Coronavirus in Berlin: Fünf bekannte Fälle, Untersuchungsstelle der Charité eröffnet

Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin und Brandenburg

Test auf Coronavirus
Infos zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg / Beispielfoto: © vchalup - stock.adobe. com

Das Coronavirus hat jetzt auch in Berlin und Brandenburg erreicht!
Vorsorglich wurden bereits die Internationale Tourismusbörse in Berlin sowie weitere Veranstaltungen abgesagt. Mittlerweile befinden sich mindestens fünf Berliner aufgrund des Coronavirus in Behandlung. Als erster Berliner Corona-Patient wurde am Sonntag ein junger Mann identifiziert. Am Montag wurden auch ein Mann aus Marzahn-Hellersdorf und eine Frau aus Mitte positiv auf das Virus getestet. Eine öffentliche und eine private Schule blieben am Dienstag bereits geschlossen, die Charité hat derweil eine Untersuchungsstelle eröffnet.
COVID-19 Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Wegen Coronavirus in Berlin: Erste Berliner Schulen bleiben geschlossen
Als erste Berliner Schule stellte die private Berlin Metropolitan School am Montag vorübergehend den Schulbetrieb ein. Ein Vater hatte Kontakt zum ersten infizierten Patienten gehabt. Am Dienstag blieb dann mit der Emanuel-Lasker-Schule in Friedrichshain-Kreuzberg auch die erste öffentliche Schule geschlossen. Ein Lehrer hat sich vermutlich während einer Ski-Reise nach Südtirol mit dem Virus angesteckt. Auch ein nahe gelegener Teil der gelegenen Modersohn-Grundschule stellte am Dienstag den Unterricht ein.
Mit diesen Maßnahmen möchte man die Ausbreitung des Coronavirus in Berlin verlangsamen.

Untersuchungsstelle auf dem Virchow-Campus 

Ebenfalls am Dienstag eröffnete die Charité auf dem Campus Virchow-Klinikum eine Untersuchungsstelle für Patienten, deren Symptome auf eine Coronavirus-Infektion hindeuten. Dort werden Abstriche aus dem Nasen-Rachenraum genommen und auf das Virus untersucht. Wer befürchtet, sich angesteckt zu haben, solle sich zunächst an den eigenen Hausarzt oder an die Hotline der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit wenden. Diese ist unter der Nummer 030/90282828 zu erreichen. Nur Patienten mit entsprechenden Symptomen sollen die Untersuchungsstelle direkt aufsuchen. Geöffnet ist das neue Untersuchungszentrum montags bis freitags von 8:00 bis 16:00 Uhr. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Infektion, werden Name, Adresse und Kontaktdaten dem Gesundheitsamt gemeldet. Das informiert dann die jeweilige Person und leitet weitere Maßnahmen ein.

Vorbeugende Maßnahmen

Vorbeugen lässt sich einer Infektion vor allem durch Hygienemaßnahmen. Die wichtigste Maßnahme ist das regelmäßige Händewaschen. Antibakterielle Mittel helfen gegen das Virus nicht, normale Seife dagegen schon. Empfohlen wird, die Hände mindestens 20 Sekunden lang einzuseifen, abzuwaschen und hinterher gründlich abzutrocknen. Auf öffentlichen Toiletten, auf denen es noch keine kontaktlosen Wasserhähne gibt, sollte man den Wasserhahn mit einem Einweghandtuch oder dem Ellenbogen schließen.

Darüber hinaus sollte man es vermeiden, sich mit ungewaschenen Händen an Mund, Nase und Augen zu fassen. Händeschütteln sollte man während der Erkältungs- und Grippezeit ohnehin eher vermeiden und außerdem Abstand zu erkrankten Personen halten. Weiterhin gilt die übliche Husten- und Nies-Etikette: Beim Husten und Niesen hält man sich ein Taschentuch oder wenigstens die Armbeuge vor Mund und Nase – nicht die bloße Hand. Weitere Gesundheitstipps in unserem Portal.
Was trotz Coronavirus in Berlin geöffnet ist
(Stand: 3. März 2020 17:00 Uhr)

Weitere Informationen zum Thema:
Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus vom Bundesministerium für Gesundheit:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html
Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 vom Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit:
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html