Steigende Corona-Fallzahlen: Kommt bald das Alkoholverbot in Berlin?

Masken gegen steigende Fallzahlen
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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt wieder. Mit Stand zum 24. September haben sich in Berlin binnen 24 Stunden 238 Menschen mit COVID-19 angesteckt. Angesichts dieser Entwicklung macht Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) wenig Hoffnung, dass die noch geltenden Einschränkungen in diesem Jahr weiter gelockert werden können. Eher werde es wieder strengere Maßnahmen geben. Auch ein teilweises Alkoholverbot in der Öffentlichkeit ist im Gespräch.

Senat diskutiert über öffentliches Alkoholverbot

Am kommenden Dienstag möchte der Senat über weitere Maßnahmen entscheiden. Eventuell könnten dann wieder mehr Einschränkungen auf die Berliner Bevölkerung und Stadtbesucher zukommen. Diskutieren möchte Müller auch ein Alkoholverbot. Abhängig von der Entwicklung der Fallzahlen müsse der Ausschank an öffentlichen Orten oder ab einer gewissen Uhrzeit eingeschränkt werden, sagte er dem ZDF Morgenmagazin.

Dabei hat Müller insbesondere die Bezirke Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln im Blick. Dort kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu privaten Feiern von jungen Leuten, die von der Polizei aufgelöst werden mussten. Ein Alkoholverbot soll solchen Feiern den Reiz nehmen.

Keine Maskenpflicht im öffentlichen Raum

Die Opposition im Senat lehnt ein Alkoholverbot ab. Florian Kluckert, gesundheitspolitischer Fraktionssprecher der FDP, fordert stattdessen strengere Kontrollen der bestehenden Regeln.

Eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, wie sie in Bayern aktuell für Corona-Hotspots eingeführt wurde, schließt Müller für Berlin derzeit noch aus. Gegebenenfalls könne es aber demnächst wieder Einschränkungen bei den Bewegungsmöglichkeiten geben.

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