Maskenpflicht auf Demos ab 100 Teilnehmern

Maskenpflicht auf Demos in Berlin

Maskenpflicht in Berlin
Maskenpflicht auf Demos in Berlin - Foto: Tkni

Etwa 38.000 Menschen demonstrierten den Schätzungen der Behörden zufolge am vergangenen Wochenende in Berlin. Der Sicherheitsabstand wurde dabei nur selten eingehalten, auch einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) trugen nur wenige Demonstranten. Der Berliner Senat hat nun reagiert und eine Maskenpflicht für Demos eingeführt. Ab 100 Teilnehmern müssen Mund und Nase zwingend bedeckt werden.

Auf Demos Mund und Nase bedeckt halten

Diese Entscheidung fällte der Senat während seiner Sitzung zu weiteren Corona-Maßnahmen am Dienstag, dem 1. September. Bereits am Montag hatte Innensenator Andreas Geisel (SPD) angekündigt, eine Maskenpflicht für Demonstrationen einführen zu wollen. Ausnahmen gibt es etwa für Autokorsos oder Fahrraddemos, wo sich die Teilnehmer automatisch nicht zu nahe kommen.

Die Demo vom vergangenen Wochenende war zunächst aus Gründen des Infektionsschutzes verboten worden. Verwaltungsgerichte kippten das Verbot allerdings.

Private Feiern: Hygienekonzept ab 50 Teilnehmern

Der Senat beriet weiterhin darüber, welche Auflagen künftig für Privatfeiern gelten sollen. Neue Beschränkungen der Teilnehmerzahl soll es zunächst nicht geben, allerdings wies Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) darauf hin, dass auch bei privaten Veranstaltungen die Abstandsregeln einzuhalten sind. Für private wie kommerzielle Veranstaltungen gilt nach wie vor eine Obergrenze von 750 Teilnehmern, für Veranstaltungen im Freien von 5.000 Teilnehmern. Ab 50 Personen müssen nun allerdings auch Veranstalter von privaten Feiern ein Hygienekonzept vorgelegen. Das sei notwendig, da sich steigende Infektionszahlen häufig auf private Feierlichkeiten zurückführen ließen.

Neue Auflage für Gaststätten

Eine neue Auflage gibt es auch für Gaststätten. Diese müssen nun nicht mehr nur die Kontaktdaten von Gästen aufnehmen, die sich in Innenräumen aufhalten, sondern auch von denen, die den Außenbereich nutzen. Gäste sind dazu angehalten, wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Bei Zuwiderhandlung drohen Bußgelder in Höhe von mindestens 50 Euro.