Keine Zuckermilch mehr für Schüler in Berlin

Wieviel Zucker darf in die Milch?

Schulmilch in Berlin und Brandenburg
Schulmilch ohne Zucker? Foto: © PhotoSG

Schokomilch, Erbeermilch oder Vanillemilch? An vielen Berliner und Brandenburger Schulen haben Schüler die Wahl aus verschiedenen gezuckerten Milchmischgetränken. Die Länder fördern das Schulmilchprogramm – und damit bislang auch den Zuckerkonsum der Kinder. Zwar gehört auch normale, nicht gezuckerte Milch mit zum Schulmilch-Angebot. Die Schüler greifen jedoch lieber bei den gesüßten Produkten zu.

Schüler sollen gesündere Schulmilch trinken

Zu viel Zucker ist allerdings schlecht für die Gesundheit. Durch zahlreiche Fertiglebensmittel, Softdrinks und Süßigkeiten nehmen Kinder in Deutschland ohnehin schon mehr Zucker zu sich, als für sie empfohlen wird. Das muss nicht auch noch mit staatlicher Förderung geschehen. Berlin und Brandenburg wollen ihr Schulmilchprogramm daher ändern. Milch soll es an den Schulen weiterhin geben, allerdings nur noch ohne Zuckerzusatz.

In Brandenburg haben CDU, SPD und die Linksfraktion bereits einen entsprechenden Antrag vorbereitet, den sie Ende Januar in den Landtag einbringen wollen. Der Berliner Senatsverwaltung unterstützt den Brandenburger Vorstoß und möchte bald eine ähnliche Regelung anregen.

Nur vier Bundesländer subventionieren noch zuckerhaltige Milch

Die Förderung der Schulmilch ist Teil eines EU-Programms. Die Bundesländer subventionieren reine Milch mit zehn Cent pro Packung, zuckerhaltige Milch mit vier Cent. Gezuckerte Milchmischgetränke werden allerdings nur noch in Brandenburg, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen gefördert. Schulmilch gibt es zudem nicht an jeder Schule. Lehrer und Hausmeister müssen sich nämlich selbst dafür einsetzen, dass die Milch an ihre Lehranstalt kommt. In Brandenburg beteiligt sich nur jede fünfte Schule an dem Programm, etwa 16 Prozent der Schüler trinken Schulmilch.

1 Kommentar

  1. Ich denke mit etwas Bewegung / Sport ist eine Schokomilch oder Erbeermilch in der Schule kein Problem! Was denken Sie?

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