Der verkaufsoffene Sonntag am 20.08. in Potsdam fällt aus

Brandenburg: Rot-Rot (und Verdi) machen die kleinen Händler tot

verkaufsoffener Sonntag in Potsdam fällt aus

Die Einzelhändler in der Brandenburgischen Landeshauptstadt können einem wirklich leidtun.
Wieder wurde ein verkaufsoffener Sonntag abgesagt.
Das geplante Sonntagsshopping zur Schlössernacht, die an diesem Wochenende stattfindet, wurde auf Grund einer Klage von Verdi abgeblasen.

Verdi möchte nach eigenem Bekunden die Beschäftigten im Einzelhandel schützen.
Das Motto der Gewerkschaft: „Sonntags nie“. Der Sonntag ist ein Ruhetag, der für das Familienleben reserviert ist, geht zwar komplett an den Lebensgewohnheiten und Bedürfnissen der Menschen vorbei, aber das stört die Gewerkschaftsbosse wohl wenig. Diese beziehen ja ihr Gehalt aus Gewerkschaftsbeiträgen und müssen sich so um ihre Einkünfte keine Sorgen machen.

Dass die verkaufsoffenen Sonntage auch dazu beitragen können, Arbeitsplätze im Einzelhandel zu erhalten, haben die Verantwortlichen leider noch immer nicht verstanden.
Das Verbot der Sonntagsöffnung trifft übrigens die kleinen inhabergeführten Geschäfte besonders hart. Diese Geschäfte brauchen die Umsätze, die durch die Touristen gemacht werden, die zu Veranstaltungen wie der Schlössernacht nach Potsdam kommen. Und hier stehen die Inhaber am Sonntag selber im Laden – keine Gewerkschaftsmitglieder.

Kein verkaufsoffener Sonntag am 20.08.2017 in Potsdam

Auch ist mir völlig unverständlich warum die Kellner im Restaurant, die Verkäufer an der Kinokasse oder in der Eisdiele regelmäßig an Sonntagen arbeiten können, man es aber den Verkäufern im Einzelhandel nicht an 5 bis 10 Sonntagen im Jahr zumuten kann ein paar Stunden an einem Sonntag arbeiten zu gehen.
Die Verkäufer im Einzelhandel profitieren ja auch jeden Sonntag von der Sonntagsarbeit anderer!
Übrigens auch die Gewerkschaftsbosse, die sich so leidenschaftlich für den Schutz der Arbeitnehmer einsetzen, profitieren von den vielen fleißigen Arbeitnehmern, die ganz selbstverständlich regelmäßig am Sonntag ihren Job machen. Und ich rede hier nicht von den Feuerwehrleuten, den Ärzten in der Notaufnahme und den Leuten im E-Werk. Sondern von den vielen Arbeitnehmern, die uns die Sonntage so angenehm machen.
Zum Beispiel die Menschen, die im Theater / Kino arbeiten, in der Gastronomie, im Schwimmbad, Museum, oder in der Minigolfanlage beschäftigt sind. Oder denken wir an die Arbeitnehmer, die beim Radio / TV oder bei einer Zeitung arbeiten. Wir wollen natürlich auch nicht die vielen Leute vergessen, die am Sonntag das Internet am Laufen halten.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Verdi Bosse aus Solidarität mit den „armen Arbeitnehmern “ am Sonntag auf all diese Annehmlichkeiten verzichten!

Die Einzelhändler in Potsdam fühlen sich auch von der Rot-Roten Landesregierung im Stich gelassen.
Auf eine Unterschriftensammlung für die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten in Brandenburg reagierte die Landesregierung nicht.
Nun macht der Slogan

Rot -Rot macht die kleinen Händler tot

in Potsdam die Runde.
Das Geld was die Potsdamer evtl. am kommenden Sonntag in den Potsdamer Geschäften ausgegeben hätten, können sie nun Anfang September nach Berlin tragen.
Denn am 03.09.2017 ist in Berlin wieder ein stadtweiter verkaufsoffener Sonntag! Die Berliner Einzelhändler freuen sich auf die Kundschaft aus Potsdam und ganz Brandenburg!

Den Potsdamer Einzelhändlern bleibt nur sich bei verdi und einer untätigen Rot-Roten Landesregierung zu bedanken und evtl. durch viele Gespräche mit der Kundschaft Aufklärungsarbeit zu leisten.

Bleibt zu hoffen, dass auch die Verdi-Verantwortlichen irgendwann erkennen, dass sich die Lebensgewohnheiten der Menschen geändert haben und wir uns alle an neue Aufgaben und Arbeitszeiten gewöhnen müssen. Evtl. verstehen die Verdi Leute auch irgendwann, dass die Verbraucher im Internet rund um die Uhr einkaufen können – auch am Sonntag!
Die Krokodilstränen der Gewerkschaftsbosse , die dann zahlreich und lautstakt vergossen werden, wenn Kaufhäuser oder Geschäfte in den Innenstädten wegen schlechter Umsätze schließen und Arbeitsplätze verloren gehen, helfen niemandem.

Um das noch klar zu sagen: Selbstverständlich müssen Arbeitnehmer für ihre Sonntagsarbeit einen Freizeitausgleich erhalten und fair bezahlt werden. Sonntagsarbeit darf nicht zur Mehrarbeit werden!
( Foto: © stockWERK)

1 Kommentar zu Der verkaufsoffene Sonntag am 20.08. in Potsdam fällt aus

  1. G.Moran // 20. August 2017 um 20:52 //

    Außerdem die Angestellte werden ein anderes Tag frei haben. Ich arbeite am Flughafen auch sonntags damit Verdi fliegen können.
    Es kann aber sein das die ROTE sind jetzt religiös geworden und gehen mit ihren Belegschaft in die Kirche.
    In Katholische polen sind die Geschäfte jeder Sonntag geöffnet.

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