Tierarten in Berlin

Berlin

Heute, am 3. März, ist Internationaler Tag des Artenschutzes. Er soll an das Washingtoner Artenschutzabkommen erinnern und an dessen Ziel, bedrohte wildlebende Tier- und Pflanzenarten zu schützen.

Wie ist es um wilde Pflanzen und Tiere in Berlin bestellt? Auf der Berliner Roten Liste sind 4270 Tier- und Pflanzenarten als gefährdet erfasst. Das Gesamtregister führt für Berlin 9237 wildlebende Arten. Für mehr als die Hälfte davon gilt also eine Gefährdungskategorie. Zwergfledermäuse, Wildkaninchen und Feldhasen etwa gelten als „stark gefährdet“, die Schleiereule als „vom Aussterben bedroht“. ( Besuchen Sie mal wieder den Tierpark Berlin oder den Zoo in Berlin )

Berlins wilde Flora und Fauna sucht sich jedoch auch Nischen. Als Chance für mehr Artenvielfalt gilt zum Beispiel das ehemalige Flugfeld des Flughafen Tempelhof. Seitdem hier keine Flugzeuge mehr landen, haben sich zahlreiche Insekten auf dem Feld angesiedelt. Seit 2006 ist die Italienische Schönschrecke zurück, auch die Grillenart mit dem Namen Weinhähnchen hat sich wieder in Berlin angesiedelt.

Viele Vögel haben sich zudem mit dem Großstadtleben in Berlin arrangiert. Haussperlinge finden selbst in der Innenstadt ausreichend Nahrung. Ihnen kommt zugute, dass Berlin eine nicht ganz so saubere Großstadt ist. Und wenn er auf der Straße nichts findet, klaut der Hauptstadtspatz die Krümel halt direkt vom Teller in den Straßencafés. An den Hochhäusern am Alexanderplatz richten sich derweil Wanderfalken häuslich ein. Ein seltener Vertreter ist in Treptow-Köpenick zu finden: Am Seddinsee leben Seeadler.

18 Prozent Waldfläche gehören zu Berlin ( – Wälder und Wanderwege in Berlin – ) und bieten vielen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Weniger grün zeigt sich dagegen die Innenstadt. Hier fehlt es an Wiesen und Grünstreifen, die auch einmal monatelang vor sich hin blühen dürfen, an Bäumen und Parkflächen. (Foto: © JiSign )

Tipp: Kennen Sie den Wildpark Johannismühle oder den Zoo Eberswalde</a>

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