So soll der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz vor Anschlägen geschützt werden

Mehr Sicherheit für die Weihnachtsmärkte in Berlin?

Die Berliner Polizei
Die Polizei in Berlin und Brandenburg / Foto: © Picture-Factory

Zwei Jahre ist der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz nun her. Zwölf Menschen kamen damals ums Leben, als der Attentäter Anis Amri mit einem LKW in die Buden raste. Mehr als 70 weitere Weihnachtsmarkt-Besucher wurden verletzt. Damit etwas ähnliches nicht noch einmal passieren kann, werden seit heute massive Sicherheitsmaßnahmen rund um die Gedächtniskirche aufgebaut.
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Einzigartiges Pilotprojekt

Schwere Metallpoller, Stahlgitterkörbe, Sandsäcke sowie Stahl- und Betonsockel sollen die Zufahrten zum Breitscheidplatz schützen. Bei dem Sicherheitskonzept handelt es sich um ein in Deutschland bislang einzigartiges Pilotprojekt. Eine Projektgruppe mit Mitarbeitern aus der Senatsverwaltung für Inneres, Stadtentwicklung und Verkehr sowie von Polizei und Feuerwehr wählte unterschiedliche, aufeinander abgestimmte Typen von Sperren aus. Die Bezirke Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf waren ebenfalls beteiligt. Aufgrund des Terroranschlags am 19. Dezember 2016 wurde der Breitscheidplatz als erster Ort für die neuen Schutzmaßnahmen ausgesucht.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) warnt jedoch davor, in dem Projekt einen „goldenen Weg“ zum Schutz von öffentlichen Plätzen zu sehen. Jeder Ort weise eigene Besonderheiten und Herausforderungen auf, daher müssten auch für jeden Ort spezielle Schutzmaßnahmen erarbeitet werden.

Autofahrer müssen sich auf Einschränkungen einstellen

Der Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche beginnt am 26. November und endet am 6. Januar 2019. Die ersten Aufbauarbeiten für die Buden haben bereits in der vergangenen Woche begonnen. Wegen der Sicherheitsmaßnahmen müssen Autofahrer mit Einschränkungen rechnen. Die Tauentzieherstraße, die Budapester Straße in Richtung Schöneberg und das erste Stück des Kurfürstendamms sind während der Laufzeit des Weihnachtsmarktes gesperrt. Radfahrer, Busse und Lieferverkehr dürfen passieren. Während die Sicherheitsmaßnahmen auf- und abgebaut werden, sind nachts sämtliche Straßen rund um den Breitscheidplatz gesperrt. Weihnachten in Berlin