Silvester: SPD fordert weniger Böllern in Berlin

Silvester in Berlin ohne Böller?

Silhouette von Berlin (Foto: © JiSign )

Wenn Berlin Silvester feiert, dann wird es laut. Sehr laut. Nicht nur auf Deutschlands größer Silvesterparty vor dem Brandenburger Tor wird geknallt. Auch die Berliner selbst geben ihr Geld gern für Raketen und Böller aus. Geht es nach der SPD, soll die Knallerei in Zukunft eingeschränkt werden. Die Abgeordneten der Berliner SPD haben einen Antrag eingereicht, in dem sie fordern, dass Böllern auf bestimmte Bereiche in der Hauptstadt zu beschränken. [ Silvester in Berlin ]

Raketen und Knaller können gerade in dicht bewohnten Gebieten wie der Berliner Innenstadt zur Gefahr werden. In der vergangenen Silvesternacht kam es zu Hunderten von Bränden, die Polizei musste zu mehr als 1000 Einsätzen ausrücken, Menschen wurden verletzt. Die Berliner Polizei und Feuerwehr seien zudem gezielt mit Knallkörpern beschossen worden. Das Umweltbundesamt warnt noch vor einer weniger sichtbaren Gefahr: Die Knallerei lässt die Feinstaubbelastung enorm ansteigen. Messungen zeigen, dass kurz nach Mitternacht gut 1000 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft erreicht werden. Der Grenzwert der EU liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter, er darf nur an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. [ Neujahr in Berlin ]

Böller und Raketen nur noch in bestimmten Zonen

Ein komplettes Verbot privater Feuerwerke hält die SPD für nicht durchsetzbar. Daher will sie die Knallerei auf bestimmte Zonen in der Stadt begrenzen. Einen ähnlichen Vorschlag hatte der Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux bereits zu Beginn des Jahres ins Gespräch gebracht, ebenso wie der Abgeordnete der Linken, Hakan Tas. Die SPD will plädiert zudem für bessere Kontrollen, um den Verkauf illegaler Knallkörper einzuschränken.

Mit einer Einschränkung für private Feuerwerke stünde Berlin in Europa nicht alleine da. In Wien, Paris und Rom ist es zum Beispiel nicht gestattet, private Feuerwerkskörper zu zünden. In Deutschland haben einige Städte ein Verbot erlassen, um historische Stadtkerne zu schützen. Dazu gehören Rothenburg ob der Tauber, Düsseldorf, Bremen, Quedlinburg und Göttingen.
(Foto: © JiSign )