Silvester: Böllerverbot in Berlin

Böllerverbot in zwei weiteren Zonen

Berlin
Nachrichten aus Berlin / Foto: © styleuneed

Bereits im Januar hatte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) angekündigt, das Böllern zum Jahreswechsel in einzelnen Zonen der Stadt zu untersagen. Jetzt stehen die Pläne für das Böllerverbot fest. Insgesamt bekommt Berlin bereits zum nächsten Jahreswechsel drei böllerfreie Zonen. (Silvester in Berlin)

Böllerverbot in Berlin- Kein Feuerwerk an der Pallasstraße und am Alex

Auf der offiziellen Silvesterparty auf der Straße des 17. Juni und am Pariser Platz gilt das Böllerverbot schon länger. Zum nächsten Jahreswechsel sollen dann auch die Bereiche an der Pallasstraße in Schöneberg und der nördliche Teil des Alexanderplatzes frei von Feuerwerkskörpern bleiben. Auslöser für das Böllerverbot sind Übergriffe auf Polizei und Feuerwehrkräfte in den vergangenen Jahren. Innenstaatssekretär Torsten Akman (SPD) bezeichnete diese Orte als „Gefahrenbrennpunkte“, an denen Polizei und Feuerwehr massiv und gezielt angegriffen worden seien.

Anders als im Januar geplant, ist der Hermannplatz in Neukölln von den Verboten nicht betroffen. Akman zufolge habe es hier nicht so viele problematische Vorfälle gegeben.

Senat plant Bundesratsinitiative

In ganz Berlin registrierte die Polizei zum Jahreswechsel 2018/2019 insgesamt 40 Fälle von Widerstand gegen Polizeibeamte, 49 Mal wurden Feuerwehrleute im Dienst behindert oder sogar mit Feuerwerkskörpern angegriffen. 40 Dienstkräfte wurden verletzt. Außerdem gab es 37 Fälle von Landfriedensbruch.

Damit Silvesterfeiern in der Hauptstadt friedlicher ablaufen, möchte der Senat zudem eine Bundesratsinitiative einbringen. Damit soll erreicht werden, den Verkauf von Feuerwerkskörpern auf ein bis zwei Tage zu begrenzen. Besonders laute Böller sollen möglichst gar nicht mehr verkauft werden dürfen. Die Initiative muss aber zunächst noch vom gesamten Senat beschlossen werden.
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