Die Berlinale 2017

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin

Berlin

Seit Montag läuft der Vorverkauf, am 9. Februar geht es dann ganz offiziell los mit den 67. Internationalen Filmfestspielen Berlin, kurz Berlinale. Zehn Tage lang treffen sich wieder Filmemacher, Filmkritiker und Film-Enthusiasten. Höhepunkt ist der natürlich die Verleihung der Berlinale-Bären. Das Programm hat aber auch außerhalb des Wettbewerbs einige sehenswerter Filme zu bieten. Welche sollte man nicht verpassen?

Insgesamt laufen 399 Filme auf dem Festival. Das sind 34 weniger als im vergangenen Jahr, aber immer noch mehr, als ein Mensch innerhalb von zehn Tagen sehen kann. Daher lohnt es sich, früh eine Auswahl zu treffen und Favoriten auszuwählen.

Leises zur Eröffnung

Zur Eröffnung setzt die Berlinale in diesem Jahr auf ein Regiedebüt. Ein ungewöhnlicher Schritt, Ethien Comars Film Django aber will sowohl Jazz- als auch Geschichtsinteressierte ansprechen: Es geht um Djang Reinhardt, der zum gefeierten Jazz-Star und dann von den Nazis verfolgt wurde.

Das Jugendfilmfestival eröffnet dieses Mal Michael Winterbottom mit seinem Dokumentarfilm On the Road. Ein Jahr lang begleitete er die Jugendband Wolf Band auf ihrer Tour durch England.

Sehenswertes im Wettbewerb

In The Dinner treffen vier US-Stars aufeinander: Laura Linney, Richard Gere, Rebecca Hall und Steve Coogan spielen zwei Ehepaare. Beim gepflegten Dinner diskutieren sie, wie sie das Verbrechen ihrer Söhne vertuschen könnten. Regie beim Kammerspiel führte Oren Moverman.

Hoffnungen auf einen Bären darf sich auch Volker Schlöndorff machen. Er hat seinen lose auf Max Frisch‘ Novelle basierenden Film Rückkehr nach Montauk mitgebracht. Stellan Skarsgard spielt den Autor, der sich seiner einstigen großen Liebe stellt.

Die andere Seite der Hoffnung zeigt Aki Kaurismäkis Blick auf die Flüchtlingskrise. Der finnische Kult-Regisseur erzählt lakonisch, aber mit realistischer Härte.

Ein wenig Nostalgie

Zurück in die Kino-Vergangenheit und damit in die Jugend so einiger Zuschauer führen in diesem Jahr gleich mehrere Filme. Der Brite Danny Boyle zeigt so T2 – Trainspotting, die Fortsetzung seines Erfolgs Trainspotting. 20 Jahre ist es her, dass Ewan McGregor erstmals den Renton gab – jetzt sind die schottischen Freunde zurück. Der Film läuft außer Konkurrenz.

Auch Arnold Schwarzenegger schlägt wieder zu: in einer restaurierten und auf 3D aufgemotzten Fassung von Terminator 2. James Camerons Science Fiction Film ist bei den Berlinale Classics zu sehen.

Als Hommage an den Kostümdesigner Milena Canonero zeigt die Berlinale außerdem Stanley Kubricks Klassiker Uhrwerk Orange.

Wer richtig viel Zeit entbehren kann, sieht sich Rainer Werner Fassbinders Welt am Draht an. Der achtstündige dystopische Science Fiction Streifen wird in diesem Jahr zum ersten Mal an einem Stück gezeigt.

Hier geht es zum vollständigen Programm der Berlinale 2017.

(Foto: © JiSign )