Grippe in Berlin: Aggressiver Virus hat die Hauptstadt im Griff

Viele Berliner sind krank!

Frau mit Grippe

In der U-Bahn, am Arbeitsplatz, unterwegs auf den Straßen: Überall hört man die Menschen derzeit husten und schnupfen. Oft handelt es sich dabei nur um einen harmlosen grippalen Infekt. Doch auch die echte Grippe, die Influenza, ist derzeit auf dem Vormarsch. Allein in Berlin wurden in der dritten Februarwoche rund 600 neue Erkrankungen registriert. Das sind 150 Fälle mehr als in der Vorwoche. Insgesamt erkrankten in dieser Grippesaison 2.650 Menschen, die meisten von ihnen zwischen 30 und 50 Jahre alt. Besonders viele Grippefälle meldete der Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Ärzte in Berlin haben gut zu tun!

Die Grippe sollten Patienten nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zahlreiche Menschen mussten in den vergangenen Wochen bereits im Krankenhaus behandelt werden. Vier Patienten starben im Zusammenhang mit ihrer Grippeerkrankung, bei einem war die Influenza eindeutig die Todesursache.

Grippeimpfung ist noch möglich

Einen möglichen Schutz gegen das Grippevirus bietet eine Impfung. Die ist auch jetzt noch möglich. Bis der Körper ausreichend Antikörper aufgebaut hat, dauert es allerdings rund zwei Wochen. Die Grippeimpfung schützt zudem nicht gegen jeden Virenstamm. Die derzeitige Grippewelle fällt auch deswegen so heftig aus, da in diesem Winter vor allem Influenza-Viren der Yamagata-Linie Typ B unterwegs sind. Das ist ein Viren-Typus, gegen den der derzeit gängige Dreifachimpfstoff nicht schützt. Für Risikogruppen wie kleine Kinder, chronisch Kranken, Schwangeren und ältere Menschen gilt dennoch die Empfehlung, sich impfen zu lassen.

Wer sich zusätzlich schützen möchte, sollte vor allem auf eine gute Hygiene achten. Grippeviren lauern auf Türklingen, den Griffen von Einkaufswagen, in der Straßenbahn, auf der Kaffeemaschine in der Teeküche im Büro – eben auf allen Gegenständen, die viele Menschen anfassen. Häufiges Händewaschen ist in der Grippesaison Pflicht. Besser verzichtet man auch darauf, anderen Menschen die Hand zu geben. Mit einem Hinweis auf die Grippewelle gilt das nicht als unhöflich. (Foto: © animaflora)