Großer Waldbrand bei Treuenbrietzen: 3 Dörfer evakuiert, Rauch über Berlin

Waldbrand in Brandenburg bei Treuenbrietzen

Waldbrand in Brandenburg Waldbrand in Brandenburg bei Treuenbrietzen / Beispielfoto: © yelantsevv

Zahlreiche Berliner wurden am frühen Freitagmorgen von starkem Brandgeruch aus dem Schlaf gerissen. Für die Anwohner im Brandenburgischen Treuenbrietzen gestaltete sich die Situation aber noch wesentlich dramatischer. Bereits am Donnerstag wütete ein Waldbrand, in der Nacht breitete er sich auf bis zu 400 Hektar Fläche aus. Die Dörfer Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen wurden evakuiert, etwa 500 Menschen mussten über Nacht ihre Wohnung verlassen. Die Rauchschwaden zogen auch über Berlin und waren bis in den Norden der Hauptstadt zu riechen.

Weitere Brände bei Jüterborg

Ein weiteres Feuer brach am Donnerstagnachmittag südwestlich von Berlin am Rande von Jüterborg aus. Mehrere Hektar Heide und Wald auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz standen in Flammen. Auch eine Mülldeponie brannte. Der Boden auf dem ehemaligen Truppenübungsgelände ist mit Munition belastet, was die Löscharbeiten behindert.

Rund um Treuenbritzen waren derweil rund 600 Einsatzkräfte damit beschäftigt, das Feuer einzudämmen. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) bat Hilfe und Unterstützung der Berliner Feuerwehr für die Brandenburger Kollegen an. Die Bundeswehr und die Bundespolizei waren mit Löschhubschraubern im Einsatz. Wasserwerfer der Polizei beteiligten sich ebenfalls an den Löscharbeiten.

Frohnsdorfer durften mittlerweile in ihre Häuser zurückkehren

Am Vormittag sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) der Deutschen Presse-Agentur, dass das Feuer weitgehend unter Kontrolle sei. Die Bewohner von Frohnsdorf durften mittlerweile wieder in ihre Häuser zurückkehren. Wenn der Wind günstig bleibe, sollen auch die anderen Anwohner bald wieder nach Hause dürfen. Allerdings gibt es noch mehrere große Brandstellen. Die entstandenen Schäden könnten laut Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke noch nicht bewertet werden.
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