Günstiger Schwimmen: Neue Tarife in den Berliner Bäderbetrieben

Neie Eintrittspreise in den Berliner Schwimmhallen

Baby in einer Schwimmhalle (Beispielfoto © Kristin Gründler)

Die Berliner Bäderbetriebe wollen neue Gäste in die Schwimmbäder locken. Dazu soll unter anderem eine neue Preisstruktur beitragen, welche ab dem 1. Februar gültig ist. Von den neuen Tarifen profitieren vor allem Vielschwimmer sowie Frühaufsteher, die gerne schon morgens ihre Bahnen ziehen.

Einheitliche Tarife in allen Standard-Hallenbädern

Übersichtlicher soll die neue Tarifstruktur sein, günstiger außerdem. Auch Familien sollen weniger zahlen: Statt der Familienkarte gibt es ab dem 1. Februar das sogenannte Badespaß-Ticket. Das gilt für einen Erwachsenen und zwei Kinder und kostet 9 Euro. Jedes weitere Kind zahlt 1,25 Euro.

Eine reguläre Karte kostet im Basistarif bis 15 Uhr 3,50, danach 5,50 Euro. An den Wochenenden und Feiertagen zahlt man ganztätig 5,50 Euro. Ermäßigt kostet das Ticket 2 Euro bzw. 3,50 am Nachmittag. Warmbadzuschläge fallen weg.

Ab 20 Uhr gilt dann der Abendtarif von 3,50 Euro, außer feiertags. Die Jahreskarte kostet nur noch 495 Euro statt wie bislang 539 Euro. Dafür müssen Jahreskartenbesitzer aber auf Zusatzleistungen wie die Sauna verzichten.

Diese Tarife gelten in den städtischen Standard-Hallenbädern sowie der Schwimm- und Sprunghalle an der Landsberger Allee. Die Freizeitbäder am Spreewaldbplatz, in Lankwitz und Schöneberg erheben ab dem 1. Februar einen Zeittarif. Für 90 Minuten zahlt man 5,50 Euro, für 180 Minuten 7,50 Euro. Eine Tageskarte gibt es für 10 Euro. Ermäßigt kosten die Tickets je 2 Euro weniger. Den Badespaß gibt es für 15 Euro.

Zeitweise Schließungen aufgrund von Sanierung

Sanieren wollen die Bäderbetriebe auch, fünf größere Projekte stehen an: Ab März wird zum Beispiel die Schwimmhalle Buch komplett saniert. Am 22. Mai beginnen Sanierungsarbeiten auch im Stadtbad Lankwitz und dauern voraussichtlich bis Ende August. Vom 4. Juni bis Mitte September schließt dann die Halle Hüttenweg, wo an der Wasseraufbereitung gearbeitet wird. Neu gefliest wird die Schwimmhalle am Helene-Weigel-Platz und schließt deswegen vom 18 Juni bis Ende September. Das fünfte Projekt betrifft die Schwimm- und Sprunghalle an der Landsberger Allee, die ab dem 16. Juli für voraussichtlich acht Wochen die Tore schließt.

Trotz der zeitweisen Schließungen hoffen die Berliner Bäderbetriebe 2018 auf eine bessere Bilanz als im vergangenen Jahr. 2017 führten Schließzeiten und auch der kühle, verregnete Sommer zu ausbleibenden Besuchern. 5,76 Millionen Besucher kamen insgesamt, darunter 3,6 Millionen zahlende Gäste. Das sind 230.000 weniger als 2016. Seit Herbst steigen die Besucherzahlen wieder.
Die Schwimmhallen in Berlin

(Beispielfoto oben © Kristin Gründler)