Kreuzberg feiert den Tag der Arbeit: Das 16. Myfest in Berlin

Tag der Arbeit in Berlin

Berlin
Nachrichten aus Berlin / Foto: © styleuneed

Friedliche Feiern statt Ausschreitungen: Das Kreuzberger Myfest soll gewaltsamen Protesten am Tag der Arbeit entgegenwirken, indem es die Menschen zu ausgelassenen Feierlichkeiten einlädt. In diesem Jahr findet das Myfest bereits zum 16. Mal in den Kiezen um das Kottbusser Tor, den Heinrichplatz und die Oranienstraße statt. Am 1. Mai gibt es ab 12 Uhr wieder ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, Kreuzberger servieren selbstgemachtes Essen und Kids können bei vielen Aktionen Spaß haben.

Lokale Gruppen und Künstler beim Myfest

Seit 2003 organisiert der Myfest e.V. die Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit, immer im Dialog mit den Anwohnern. Um ein fröhliches Fest für alle zu gewährleisten und die Belastung für die Anwohner möglichst gering zu halten, wurde im Laufe der Jahre die Zahl der Standplätze verringert, das Ende auf 22 Uhr vorverlegt. Dass die Kreuzberger Maifeiern in den letzten Jahren friedlicher verlaufen sind, führen Polizei, Politik und Anwohner auch auf das Myfest zurück.

In diesem Jahr möchten die Veranstalter verstärkt lokale Gruppen und Vereine, Künstler und Sportvereine einbeziehen. Auf den Bühnen treten Bands und DJs auf, Comedians und Performancekünstler. Kids können einen Erlebnisparcour auf dem Mariannenplatz absolvieren, sich fantasievoll schminken lassen oder Masken und Kostüme aus Papier basteln.

Politisches Programm zum Tag der Arbeit

Bei aller Ausgelassenheit kommt auch das politische Programm nicht zu kurz. Das Myfest möchte ein Zeichen setzen für mehr Toleranz, gegen Rassismus und Homophobie. Kreuzberg soll ein bunter Kiez bleiben, ein Ort für viele verschiedene Menschen, daher wendet sich die Veranstaltung auch gegen Gentrifizierung und Spekulationen mit Wohnraum. Auf den Bühnen sollen die Menschen zu Wort kommen, die sozial schwächer gestellt und direkt von der Gentrifizierung des Kiezes betroffen sind.