Berlins gefährlichste Orte

Kriminalitätsbelastete Orte in Berlin

Pressemitteilungen der Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg

„Kriminalitätsbelastete Orte“ oder kurz kbO heißen sie im Polizei-Jargon: Plätze mit einer besonders hohen Anzahl an schweren Straftaten, an denen die Berliner Polizei auch ohne konkreten Verdacht Personenkontrollen durchführen darf. Bislang hat die Polizei ihre Liste dieser Orte geheim gehalten. Zum einen, um die Plätze nicht zu stigmatisieren, zum anderen aber auch aus taktischen Gründen. Straftäter sollten sich nicht auf Kontrollen an diesen Orten einstellen können.

Der rot-rot-grüne Senat hatte sich in seinem Koalitionsvertrag jedoch auf die Veröffentlichung dieser Orte geeinigt. Und so musste die Polizei nun die Lister der Plätze vorlegen, an denen sie auch ohne konkreten Verdacht Personalien kontrolliert und Identitäten feststellt.

Das ist laut Allgemeinem Sicherheits- und Ordnungsgesetz nicht überall erlaubt. Normalerweise muss ein Anhaltspunkt für eine konkrete Straftat bestehen.

Die kriminalitätsbelasteten Orte laut Berliner Polizei sind:

  • Alexanderplatz
  • Leopoldplatz
  • Kleiner Tiergarten
  • Schöneberg Nord mit Nollendorfplatz
  • Görlitzer Park
  • Warschauer Brücke
  • Kottbusser Tor
  • Hermannplatz und Teile der Hermannstraße
  • Rigaer Straße

Über den genauen Umkreis, in dem die Polizei im jeweiligen Gebiet ohne Verdacht kontrollieren darf, macht sie jedoch keine Angaben. Auf Twitter verkündete Polizeisprecher Benjamin Jendro, dass diese Grenzen nicht statisch seien, sondern sich nach der aktuellen Kriminalitätslage richten.

Als kriminalitätsbelastete Orte gelten Plätze, an denen die Polizei besonders viele schwere Straftaten feststellt. Dazu gehören Raub, bandenmäßiger Diebstahl, Brandstiftung oder schwere Körperverletzung. [ Foto: © mediterranean ]