Bahnstreik: Verkehrschaos auch bei der Berliner S-Bahn

Auch die Berliner S-Bahn vom Streik betroffen

Streik bei der Bahn
Streik bei der Bahn / Foto: © Astrid Gast

Der Warnstreik der Eisenbahner-Gewerkschaft EVG brachte am Montagmorgen nicht nur den bundesweiten Fernverkehr zum Erliegen, sondern sorgte auch für erhebliche Ausfälle bei der Berliner S-Bahn. Seit 9:00 Uhr ist der Ausstand offiziell beendet, mit einer raschen Normalisierung des Bahnverkehrs können Fahrgäste dennoch nicht rechnen. Pendlern in Berlin rät die Bahn, auf U-Bahnen und Busse umzusteigen.

Weiterhin große Verspätungen im S-Bahnverkehr

Da sich Bahn und Gewerkschaft in den Tarifverhandlungen nicht einigen konnten, hatte die EVG für Montagmorgen einen bundesweiten Ausstand ausgerufen. Der sollte eigentlich um 5:00 Uhr beginnen, lief aber bereits eine Stunde früher an. Die Auswirkungen werden vermutlich noch bis zum Nachmittag andauern. Neben den Zügen wurden auch die Reisezentren bestreikt, ebenso das Betriebszentrum in Berlin. Die Fahrdienstleiter legten um 6:00 Uhr die Arbeit nieder.

Neben dem Fernverkehr ist so auch die Berliner S-Bahn massiv betroffen. Zwischen 6:00 und 9:00 Uhr wurde auf den meisten Innenstadtlinien der Verkehr komplett eingestellt. Zusätzlich fielen gegen 7:00 Uhr auch noch die Lautsprecher im gesamten S-Bahn-Netz aus.

Seit 9:00 Uhr sind zwar auf wieder auf allen Strecken Züge unterwegs, allerdings mit hohen Verspätungen. Wie ein Bahnsprecher mitteilt, kann der Zugverkehr nur schrittweise wieder aufgenommen werden. Die Bahn versucht, auf allen Linien einen 20-Minuten-Takt herzustellen. Wer es eilig hat, sollte auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Mit einer Rückkehr zum normalen Fahrplan sei erst am Nachmittag zu rechnen.

Ohne neues Angebot der Deutschen Bahn drohen weitere Streiks

Bahnreisende im Fernverkehr sollen nach Möglichkeit auf den morgigen Dienstag umsteigen. Alle bis Montag gekauften Tickets behalten ihre Gültigkeit, die Zugbindung für Sparpreistickets wird aufgehoben. Wer seine Reise aufgrund des Streiks absagen musste, kann immerhin mit Erstattungen von Ticketpreisen und Reservierungen rechnen.

Mit dem Warnstreik möchte die Gewerkschaft EVG ihre Forderungen in den Tarifverhandlungen durchsetzen. Neben der Lohnerhöhung ist auch die Laufzeit des neuen Tarifvertrags strittig. Sofern die Bahn schriftlich ein besseres Angebot vorlegt, wolle die EVG weiter verhandeln. Erfolgt dies nicht, sei in den nächsten Tagen mit erneuten Warnstreiks zu rechnen.

Einkaufsbahnhöfe in Berlin

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